Bundesliga-Absteiger siegt nach Schuhen-Patzern

Bier-Party beim HSV, Frust beim SVS!

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Die Spieler des SV Sandhausen sind nach der Niederlage enttäuscht.

Sandhausen – Zweites Spiel, zweite Niederlage! Nachdem der Hamburger SV 3:0 beim SV Sandhausen gewinnt, könnten die Gefühlslagen nicht unterschiedlicher sein:

Marcel Schuhen redet nach der 0:3-Niederlage gegen den Hamburger SV nicht um den heißen Brei rum. „Das war heute ein rabenschwarzer Tag für mich - ganz klar! Ich nehme das auf meine Kappe“, sagt der Torhüter des SV Sandhausen.

Fotos von der SVS-Niederlage gegen den HSV

Der 25-Jährige hat sowohl das 0:1 in der Anfangsphase als auch das 0:3 im zweiten Durchgang mit einem kapitalen Fehlpass eingeleitet. „Mir tut es nicht leid für die Fans oder irgendwelche Leute, sondern für meine Jungs. Fehler gehören dazu, aber solche Dinger dürfen nicht passieren“, so Schuhen weiter.

SVS verteilt zu viele Geschenke

Wenn wir solche Eigentore machen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir verlieren“, resümiert SVS-Präsident Jürgen Machmeier. Geschäftsführer Otmar Schork ergänzt: „Wir waren zu gute Gastgeber und haben zu viele Gastgeschenke verteilt.“ Trainer Kenan Kocak nimmt seinen Keeper in Schutz: „Wir dürfen die Schuld jetzt nicht nur bei Marcel Schuhen suchen. Wir gewinnen und verlieren gemeinsam.

Nach dem frühen Gegentor haben sich die Sandhäuser vor 14.508 Zuschauern im ausverkauften BWT-Stadion am Hardtwald schwer getan, dem Bundesliga-Absteiger Paroli zu bieten. Kleinere Chancen sind zwar durchaus da gewesen, unter dem Strich ist der HSV aber die deutlich abgezocktere Mannschaft gewesen.

Null-Punkte-Start

Wir haben uns etwas ganz anderes vorgenommen. Man darf auf diesem Niveau nicht so viele Geschenke verteilen. Das war auch schon in Fürth so. So können wir nich bestehen“, hadert Denis Linsmayer nach dem Null-Punkte-Start.

„Wenn man gegen den HSV gewinnen will, muss alles passen. Ich will meiner Mannschaft die Moral und das Bemühen nicht absprechen, aber wenn wir solche Fehler machen, können wir auch nicht punkten“, betont Kocak.

HSV-Coach Christian Titz spendiert Spielern Bier

Und der HSV? Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass den Norddeutschen nach dem ersten Sieg in Liga zwei ein kleiner Stein vom Herzen gefallen ist. „Es war ein verdienter Sieg für uns“, freut sich der aus Edingen-Neckarhausen stammende HSV-Trainer Christian Titz, für den es eine erfolgreiche Rückkehr in die alte Heimat gewesen ist.

Zur Belohnung hat der 47-Jährige seiner Mannschaft in der Kabine eine Runde Bier spendiert. „Man sollte nicht päpstlicher als der Papst sein und darf auch mal nach einem Spiel ein Bier trinken“, sagt Titz und fügt abschließend hinzu: „Ich habe der Mannschaft versprochen, dass ich bei einem Sieg eine Runde Bier ausgebe - auch wenn ich eher der Radler-Trinker bin.

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nwo

Quelle: Mannheim24

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