Zwei Spieltage vor Saisonende

„Abstiegskampf pur“: Druck auf SVS wächst!

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Die Enttäuschung nach der Niederlage gegen Nürnberg ist groß.

Sandhausen – Eigentlich wollte sich der SV Sandhausen gegen Nürnberg endgültig retten, doch nach der Niederlage erwartet die Kocak-Elf in der kommenden Woche ein echter Abstiegsfight. 

Es ist schon eine etwas skurrile Situation. Fast die gesamte Rückrunde hat der SV Sandhausen in der oberen Tabellenhälfte gestanden und trotzdem müssen die Badener in der Endphase der Saison mehr denn je zittern.

Nach dem 4:0-Derbysieg gegen den Karlsruher SC ist die Erleichterung am Hardtwald noch groß gewesen, dass der Negativtrend gestoppt worden ist. Durch die jüngsten Niederlagen gegen Union Berlin und am Samstag gegen Nürnberg stecken die Sandhäuser jetzt allerdings wieder mitten im Abstiegskampf.

„Der Druck wird natürlich größer. Wir können alle die Tabelle lesen, das ganze Feld hinten ist enger zusammengerückt. Wir haben es versäumt, das Buch früher zuzuklappen. Jetzt müssen wir zwei Wochen Vollgas geben“, sagt Denis Linsmayer nach der Partie.

Fotos: SVS verliert gegen Nürnberg

„Vor zwei Monaten hätte keiner gedacht, dass wir in diese Situation kommen“, betont SVS-Präsident Jürgen Machmeier nach der nächsten verpassten Chance den Klassenerhalt perfekt zu machen. „Wenn man sechs hochkarätige Chancen nicht macht, dann verliert man eben - das ist selbst verschuldet. Wir hätten mit zwei oder drei Toren führen müssen. Wir haben auch in den letzten Wochen sicherlich keine schlechten Spiele gemacht, aber das Manko in der Rückrunde ist einfach die Chancenverwertung“, kritisiert der 56-Jährige die harmlose Offensive.

Schauerte-Tor hilft SVS

Wenn man die Chancen nicht macht und dann hinten einmal nicht aufpasst, kann man in der 2. Bundesliga nicht gewinnen“, hadert SVS-Coach Kenan Kocak„Allein Richie (Richard Sukuta-Pasu, Anmerkung der Redaktion) hätte zwei bis drei Tore machen können“, moniert Denis Linsmayer. „Ich hatte genug Chancen, aber der Ball wollte einfach nicht rein“, ärgert sich Richard Sukuta-Pasu.

In Würzburg erwartet die Sandhäuser am kommenden Spieltag ein echter Abstiegsfight. Schließlich steht der Aufsteiger auf dem Relegationsplatz und könnte mit einem Sieg im direkten Duell bis auf einen Punkt an den SVS rankommen. 

Hätte Ex-SVS-Profi Julian Schauerte nicht in letzter Minute den Ausgleich für Düsseldorf gegen das Hollerbach-Team erzielt, wäre die Lage sogar noch prekärer. „Würzburg hat eine sehr kampfstarke Mannschaft. Das wird Abstiegskampf pur!“, blickt Linsmayer auf das Auswärtsspiel gegen die Kickers.

„Wir dürfen uns jetzt nicht von der Bilanz verrückt machen lassen und müssen unsere eigenen Stärken hervorheben. Auch wenn die Situation momentan sehr bitter ist, werden wir unsere Ziele erreichen. Ich bin mir absolut sicher, dass wir die Sache nächste Woche klären werden“, gibt sich Kenan Kocak kämpferisch.

Keine Trainerdiskussion

Eine Trainerdiskussion gibt es nach einem Sieg aus dreizehn Spielen am Hardtwald nicht. „Das Trainerteam hat alles richtig gemacht. Den einzigen Vorwurf kann man den Stürmern machen, die die Tore nicht machen“, stärkt Machmeier Kocak den Rücken.

Keine Frage, die Chancen sind da gewesen, doch in der Summe ist die Leistung gegen über weite Strecken bieder aufspielende Nürnberger einfach zu wenig gewesen, um endlich die anvisierte 40-Punkte-Marke zu knacken. Fest steht: Am kommenden Sonntag (14. Mai/15:30 Uhr) kommt auf die Kocak-Elf in Würzburg ein ganz heißer Tanz zu.

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nwo

Quelle: Mannheim24

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