Geisterspiel steht fest

Coronavirus-Gefahr: TSG Hoffenheim gegen Hertha BSC vor leeren Rängen! 

Das Heimspiel gegen Hertha BSC wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden (Archivbild).
+
Das Heimspiel gegen Hertha BSC wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden (Archivbild).

Zuzenhausen – Hoffenheim gegen Hertha BSC wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. Zusätzlich hat die TSG intern Schutzmaßnahmen für die Spieler bekannt gegeben. 

  • Coronavirus breitet sich weiter aus. Spahn fordert Absage von Großveranstaltungen.
  • Bundesliga droht Geisterspiele.
  • DFL-Chef: Saison wird zu Ende gespielt.
  • Sicherheitsmaßnahme bei TSG Hoffenheim: Keine Zuschauer beim Training zugelassen  

Update vom 10. März/17 Uhr: Nach Nordrhein-Westfalen und Bayern zieht jetzt auch Baden-Württemberg nach: Veranstaltungen mit über 1.000 Menschen werden wegen des Coronavirus untersagt. Damit wird das Heimspiel der TSG Hoffenheim gegen Hertha BSC (Samstag, 14. März/15:30 Uhr) definitiv ohne Zuschauer ausgetragen! Mit dem Verbot sollen Infektionsketten unterbrochen werden.Das Kabinett werde die Rechtsverordnung im Laufe der kommenden Tage beschließen, kündigt das Gesundheitsministerium in Baden-Württemberg an

TSG Hoffenheim: Schutzmaßnahmen gegen Coronavirus beschlossen

Update vom 10. März/15 Uhr: Seit Beginn der Woche haben die Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie auch die Bundesliga erfasst. Erste Geisterspiele sind bereits beschlossene Sache. Bisher ist die TSG Hoffenheim von den Folgen verschont geblieben. Stand jetzt (10. März): Das Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin wird nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Nach eigenen Angaben befindet sich der Verein im ständigen Kontakt mit den Behörden. Dessen ungeachtet hat man in Zuzenhausen selbst die Initiative ergriffen und eigene Schutzmaßnahmen beschlossen. Bis auf Weiteres wird es kein öffentliches Mannschaftstraining der TSG Hoffenheim geben. 

Außerdem stehen die Spieler für Autogramme oder Selfies vorerst nicht mehr zur Verfügung. Am Dienstag (10. März) hat der Verein im Zuge der Bekanntgabe der Maßnahmen seine Fans um Verständnis gebeten. 

Wegen Coronavirus-Gefahr: Leere Ränge beim nächsten TSG-Auswärtsspiel 

Update vom 9. März/16 Uhr: Nachdem NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) angekündigt hat, Großveranstaltungen mit über 1.000 Besuchern abzusagen, nimmt nun DFL-Chef Christian Seifert dazu Stellung. Gegenüber Bild schließt der 50-jährige Fußball-Funktionär eine Komplett-Absage der Bundesliga aus: „Wir haben entschieden, dass der Spieltag stattfindet, rein sportlich. Mit wie vielen Zuschauern und ob ohne, das ist eine Entscheidung, die die Behörden treffen müssen.“ Damit bleibt es dabei: Während das Revierderby in Dortmund erstmals ohne Zuschauer ausgetragen wird, droht in der PreZero Arena noch keine Geisterkulisse. Aber die Betonung liegt auf noch, denn bis zur Partie der TSG Hoffenheim gegen Hertha BSC (14. März (15:30 Uhr) kann noch viel passieren. 

Update vom 9. März/11:15 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) lässt am Sonntagabend die Bombe platzen! In der ARD-Talkshow „Anne Will“ gibt der 62-jährige CDU-Mann bekannt, dass er die Vorgabe von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn umsetzen werde. Dieser hat am Sonntagnachmittag (8. März) den Gesundheitsämtern empfohlen, alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern vorerst abzusagen. Damit wird ein absolutes Bundesliga-Highlight vor leeren Rängen stattfinden: Das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04! Derzeit gilt diese Vorgabe lediglich für Nordrhein-Westfalen. Ein länderübergreifendes Vorgehen es derzeit noch nicht in Sicht – das Treffen der Deutsche Fußball Liga (DFL) mit den Profiklubs steht noch aus. 

Stand jetzt: Die Bundesliga-Partie der TSG Hoffenheim gegen Hertha BSC ist für Zuschauer freigegeben. Spätestens beim nächsten Auswärtsspiel der Hoffenheimer wird die Mannschaft erstmals vor leeren Rängen spielen! Dann tritt die TSG Hoffenheim am 27. Spieltag in Ostwestfalen beim SC Padernborn an (21. März/15:30 Uhr) 

Erstmeldung vom 8. März: Dem deutschen Sport drohen angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus massive Einschnitte und eine Flut von sogenannten Geisterspielen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) befürwortet eine Absage aller Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern. „Sie werden aus meiner Sicht immer noch zu zaghaft abgesagt. Angesichts der dynamischen Entwicklung der letzten Tage sollte das schnell geändert werden“, teilt Spahn auf Twitter mit: „Nach zahlreichen Gesprächen mit Verantwortlichen ermuntere ich ausdrücklich, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bis auf Weiteres abzusagen.

Coronavirus: Müssen Bundesliga-Spiele abgesagt werden?

Davon betroffen wäre ein Großteil der deutschen Sportwelt: Darunter beispielsweise die Fußball-Bundesliga, die Champions-League-Begegnungen von RB Leipzig gegen Tottenham Hotspur am Dienstag sowie Bayern München gegen den FC Chelsea (18. März) oder auch das Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Italien (31. März). Die TSG Hoffenheim empfängt am kommenden Samstag (14. März) in Sinsheim Hertha BSC.

Darüber hinaus beginnen am Mittwoch die Playoffs in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). „Ich bin mir bewusst, welche Folgen das für Bürgerinnen und Bürger oder Veranstalter hat“, erklärt Spahn weiter: „Wir werden in den nächsten Tagen darüber sprechen, wie wir mit den wirtschaftlichen Folgen umgehen. Klar ist aber: Unsere Gesundheit geht vor.“ 

Coronavirus: Das sagt DFL-Boss Seifert zu Absagen in der Bundesliga

Zuvor hat bereits die Deutsche Fußball Liga (DFL) ein zeitnahes Treffen mit den Profiklubs angekündigt. „Das Coronavirus bringt die gesamte Gesellschaft und damit auch den Fußball in eine schwierige Situation“, sagt DFL-Geschäftsführer Christian Seifert: „Selbstverständlich gilt der Gesundheit der Bevölkerung und damit auch aller Fußball-Fans oberste Priorität. Dabei muss es das Ziel sein, in unterschiedlichen Lebensbereichen den jeweils angemessenen Weg zu finden zwischen berechtigter Vorsorge und übertriebener Vorsicht.“ 

Allerdings macht Seifert auch klar, es stehe außer Frage, „dass die Saison wie vorgesehen bis Mitte Mai zu Ende gespielt werden muss, um Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer für die internationalen Wettbewerbe zu ermitteln. Nur so erhalten Klubs und DFL trotz schwieriger Umstände für die kommende Spielzeit Planungssicherheit.

Auch in der Rhein-Neckar-Region breitet sich das Coronavirus weiter aus. Mehrere Veranstaltungen mussten bereits abgesagt werden.

SID

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare