Mangelnde Chancenverwertung

Nach BVB-Test: Klare Worte von SVS-Coach Kocak

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SVS-Coach Kenan Kocak wählt nach der Partie gegen Borussia Dortmund klare Worte.

Sandhausen – Nach dem Jubiläumsspiel gegen Vizemeister Borussia Dortmund nimmt Kenan Kocak kein Blatt vor den Mund. Was den Trainer des SV Sandhausen „maßlos ärgert“:

Die 0:3-Niederlage des SV Sandhausen gegen Borussia Dortmund sagt trotz des Testspielcharakters einiges über den derzeitigen Leistungsstand des Zweitligisten aus. 

Das Team um Kapitän Stefan Kulovits hat sich gegen die favorisierten Westfalen etliche gute Möglichkeiten erspielt, jedoch im Endeffekt wieder einmal viel zu viele Chancen liegen gelassen. Zusätzlich dazu haben sich die Badener durch individuelle Fehler auch noch selbst das Leben schwer gemacht. 

Im Offensivspiel wird deutlich, dass der Abgang von Top-Torjäger Aziz Bouhaddouz doch schwerer wiegt als vielleicht vor Saisonbeginn angenommen. Der junge Lucas Höler zeigt vielversprechende Ansätze, braucht aber noch Zeit, um sich an das höhere Niveau zu gewöhnen, Richard Sukuta-Pasu wirkt in vielen Situation glücklos und Andrew Wooten wartet nun schon seit fast einem Jahr auf ein Pflichtspieltor.

Nach der Partie wählt Trainer Kenan Kocak klare Worte. „Wir haben heute ein sehr gutes Spiel gemacht, aber die Chancenverwertung war wieder kläglich. Die Tore, die wir kassiert haben, waren dann auch noch Geschenke für den Gegner. Diese kapitalen Fehler ärgern mich maßlos“, macht der 35-Jährige deutlich.

„Wenn wir unsere individuellen Fehler nicht abstellen, können wir noch so viel trainieren, wir werden immer hinterherrennen müssen. Damit muss jetzt Schluss sein. Jeder muss sich am Riemen reißen“, so Kocak weiter.

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Auch bei den Spielern mangelt es nicht an Selbstkritik. „Wenn man immer solche haarsträubenden Fehler macht, kann man nicht gewinnen. Wir müssen die individuellen Fehler künftig vermeiden und an unserer Chancenverwertung arbeiten“, sagt Denis Linsmayer, der gegen den Champions-League-Teilnehmer von Beginn an ran durfte. „Zwei bis drei Tore müssen wir einfach machen“, ergänzt SVS-Geschäftsführer Otmar Schork

Für den gebürtigen Dortmunder Daniel Gordon ist die Partie etwas ganz Besonderes gewesen.

„Wir müssen vor dem Tor einfach kaltschnäuziger werden und unsere Fehler abstellen“, meint auch Neuzugang Daniel Gordon, der im Vergleich zu dem Aue-Spiel aber auch eine „klare Steigerung“ gesehen hat. „Das stimmt mich für die nächsten Spiele positiv“, so der erfahrene Innenverteidiger, der seine Karriere einst beim BVB begonnen hat.

Die Tatsache, dass sowohl Trainer als auch Spieler die derzeit offensichtlichen Schwächen so klar ansprechen, lässt durchaus auf eine Leistungssteigerung der Sandhäuser hoffen. Das nächste Pflichtspiel bestreitet der SVS am Montag, 22. August, in der ersten DFB-Pokalrunde beim Zweitliga-Absteiger SC Paderborn.

Vom BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hat es abschließend noch lobende Worte gegeben: „Wir waren sehr gerne hier. Das Wetter war gut, die Leute hier sind sehr freundlich und das Spiel war wichtig und gut für uns. Das war insgesamt eine schöne Geschichte.“

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nwo

Quelle: Mannheim24

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