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Beleidigungen gegen Dietmar Hopp: DFB stellt alle Verfahren ein

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Von: Nils Wollenschläger

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Hoffenheim – Die Beleidigungen gegen Dietmar Hopp haben für die jeweiligen Vereine keine Konsequenzen. Der DFB hat wegen der Corona-Krise alle Verfahren eingestellt.

Update vom 6. Juni: Der DFB hat alle laufenden Verfahren aus dem Jahr 2020 gegen Vereine aus den ersten drei Ligen eingestellt. Wie der Verband am Freitag mitteilt. gilt dies beispielsweise für Verfahren wegen „Abbrennen von Pyrotechnik im Stadion, Zuschauerausschreitungen oder verbotener Banner“. Der Grund dafür sei die Corona-Pandemie und die wirtschaftlichen Folgen für die Clubs. „Besondere Situationen rechtfertigen besondere Maßnahmen“, erklärt Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses.

Dietmar Hopp: Verfahren beim DFB wird eingestellt

Ähnlich begründet Hans E. Lorenz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts, die Entscheidung: „Der DFB will mit dieser Maßnahme einen Teil dazu beitragen, die angespannte finanzielle Lage der Clubs nicht noch weiter zu belasten.

Damit werden auch die Verfahren wegen der beleidigenden Banner gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp eingestellt. „Sollten die von Ihnen genannten Spiele alle in diesem Kalenderjahr gewesen sein, dann wurden die entsprechenden Verfahren eingestellt“, teilt der DFB gegenüber der ARD Sportschau mit. In einem Interview hat sich Hopp mit einer klaren Ansage in Richtung Borussia Dortmund gewendet.

Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp ist beim Spiel gegen den FC Bayern übel beleidigt worden.
Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp ist beim Spiel gegen den FC Bayern übel beleidigt worden. © picture alliance/dpa

Dietmar Hopp: Wird Verfahren beim DFB-Sportgericht eingestellt?

Erstmeldung vom 16. Mai: Die juristische Aufarbeitung der Beleidigungen gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp könnte aufgrund der Corona-Krise eine ungeahnte Wendung erfahren. Der 1. FC Köln hat beim Sportgericht des DFB nämlich die Einstellung seines Verfahrens beantragt. Der Bundesligist hat dies bestätigt, weitere Vereine sollen sich dieser Vorgehensweise laut dpa-Informationen anschließen.

Unmittelbar vor dem Bundesliga-Stopp wegen Corona ist es zu mehreren Spielunterbrechungen in der Liga gekommen, unter andere bei Köln gegen FC Schalke 04 und TSG Hoffenheim gegen FC Bayern München. Derzeit ruht der Betrieb beim DFB-Sportgericht.

Sportgericht und Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes haben aufgrund der Corona-Pandemie alle offenen Verfahren ausgesetzt. Über das weitere Vorgehen in diesen Fällen wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden“, hat der DFB diese Woche auf Anfrage mitgeteilt. 

Dietmar Hopp: DFB-Sportgericht ruht

Offenbar ist man sich beim für Sportgerichtsverfahren zuständigen DFB noch uneins, wie mit den schlagzeilenträchtigen Fällen umgegangen werden soll. In der Corona-Zeit sind die Fans durch die Geisterspiele ohnehin gestraft, Zuschauerausschlüsse würden wohl die nächste Protestwelle hervorrufen.

Zudem würden Geldstrafen nach dem Strafenkatalog des Verbandes die Clubs derzeit besonders hart treffen, da sie massive finanzielle Probleme haben. Da die Geldstrafen in seine gemeinnützige Stiftungen fließen, würde der DFB aber ungern darauf verzichten. 

Dietmar Hopp: TSG-Mäzen wird von Fans beleidigt

Fans aus zahlreichen Vereinen der 1. bis 3. Liga haben sich an den Protesten beteiligt. Mit den wieder aufgeflammten Beleidigungen gegen Hoffenheims Mäzen Hopp wehrt sich die Ultra-Szene nach eigener Darstellung gegen die Kollektivstrafe, die der DFB zunächst ausgesetzt, dann aber gegen die Wiederholungstäter bei Borussia Dortmund wieder eingesetzt hatte.

Beim Skandalspiel Hoffenheim gegen FC Bayern am 29. Februar ist die Partie nach Beleidigungen gegen Hopp in der 77. Minute unterbrochen worden. Beim Stande von 0:6 spielen sich beide Teams danach nur noch den Ball am Mittelkreis zu.

dpa/nwo

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