Großes Highlight am Hardtwald

Duell der Gegensätze! Wie Dorfverein Sandhausen den großen HSV ärgern will

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Kenan Kocak (li.) will mit dem SV Sandhausen den Hamburger SV ärgern (Archivfoto).

Sandhausen – Die Vorfreude auf den Heimspiel-Kracher gegen den Hamburger SV ist am Hardtwald greifbar! Wie der SV Sandhausen das Spitzenspiel angeht:

Wenn der ‚große‘ Hamburger SV am Sonntag (12. August/13:30 Uhr, live im HEIDELBERG24-Ticker) in Sandhausen zum ersten Zweitliga-Auswärtsspiel seiner Vereinsgeschichte aufschlägt, könnten die Gegensätze nicht viel größer sein. 

Der sechsfache deutsche Meister und Champions-League-Sieger von 1983 trifft auf den selbsternannten Dorfverein SV Sandhausen - die Weltmetropole zu Gast in der kleinsten Gemeinde der 2. Liga! 

Da treffen am Sonntag zwei Welten aufeinander. Wir können und wollen uns nicht mit dem HSV vergleichen, aber wir haben die Qualität, den HSV ärgern zu können“, sagt SVS-Trainer Kenan Kocak (37)

Abgesehen von wenigen Stehplatzkarten im Heim-Bereich ist das BWT-Stadion am Hardtwald ausverkauft. „Es ist für die ganze Region ein Highlight, dass wir hier den großen HSV begrüßen dürfen“, sagt SVS-Mittelfeldspieler Denis Linsmayer und fügt hinzu: „Natürlich ist der Hamburger SV ein großer Verein, aber es hat auch seine Gründe, warum sie jetzt in der 2. Bundesliga spielen.

Trotz Schlappe gegen Kiel - Kocak sieht starken HSV

Der Saisonstart ist für beide Mannschaften nicht nach Plan verlaufen. Der SVS hat in Fürth mit 1:3 verloren, der HSV hat vor heimischer Kulisse überraschend deutlich mit 0:3 gegen Holstein Kiel gepatzt. 

Für Kenan Kocak kein Grund, die Norddeutschen zu unterschätzen. „Ich habe nicht so eine schlechte Hamburger Mannschaft gesehen, wie es in den Medien dargestellt wurde. Wenn sie ihre Chancen machen, können sie gegen Kiel nach 30 Minuten mit 3:0 führen.“

Wiedergutmachung nach Fürth-Niederlage?

Für HSV-Coach Christian Titz (47), der aus Edingen-Neckarhausen kommt, ist Kocak voll des Lobes. „Sie sind auf jeder Position gut besetzt und haben eine klare Idee vom Fußball. Wir dürfen nicht ins offene Messer laufen“, sagt der Fußball-Lehrer und verweist auf die Flexibilität der Hamburger.

Fotos: SVS verliert zum Auftakt in Fürth

Nach der erschreckend schwachen Schlussphase in Fürth nimmt Kocak seine Spieler in die Pflicht: „So wie wir uns in den letzten zwölf Minuten präsentiert haben, darf man sich in der 2. Liga nicht verhalten. Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft am Sonntag eine Reaktion zeigen wird.

Personalsorgen auf beiden Seiten

Während beim HSV Kapitän Aaron Hunt ausfällt, müssen die Sandhäuser auf Karim Guede (Innenbandanriss im linken Knie, mehrere Wochen Pause) und Nejmeddin Daghfous (Kreuzbandriss im rechten Knie, mehrere Monate Pause) verzichten. Andrew Wooten und Korbinian Vollmann sind zwar wieder im Training, die Partie am Sonntag kommt allerdings zu früh.

Ich brauche Spieler, die den HSV schlagen wollen. Spieler, die das Spiel genießen und sich wohlfühlen wollen und hinterher noch ein paar Fotos schießen wollen, sind fehl am Platze“, so Kocak deutlich. 

Nicht das erste Duell zwischen Kocak und Titz

Die Tatsache, dass der SV Sandhausen von einigen gegnerischen Fans und medial oftmals belächelt wird, nervt den SVS-Coach. „Mir fehlt manchmal ein bisschen der Respekt. Natürlich sind wir eine kleine Gemeinde, aber wir dürfen uns nicht kleiner machen als wir sind. Die Leute können stolz sein, was hier in den letzten Jahren geleistet wurde und dass nun ein Verein wie der HSV zu einem Pflichtspiel kommt.

Übrigens: Die beiden Trainer sind in der Regionalliga-Saison 2013/14 schon einmal aufeinander getroffen. Mit Waldhof Mannheim hat Kenan Kocak gegen die von Titz trainierten Homburger das Hinspiel 0:2 verloren und das Rückspiel 2:0 gewonnen.

Mal schauen, wie das erste Zweitliga-Duell der beiden Trainer ausgeht...
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nwo

Quelle: Mannheim24

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