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Nach Kabinen-Eklat: SVS und Torhüter Martin Fraisl lösen Vertrag auf

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Von: Nils Wollenschläger

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Martin Fraisl ist vom SV Sandhausen suspendiert worden.
Martin Fraisl ist vom SV Sandhausen suspendiert worden. © Uwe Anspach/dpa

Sandhausen - Nach einem Kabinen-Eklat suspendiert der SV Sandhausen Torhüter Martin Fraisl. Jetzt haben der SVS und der Torwart den Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst.

Update vom 28. Dezember: Der SV Sandhausen und Martin Fraisl beenden ihr Arbeitsverhältnis in gegenseitigem Einvernehmen. Fraisl verlässt den Verein, um sich einer neuen sportlichen Herausforderung zu stellen. Der SV Sandhausen und Martin Fraisl danken einander für die erfolgreiche Zusammenarbeit und wünschen sich gegenseitig alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft. Martin Fraisl wechselte im Sommer 2019 aus Rumänien vom FC Botosani an den Hardtwald.

Für den SV Sandhausen bestritt er 45 Zweitligaspiele und kam zweimal im DFB-Pokal zum Einsatz. In der aktuellen Spielzeit stand der Keeper in den ersten elf Saisonspielen und der ersten Runde im DFB-Pokal beim TSV Steinbach-Haiger zwischen den Pfosten. Über die Modalitäten der Vertragsauflösung haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Nach Kabinen-Eklat: Martin Fraisl wird suspendiert

In der unmittelbaren Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Holstein Kiel am Sonntag, 20. Dezember, ist es zu einem Eklat in der Kabine gekommen. „Es war kein körperlicher Angriff, aber es war kurz davor.“ Es sei „untypisch, dass unsere Werte beim SV Sandhausen so mit Füßen getreten werden“, so SVS-Präsident Jürgen Machmeier. Was konkret vorgefallen ist, lässt er offen. Der Torhüter Martin Fraisl wird daraufhin suspendiert. Der Vertrag des 27-jährigen Fraisl wäre noch bis zum 30. Juni 2022 gelaufen.

SV Sandhausen suspendiert Torhüter Fraisl - so reagiert SVS-Trainer Schiele

Update vom 22. Dezember: Einen Tag nach der Suspendierung von Torhüter Martin Fraisl hat sich auch Sandhausen-Trainer Michael Schiele zu der Personalie geäußert. Ähnlich wie Präsident Jürgen Machmeier will der 42-Jährige aber nicht auf die konkreten Details des Kabinen-Vorfalls, der sich vor dem Kiel-Spiel ereignet hat, eingehen.

Das hat in der Kabine nichts verloren. Sowas kann ich als Trainer nicht dulden“, so Schiele, der „nicht mehr nach außen tragen will“. Seine Autorität sieht der Fußball-Lehrer durch die Aktion von Fraisl nicht untergraben:  „Ich gehe davon aus, dass dadurch
auch ein Reinigungsprozess stattfinden wird. Es ist schade, dass es vorgefallen ist, aber jetzt geht es weiter.“ Am Mittwoch (23. Dezember/18:30 Uhr) ist der SV Sandhausen im DFB-Pokal auswärts beim VfL Wolfsburg gefordert. Dann wird das SVS-Tor erneut von Rick Wulle gehütet.

SV Sandhausen: Martin Fraisl suspendiert - Jürgen Machmeier äußert sich

Erstmeldung vom 21. Dezember: Der SV Sandhausen und Martin Fraisl - das ist bis vor wenigen Tagen eigentlich eine Erfolgsgeschichte gewesen. Der Österreicher ist seit der vergangenen Saison die Nummer eins am Hardtwald und hat mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Innerhalb einer Woche folgt nun die überraschende Kehrtwende. Martin Fraisl hat beim SV Sandhausen keine Perspektive mehr. Aber der Reihe nach.

SV Sandhausen: Trennung von Torhüter Martin Fraisl - Eklat in der Kabine

Beim Spiel gegen den Hamburger SV setzt SVS-Trainer Michael Schiele überraschend auf Rick Wulle. Auch am Sonntag bei der 0:2-Niederlage gegen Holstein Kiel bekommt Wulle das Vertrauen, Fraisl muss sich mit dem Platz auf der Bank begnügen. Wie einen Tag später bekannt wird, kommt es knapp eine Stunde vor dem Anpfiff zu einem Eklat, an dem Fraisl maßgeblich beteiligt ist.

„Es war kein körperlicher Angriff, aber es war kurz davor. Es ist eine Grenze überschritten worden“, sagt SVS-Präsident Jürgen Machmeier am Montag. Mit wem Fraisl aneinander geraten ist und was konkret vorgefallen ist, lässt Machmeier offen. „Was in der Kabine passiert, bleibt in der Kabine. Er wird hier nicht mehr spielen.

SV Sandhausen: Martin Fraisl suspendiert

Der SVS hat Fraisl suspendiert, die Wege werden sich womöglich schon im Winter endgültig trennen. „Es ist untypisch, dass unsere Werte beim SV Sandhausen so mit Füßen getreten werden“, so Machmeier weiter. Der Vertrag des 27-Jährigen läuft noch bis zum 30. Juni 2022. Machmeier hat bereits angekündigt, dass der SVS nach einem neuen Torhüter Ausschau hält. (nwo) Transparenzhinweis: HEIDELBERG24 ist Medienpartner des SV Sandhausen 1916 e.V

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