Exklusives Interview

SVS-Trainer Koschinat über Vertragsverlängerung: „Bin absolut gesprächsbereit“

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Sandhausen-Trainer Uwe Koschinat im Interview mit HEIDELBERG24.

Sandhausen – Verlängert Trainer Uwe Koschinat seinen auslaufenden Vertrag beim SV Sandhausen? Im Interview mit HEIDELBERG24 äußert sich der SVS-Coach zu seiner Zukunft:

  • SV Sandhausen: Trainer Uwe Koschinat im HEIDELBERG24-Interview.
  • SV Sandhausen nach 13 Spielen auf Platz 8.
  • Koschinat spricht über bisherigen Saisonstart und mögliche Vertragsverlängerung.

Mit 17 Punkten aus 13 Spielen rangiert der SV Sandhausen in der 2. Bundesliga, die so eng beisammen ist wie schon lange nicht mehr, auf Platz acht. Während der Länderspielpause trifft HEIDELBERG24 Sandhausen-Trainer Uwe Koschinat zum Interview und spricht mit ihm über den bisherigen Saisonverlauf, den bitteren Verlust von Schlüsselspieler Philipp Förster und seine eigene Zukunft am Hardtwald.

SV Sandhausen: Trainer Uwe Koschinat im Interview

HEIDELBERG24: Herr Koschinat, Sie haben die Länderspielpause für ein Testspiel gegen Eintracht Frankfurt genutzt. Welche Erkenntnisse konnten Sie aus dem Spiel ziehen?

Uwe Koschinat: „Es war ein hervorragender Test. Wir wollten die Spieler in eine Wettbewerbssituation bringen, die zuletzt nicht viel gespielt haben. Es war ein Spiel auf Augenhöhe und war kein Muster ohne Wert, sondern hatte sehr viel Aussagekraft.

HD24: Am vergangenen Spieltag hat der SV Sandhausen gegen Fürth seine Sieglos-Serie beendet. Wie wichtig war auch die Art und Weise, wie der Sieg in der Nachspielzeit zustandegekommen ist?

Koschinat: „Das war unbezahlbar! Es war ein Sieg, bei dem wir inhaltlich gute Sachen gesehen haben - von beiden Mannschaften. Wir haben hervorragend dagegengehalten. Am Ende als Sieger vom Platz zu gehen, war ein emotionales Highlight und setzt Kräfte frei.

SV Sandhausen: Uwe Koschinat über Wechsel von Philipp Förster

HD24: Mit 17 Punkten liegt der SVS in einer engen Liga auf Platz acht. Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Saisonverlauf?

Koschinat: „Man muss ehrlich sagen, dass wir noch nicht vollends zufrieden sind. Wir hätten schon zwei oder drei Punkte mehr haben müssen. Es ist augenscheinlich, dass wir gegen die drei Aufsteiger nur einen Punkt geholt haben, das verbietet eine bessere Position. Am Ende muss man der Mannschaft aber hoch anrechnen, dass sie noch nie zwei Spiele nacheinander verloren hat.

HD24: Im Sommer hat es einen großen Umbruch gegeben. Mit Philipp Förster hat kurz vor dem Ende der Transferperiode ein weiterer Schlüsselspieler den Klub verlassen. Wie schwierig ist es, so eine Entscheidung als Trainer mitzutragen?

Koschinat: „Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Als wir ihn abgegeben haben, waren wir in unserer stärksten Phase in dieser Saison. Ich stehe aber zu 100 Prozent hinter der Entscheidung des Vereins. Auch die wirtschaftlichen Faktoren sind wichtig. Man ist auch sehr stolz, wenn man einen Philipp Förster begleiten durfte und zuschauen konnte, wie er besser geworden ist.

SV Sandhausen: Uwe Koschinat zeigt Verständnis für Fans

HD24: Die Fans haben sich zuletzt mit zwei Bannern für Tim Kister stark gemacht. Wie bewerten Sie seine Situation - zumal das Duo Gerrit Nauber und Alexander Zhirov eine starke Saison spielt?

Koschinat: „Das ist für mich als Trainer eine Luxussituation. Tim hat ein Stück weit Pech, dass Nauber und Zhirov einen hervorragenden Job machen. Da gab es für mich keinen Grund einzugreifen. Ich habe großen Respekt vor der Leistung, die Tim in den letzten Jahren gezeigt hat. Er steht für ganz viele Faktoren, die den SV Sandhausen ausmachen. Da wäre es fast enttäuschend, wenn sich die Fans nicht zu Wort melden. Es geht um eine Liebesbekundung für diesen Spieler, weil er viel für diesen Klub geleistet hat.

HD24: Der Zusammenhalt mit den Fans war im Endspurt der vergangenen Saison eine wichtige Komponente. In Sachen Zuschauerschnitt ist beim SVS dennoch Luft nach oben. Was kann ein Fußball-Fan erwarten, der zum ersten Mal ein Spiel des SVS besucht?

Koschinat: „Ich glaube, dass wir im Jahr 2019 sehr viele mitreißende und spektakuläre Spiele geliefert haben. Wir können aber nicht beanspruchen, dass jedes Heimspiel mit einer hohen Attraktivität verbunden ist. Das liegt in der 2. Liga häufig an der Einstellung des Gegners. Man kann hier aber mit seiner Familie attraktive Spiele auf Zweitliga-Niveau sehen -  in einer Atmosphäre, die nicht gewaltsam sondern total friedlich ist.

SV Sandhausen: Verlängert Uwe Koschinat seinen Vertrag?

HD24: Ihr Vertrag läuft im Sommer aus. Können Sie sich vorstellen, dauerhaft beim SV Sandhausen zu bleiben?

Koschinat: „Ich habe mich bereits zu einem frühen Zeitpunkt bekannt und habe gesagt, dass es mir hier sehr gut gefällt. Ich bin sehr dankbar für die Chance, in der 2. Liga arbeiten zu dürfen. Ich habe in der letzten Saison in einer schwierigen Situation Rückendeckung bekommen, was nicht selbstverständlich war.  Ich bin absolut gesprächsbereit, dafür arbeite ich viel zu gerne hier. Ich fühle mich sehr wohl, aber auf der anderen Seite gibt es logischerweise auch Überlegungen von Vereinsseite, die ich respektieren muss. Wenn der Verein Interesse hat, mit mir weiterzuarbeiten, wird man mir Signale senden. Dass wir im permanenten Austausch stehen, ist logisch.

HD24: In den kommenden Spielen geht es gegen Topteams wie Hamburg und Stuttgart. Kann die Underdog-Rolle ein Vorteil sein?

Koschinat: „Das Ende des Jahres hat es nochmal richtig in sich. Unsere Ausgangssituation ist keine, bei der man von Luxus sprechen kann - dafür bräuchten wir mehr Punkte. Auf der anderen Seite sind die 20 Punkte nicht mehr weit entfernt. Wir wissen, dass jedes einzelne Spiel eine sehr große Herausforderung ist. Wenn man sich aber die 2. Liga in den letzten Wochen anschaut, wäre es auch keine Sensation, wenn wir in diesen Heimspielen punkten würden.

Auf YouTube kannst Du dir das Interview mit Uwe Koschinat in voller Länge anschauen!

Auch interessant: Der nun ehemalige Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat in seiner Abschiedsrede auf der Mitgliederversammlung des Rekordmeisters einen Spruch über Sandhausen gebracht. Daraufhin reagiert der Zweitligist mit einer frechen Antwort. Nach der Länderspielpause gastiert der SVS bei Tabellenführer Arminia Bielefeld (live auf Sky und im HEIDELBERG24-Ticker).

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Transparenzhinweis: HEIDELBERG24 ist Medienpartner des SV Sandhausen 1916 e.V.

nwo

Quelle: Mannheim24

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