Hoffenheim-Mäzen im „Fadenkreuz“ 

Dietmar Hopp: Hetze, Hass und Provokationen - Chronologie der Ereignisse 

Die Anfeindungen gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp in den Stadien haben einen in der Bundesliga-Geschichte beispiellosen Tiefpunkt erreicht – eine Chronologie der Ereignisse: 

  • Seit Aufstieg der TSG Hoffenheim: Mäzen Dietmar Hopp wird regelmäßig angefeindet
  • Februar 2020: Dortmund-Fans durch durch den DFB von Auswärtsspielen bei der TSG ausgeschlossen. 
  • Der Hoffenheim Mäzen im„Fadenkreuz“: In mehreren Stadien kommt es zu „Protestaktionen“ gegen Kollektivstrafen.

Die Bundesliga-Geschichte der TSG Hoffenheim geht von Beginn an einher mit Anfeindungen gegnerischer Fans gegenüber ihren Mäzen Dietmar Hopp. Bereits beim ersten Heimspiel gegen Borussia Dortmund (21. September 2008) taucht erstmals ein Transparent mit dem Konterfei Dietmar Hopps in einem Fadenkreuz auf. Es ist der Startpunkt einer Dauerfehde, die sich in den kommenden Jahren dramatisch zuspitzen wird. Durch die kollektive Bestrafung der Dortmunder Anhänger seitens des DFB wird knapp eine Eskalationsspirale in Gang gesetzt. Der Auswärts-Bann für Dortmund-Anhänger bei TSG-Spielen Entwickelt eine verhängnisvolle Eigendynamik. Bundesweit solidarisieren sich Fanszenen mit den Schwarz-Gelben Ultras und provozieren Spielabbrüche. Auf der anderen Seite kritisieren Personen aus dem deutschen Fußball und des öffentlichen Lebens die Vorgehensweise der Fans scharf. HEIDELBERG24 zeichnet die Entwicklung dieser Eskalation in chronologischen Stationen nach:

Dietmar Hopp Anfeindung – August 2011: „Akustik-Affäre“ vertieft Feindschaft

In der Bundesliga-Saison 2011/12 macht die TSG Hoffenheim trotz des 1:0-Heimsiegs gegen Borussia Dortmund Negativschlagzeilen – Schuld daran ist die sogenannte „Akustik-Affäre“. Gästefans werden im Stadion mit Hochfrequenztönen beschallt, um Schmähgesänge gegen TSG-Mäzen Dietmar Hopp zu übertönen. 

Dortmunder Fans halten in Sinsheim Plakate gegen Dietmar Hopp in die Höhe (12. März 2011).

In der Folge entschuldigt sich der Verein dafür in einer Pressemitteilung und verweist darauf, dass ein Mitarbeiter ohne Rücksprache mit den Verantwortlichen eine „entsprechende Apparatur eigenmächtig zum Einsatz gebracht“ hat. Nach eigenen Angaben sind die „nicht mehr erträglichen Beleidigungen gegenüber Herrn Dietmar Hopp“ der Ausgangspunkt seiner Handlungen. Das ohnehin aufgeheizte Verhältnis zwischen Hopp und den BVB-Fans sollte sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. 

Dietmar Hopp Anfeindungen – Mai bis September 2018: BVB-Fans provozieren nach Hopp-Anzeigen 

Nach wiederholten Beleidigungen und Schmähungen seitens der Anhänger von Borussia Dortmund stellt Dietmar Hopp im Mai 2018 Strafanzeige gegen über 30 Personen. Dass juristische Vorgehen des Hoffenheim-Mäzens gegen die Fußball-Fans bliebt von diesen nicht unbeantwortet. „Sollte Hopp tatsächlich glauben, er könne uns mit seinen Verboten mundtot machen, zeigen wir ihm am Samstag, wie falsch er damit liegt“, teilt das Dortmunder Fanbündnis Südtribüne mit. 

Beim nächsten Gastspiel bei der TSG Hoffenheim am 22. September 2018 taucht das Transparent mit Dietmar Hopp im Fadenkreuz wieder auf – diesmal als überdimensionale Blockfahne. 

Dortmunder Fans provozieren mit Block-Fahne beim Auswärtsspiel in Sinsheim (22. September 2020). 

In der Folge bemüht sich BVB-Boss Hans-Joachim Watzke auf der klubeigenen Homepage um Schadensbegrenzung: „Das ist nicht zu akzeptieren! Ich werde mich in der kommenden Woche auch noch persönlich an Dietmar Hopp wenden und diese Entschuldigung vorbringen. So ein Verhalten entspricht in keinster Weise den Werten von Borussia Dortmund“, entschuldigt sich der BVB-Geschäftsführer.

Dietmar Hopp Anfeindungen – November 2018: DFB verurteilt BVB-Fans auf Bewährung   

Die Deeskalationsversuche Watzkes bleiben erfolglos: Das DFB-Sportgericht ahndet die Verunglimpfungen gegen Dietmar Hopp mit einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro und einer Auswärtsspielsperre auf Bewährung. Sollten sich vergleichbares Fehlverhalten wiederholen müsse der BVB in den kommenden drei Spielzeiten in Sinsheim ohne eigene Fans antreten.

Die Aussetzung zur Bewährung kann nur bei einschlägigen Vorfällen gegen Dietmar Hopp in Dortmunder Heim- und Auswärtsspielen gegen Hoffenheim widerrufen werden“, heißt es in der DFB-Mitteilung. Außerdem gilt für die BVB-Anhänger für den Bewährungszeitraum ein Verbot von großen Fahnen sowie von Bannern, Blockfahnen und Doppelhaltern in Pflichtspielen gegen die TSG Hoffenheim

DFB-Sportgerichtsvorsitzender Hans E. Lorenz in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main (Archivbild).

Zugleich empfiehlt der Sportgerichtsvorsitzende Hans E. Lorenz bei ähnlichen Vorfällen einen Spielabbruch und verweist darauf, dass diese Sanktion die Fans eher diszipliniert als die Urteile des DFB.

Dietmar Hopp Anfeindungen – Dezember 2019:  BVB-Fans verstoßen gegen Bewährungsauflagen  

Aufgrund des DFB-Urteils stehen die Anhänger der Schwarz-Gelben bei der nächsten Begegnung in der PreZero Arena erwartungsgemäß unter besonderer Beobachtung. Allen Sanktionen und Verboten zum Trotz entrollen die BVB-Ultras am Abend des 20. Dezember 2019 ein provokatives Banner auf dem zu lesen ist: „Wir scheißen auf dich und die nächsten Jahre.“ 

Zudem sollen im Block vulgäre Schmähgesänge gegen Dietmar Hopp eingestimmt worden sein. Damit stellen die Auswärts-Fans den DFB vor vollendete Tatsachen. Die Reaktion seitens des Verbandes lässt jedoch einige Zeit auf sich warten.

Dietmar Hopp Anfeindungen – Februar 2020: DFB-Sportgericht widerruft Bewährung gegen BVB-Fans 

Nach den abermaligen Anfeindungen gegenüber Dietmar Hopp widerruft das DFB-Sportgericht die Bewährungsstrafe am 21. Februar – damit tritt das am 2. November verhängte Urteil in Kraft. Der BVB akzeptiert den Zuschauerausschluss für alle Pflichtspiele bei der TSG Hoffenheim für die Spielzeiten 2020/21 und 2021/22.

Die Tragweite dieser „Kollektivstrafe“ und der folgende mögliche Widerstand seitens der Ultra-Szene ist den Juristen beim DFB offenbar bewusst. Unlängst hat der Verband den Fanvertretern eine Abkehr von Kollektivstrafen zugesagt und dadurch vorübergehend für Entspannung im beiderseitigen Verhältnis gesorgt.

So bemüht sich der Sportgerichtsvorsitzende des DFB um Relativierung und fügt hinzu: „Das heutige Urteil ist aber keine Abkehr von der in den letzten Jahren praktizierten Linie, unsportliches Verhalten von Zuschauern mit Geldstrafen zu ahnden. Der Zuschauerausschluss bleibt eine Option für schwerwiegende Ausnahmefälle, in denen eine Geldstrafe unangemessen wäre.“ 

Dietmar Hopp Anfeindungen – Februar 2020: Fadenkreuz-Motiv in Gladbach 

Februar 2020 Die Reaktion der Ultra-Szene lässt nicht lange auf sich warten. Bereits zwei Tage nach dem Widerruf der Bewährungsstrafe muss der Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und der TSG Hoffenheim unterbrochen werden. 

Anlass ist ein Transparent im Gladbacher Fan-Block. Aus Protest gegen die Kollektivstrafe des DFB solidarisieren sich Gladbacher Anhänger mit den BVB-Fans und zeigen Dietmar Hopps Konterfei ebenfalls im bekannten Fadenkreuz-Motiv. Hinzukommt ein vulgäres Transparent auf dem zu lesen ist: „H****söhne beleidigen einen H****sohn und werden von H****söhnen bestraft". 

Mönchengladbacher Ultras zeigen ein Transparent mit dem Konterfei von Dietmar Hopp (22. Februar 2020).

Daraufhin unterbricht Schiedsrichter Dr. Felix Brych die Partie umgehend. Erst nachdem Gladbach-Manager Max Eberl und Kapitän Lars Stindl in die Kurve gehen und nachdrücklich auf die Urheber einreden, brechen die Fans ihre Aktion ab und das Spiel kann fortgesetzt werden. 

Nach Spielschluss gibt TSG-Trainer Alfred Schreuder bekannt einen Spielabbruch erwogen zu haben: „Ich habe gesagt, wenn die Plakate nicht weggehen, dann gehen wir einfach heim. Wir wären vom Platz gegangen, dann hätten sie die drei Punkte haben können“, so der 47-Jährige.

Dietmar Hopp Anfeindungen – Februar 2020: „Nichtsangriffs-Pakt“ von Sinsheim  

Der Eklat im Borussia Park sollte aber lediglich das Vorspiel für eine weitaus dramatischere Eskalation am kommenden Wochenende sein: Beim Spiel der TSG Hoffenheim gegen den Rekordmeister FC Bayern München steht Dietmar Hopp wieder im Mittelpunkt. 

Obgleich der deutsche Deutsche Meister die Hoffenheimer an die Wand spielt und zur 62. Minute bereits mit 0:6 führt, gerät das sportliche an diesem geschichtsträchtigen Bundesliga-Nachmittag in den Hintergrund. 

Abermals wird Dietmar Hopp auf Transparenten als „H****sohn“ beschimpft, diesmal von den Bayern-Anhängern. Referee Christian Dingert bricht die Partie (67.) zunächst kurzzeitig ab. Als weitere verbale Schmähungen gegen Hopp aus dem Bayern-Block ertönen, schickt der Schiedsrichter die Spieler vom Feld.

Nach der zweiten Unterbrechung vereinbaren beide Mannschaften einen Nichtangriffs-Pakt und schieben sich das Spielgerät ab der 75. Minute bis zum Schlusspfiff gemächlich hin und her. Während der Solidaritäts-Demonstration stehen Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge und Dietmar Hopp gemeinsam am Spielfeldrand. 

Dietmar Hopp (l) und Karl-Heinz Rummenigge bedanken sich bei den Fans (29. Februar 2020).

Im Anschluss bedanken sich Spieler beider Mannschaften, sowie Rummenigge und Hopp mit Applaus bei den Fans in der Hoffenheimer Südkurve, die mit „Dietmar-Hopp“-Sprechchören ihre Unterstützung bekunden.

Dietmar Hopp Anfeindungen – Solidaritäts-Bekundungen aus dem deutschen Fußball 

In der Folge schlagen die Ereignisse von Sinsheim hohe Wellen – viele Protagonisten des deutschen Fußballs nehmen Stellung: 

  • Christian Seifert, Geschäftsführer der DFL: „Die permanenten Anfeindungen gegen Dietmar Hopp sind schon lange nicht mehr hinnehmbar und auf das Schärfste zu verurteilen. Wir haben diesbezüglich einen traurigen Höhenpunkt erlebt, dafür gibt es keine Entschuldigung“, so der Fußball-Funktionär in einer Stellungsnahme.
  • Fritz Keller, DFB-Präsident:„Wir haben Hassbilder und Neid in unserer Gesellschaft und jetzt auch im Fußball. Wir müssen jetzt alle an einem Strang ziehen. Jetzt muss durchgegriffen werden. So geht es nicht mehr weiter" verurteilt Keller im ZDF-Sportstudio die Beleidigungen gegen Dietmar Hopp. 
  • Max Eberl, Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach: „Bayern und Hoffenheim haben eine Reaktion gezeigt, wie wir Sportler uns das vorstellen. Wir wollen Fußballspiele sehen, wollen Spaß am Spiel haben, wollen versuchen, Kontrahenten zu schlagen. Wollen keine Schmähplakate und Hetzplakate haben. Es ist ein tiefes, gesellschaftliches Problem, das ist traurig“, äußert sich der Borusse gegenüber Sky.
  • Hasan Salihamdzic, Sportdirektor Bayern München: „Es war heute ein trauriger Tag, ein Tiefpunkt. Beschämend. Hass und Intoleranz haben im Fußball und in der Gesellschaft nichts verloren. Die Bundesliga hat sich klar positioniert, der FC Bayern hat sich da klar positioniert, das haben wir heute sehr klar gemacht,“ kommentiert der ehemalige bosnische Nationalspieler auf Twitter
  • Herbert Hainer, Präsident Bayern München: „Wir alle beim FC Bayern sind auch heute noch fassungslos über die gestrigen Vorfälle in Hoffenheim. Wir schämen uns für das Verhalten einiger weniger sogenannter ‚Fans‘ in der Kurve des FC Bayern während des Spiels. Dietmar Hopp wurde von ein paar Chaoten per Spruchband aufs Übelste beleidigt. Er wurde diffamiert, aus der Distanz, anonym, namenlos, feige. Die Geschehnisse gestern waren ein absoluter Tiefpunkt“, teilt der Bayern-Präsident in einem offenen Brief an Mitglieder und Fans mit. 
  • Christian Streich, Trainer des SC Freiburg: Hetze wie die gegen Dietmar Hopp ist nach Ansicht des Freiburgers „absolut nicht hinnehmbar“: „Wenn solche Dinge passieren oder Spieler beleidigt werden, die eine andere Hautfarbe haben oder einen anderen religiösen Glauben. Dann müssen wir vom Platz runtergehen, und dann ist das Spiel beendet. Weil es gibt Wichtigeres als Fußball, und da werde ich voll mitziehen. Da gibt es für mich keine zwei Meinungen“, sagt der Coach nach der Partie bei Borussia Dortmund in der Pressekonferenz. Parallel zum Eklat in Sinsheim kommt es auch im Dortmunder Stadion beim Spiel gegen den SC Freiburg zu einer Spielunterbrechung nach beleidigenden Gesängen gegen Dietmar Hopp. 

Dietmar Hopp Anfeindungen: Kritik der Fußballfans am „Plastikklub“ TSG Hoffenheim 

Nach Ansicht der unangepassten Ultra-Szene ist die TSG Hoffenheim ein vom traditionellen Fußball entwurzeltes künstliches Konstrukt und damit seelenloser Verein. Wiederholt mangelt es der TSG Hoffenheim bei Auswärtsspielen an Unterstützung mitreisender Anhänger, wodurch in der Vergangenheit auch ein Sonderzug storniert werden muss.

Weiterhin gelten in Ultra-Kreisen die Zuschauer in der Sinsheimer Arena nicht als authentische Fußballfans, sondern sind lediglich „Event-Besucher“. Eine Einschätzung, die sich beispielsweise durch die Kritik des Hoffenheim-Präsidenten an den eigenen Fans bestätigt sieht: „Dass einige Zuschauer am Samstag im Spiel gegen Düsseldorf beim Stand von 1:0 gepfiffen haben, kann ich nicht nachvollziehen“, zeigt sich Peter Hofmann auf der TSG-Mitgliederversammlung 2019 enttäuscht. So wird der Klub, der lediglich durch das massive finanzielle Engagement Dietmar Hopps in die Bundesliga aufgestiegen ist, gerne als „Plastikklub“ verschmäht.

Hinzukommt, die für die deutsche Fußballkultur wichtige 50+1-Regel, wonach es Investoren verboten ist, die Stimmenmehrheit bei ausgegliederten Fußballvereinen zu übernehmen. Hopp wird vorgeworfen gegen diese zu verstoßen und aktiv ins operative Geschäft einzugreifen. Und tatsächlich hat die Deutsche-Fußball-Liga im Jahr 2014 eine Ausnahmegenehmigung erteilt, weil Dietmar Hopp die TSG Hoffenheim bereits mehr als 20 Jahre gefördert hat.

Dietmar Hopp Anfeindungen: Fanorganisationen und -Verbände zu den Anti-Hopp-Aktionen 

Die umfassende Verurteilung der Hetze gegen Dietmar Hopp wird auf Seiten der Fans und Fanvertreter mit rechtfertigenden Stellungsnahmen beantwortet. Damit beginnt ein Kampf um die Deutungshoheit der Anti-Hopp-Aktionen

  • Red Fanatic und Schickeria, Fanorganisationen FC Bayern München: In der bayerischen Landeshauptstadt zeigen man vom „Ausmaß des Shitstorms überrascht“: „Dass unser Spruchband gestern beim Spiel gegen Hoffenheim sicherlich für mediale Aufmerksamkeit sorgen würde, war uns klar und folglich bewusst gewählt. Bei der Wortwahl handelte es sich nicht um unseren üblichen Stil, sondern um einen eindeutigen Bezug zu dem sanktionierten Spruchband der Dortmunder“, so „Red Fanatic“ und „Schickeria“ auf suedkurve-muenchen.org. 
  • FPMG Supporters Club, Fanorganisation Borussia Mönchengladbach: Auch in Gladbach ist eine generelle Distanzierung zur Anti-Hopp-Polemik nicht in Sicht: „Der Unmut richtete sich gegen die jüngst von Seiten des DFB verhängten Kollektivstrafen und ist grundsätzlich legitim.
  • Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte e.V.: Das 3-Stufen-Modell ist„bei kaum einem Vorfall von Rassismus, Sexismus oder ähnlichem bisher so konsequent und klar, wie am vergangenen Samstag in Hoffenheim, angewendet worden“, kritisiert BAG-Sprecherin Sophia Gerschel in einer Pressemitteilung und fügt hinzu: „Ganze Fangruppen aufgrund von Beleidigungshandlungen einzelner pauschal zu verurteilen, auszuschließen und zum Sündenbock für jegliche Diskriminierung im Stadion machen zu wollen, ist nicht nachvollziehbar, verhältnismäßig und schon gar nicht fair.“

Dietmar Hopp zeigt sich ernüchtert 

Der Hoffenheim-Mäzen selbst lehnt einen möglich Dialog mit gegnerischen Fans und Fan-Vertretern kategorisch ab. Dabei verweist er in einem Interview auf der Homepage der TSG Hoffenheim auf negative Erfahrung aus der Vergangenheit. 

Bereits im Jahr 2010 bleibt ein solches Gespräch ergebnislos. Ein weiteres Treffen mit „Schwarzgelb“ aus Dortmund imDietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim habe ebenfalls keine Verbesserung der Situation bewirkt:„Die Beleidigungen nahmen eher noch zu. Deshalb ist das für mich keine Option mehr. Ich sehe keinen Sinn darin, mich mit Menschen auseinanderzusetzen, denen ich noch nie etwas getan habe, die mich seit Jahren grundlos massiv beleidigen und gar keinen Konsens wollen", so Dietmar Hopp auf der Vereinseigenen Website. 

Die Fronten scheinen verhärteter denn je: Der Deutsche Fußball Bund sowie Dietmar Hopp auf der einen und die Ultras auf der anderen Seite stehen sich weiterhin unversöhnlich gegenüber.

esk 

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © picture-alliance/dpa 

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