Nach Niederlage gegen VfB Stuttgart

Fehlstart? Das sagen die Verantwortlichen des SVS

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Präsident Jürgen Machmeier (li) will nicht von einem Fehlstart sprechen.

Sandhausen – Die Punktausbeute des SV Sandhausen ist nach drei Spielen trotz guter Ansätze mager. Nach dem 1:2 gegen den VfB Stuttgart haben die Verantwortlichen Stellung bezogen.

Wenn man aus drei Spielen nur einen Punkt holt, spricht man im Fußball-Jargon in der Regel von einem Fehlstart. Beim SV Sandhausen ist die Lage nach eben jener Ausbeute nicht so einfach zu bewerten. Hat das Team von Trainer Kenan Kocak doch vor heimischer Kulisse gute Ansätze gezeigt...

„Wir waren in beiden Heimspielen auf Augenhöhe. Wenn wir das nicht gewesen wären, würde ich von einem Fehlstart sprechen“, sagt SVS-Präsident Jürgen Machmeier (55), der sich trotz der 1:2-Niederlage gegen den VfB über ein „tolles Fußball-Fest“ mit 13.000 Zuschauern freut. 

Kulovits spricht von Fehlstart

„Wir haben von Anfang an gewusst, dass es schwer wird. Natürlich hätten wir uns zwei, drei Punkte mehr gewünscht. Man hat jetzt aber auch keinen Klassenunterschied gesehen“, resümiert Geschäftsführer Otmar Schork (59).

Kapitän Stefan Kulovits (33) ärgert sich nach der Hitzeschlacht gegen den Bundesliga-Absteiger ganz besonders über die verpassten Zähler. „Wenn man nach drei Spielen nur einen Punkt hat, dann ist das natürlich ein Fehlstart - das muss man gar nicht diskutieren. Wir stecken jetzt aber auch nicht den Kopf in den Sand. Ich bin zuversichtlich, dass wir trotzdem eine sorgenfreie Saison spielen werden“, betont der Österreicher, der seit 2013 am Hardtwald spielt.

„Gebilde zerstört worden“

Dass der SVS nach dem Trainerwechsel noch nicht die erhofften Punkte geholt hat, überrascht Präsident Machmeier nicht: „Wir haben dem VfB alles abverlangt. Ich bin optimistisch, dass wir die Kurve kriegen. Es war klar, dass wir mit so vielen Neuzugängen Zeit brauchen. Mit dem Abgang von Alois Schwartz ist ein Gebilde zerstört worden, das jetzt wieder aufgebaut werden muss. Kenan Kocak leistet hervorragende Arbeit.

Fotos: VfB zu Gast am Hardtwald

Kocak selbst lobt die positiven Ansätze seiner Mannschaft: „Ich war mit der Moral und dem Auftreten der Mannschaft sehr zufrieden. Wir haben dem VfB Paroli geboten. Natürlich ist ein Punkt aus drei Spielen nicht unser Anspruch. Für mich ist aber die Art und Weise wichtig und da sind wir auf einem guten Weg. Wir werden unsere Punkte holen.

Lob von Luhukay

Positive Worte gibt es auch von Gäste-Trainer Jos Luhukay, der mit den Schwaben den sofortigen Wiederaufsteig anstrebt: „Sandhausen hätte hier heute mehr verdient gehabt. Wir waren am Ende glücklicher“, so der Niederländer.

Die Sandhäuser haben nun erstmal einige Tage Zeit, um die Niederlage zu verarbeiten. Erst am Sonntag, 11. September, sind die Badener wieder im Einsatz. Dann geht es im Hardtwaldstadion gegen den 1. FC Kaiserslautern. 

Vielleicht wird beim SVS dann auch der ein oder andere Neuzugang auf dem Platz stehen. „Wir müssen jemand finden, der uns weiterbringt. Das ist stand jetzt nicht der Fall. Es ist aber noch alles offen“, betont Otmar Schork wenige Tage vor dem Ende der Transferperiode.

Fakt ist: Der SV Sandhausen muss in den kommenden Spielen unbedingt punkten, um einen Fehlstart doch noch abzuwenden bzw. um nicht schon früh in der Saison den Anschluss zu verlieren. Nur gute Ansätze werden nicht reichen, wenn letztlich die Resultate ausbleiben.

>>> SVS muss im Pokal nach Freiburg

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nwo

Quelle: Mannheim24

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