SVS-Präsident in Rage

Machmeier schießt gegen Würzburger „Kloppertruppe“

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SVS-Präsident Jürgen Machmeier redet sich nach der Partie in Rage. (Archiv)

Sandhausen – Nach dem 0:0 gegen die Würzburger Kickers kritisiert SVS-Präsident Jürgen Machmeier die Spielweise des Aufsteigers. Wie Gäste-Trainer Bernd Hollerbach auf die Kritik reagiert.

Es waren sich eigentlich alle Beteiligten einig, dass für den SV Sandhausen gegen die Würzburger Kickers mehr als nur ein Punkt drin gewesen wäre (>>> Zum Spielbericht). Nach der Partie wird vor allem über die robuste Spielweise des Aufsteigers diskutiert.

„So eine Kloppertruppe hatten wir hier in den letzten fünf Jahren nicht gehabt“, echauffiert sich SVS-Präsident Jürgen Machmeier.

Die Tatsache, dass der Platzverweis von Tim Kister den Fernsehbildern nach vertretbar gewesen ist, spielt bei der Bewertung der Schiedsrichterleistung laut Machmeier nur eine untergeordnete Rolle: „Bevor Kister Rot kriegt, muss Würzburg mindestens acht Gelbe Karten kriegen. Das war in der ersten Halbzeit ein Gemetzel.“ SVS-Geschäftsführer Otmar Schork wählt indes diplomatischere Worte: „Wir wussten vorher, dass Würzburg sehr robust und zweikampfintensiv spielt und das haben sie heute auch an den Tag gelegt.“ 

Nullnummer zwischen SVS und Würzburg

Und wie reagiert Würzburg-Coach Bernd Hollerbach auf die Kritik von Machmeier? Der ehemalige Bundesliga-Profi, der nach einem Tritt gegen eine Flasche bereits in der ersten Halbzeit auf die Tribüne verwiesen worden ist, bleibt ganz cool: „Er kann sagen, was er will, aber wenn er sich mehr mit uns beschäftigt hätte, dann wüsste er, dass wir gar nicht so schlecht Fußball spielen.“

„Quäntchen Glück hat gefehlt“

Losgelöst von der Diskussion über die harte Spielweise der Franken hätte der SVS die Partie durchaus für sich entscheiden können. „Würzburg ist eine schwer zu bespielende Mannschaft. Wir sind eine der wenigen Mannschaften in der 2. Bundesliga, die sich gegen Würzburg so klare Chancen erarbeitet hat. Mit der Art und Weise bin ich heute sehr zufrieden. Das Quäntchen Glück hat zwar gefehlt, aber da muss man, auch wenn es schwer fällt, mal mit einem Punkt leben können“, resümiert SVS-Coach Kenan Kocak.

„Wenn wir es konsequenter zu Ende gespielt hätten, hätten wir gewinnen können“, sagt Philipp Klingmann, der den SVS in Abwesenheit des gesperrten Stefan Kulovits als Kapitän aufs Feld geführt hat, nach der Nullnummer im letzten Heimspiel des Jahres.

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Am letzten Spieltag der Hinrunde gastiert der SV Sandhausen bei Bundesliga-Absteiger Hannover 96 (Sonntag, 18. Dezember, 13:30 Uhr).

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nwo

Quelle: Mannheim24

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