Coronavirus-Krise

Dietmar Hopp kontert BVB-Boss Watzke: „Es schlägt die Stunde der Solidarität“

Hoffenheim – Das Coronavirus stellt die Bundesliga vor große Herausforderungen. Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp plädiert für Solidarität - und widerspricht damit BVB-Boss Watzke:

  • Bundesliga-Pause wegen Coronavirus.
  • Geisterspiele bis Saisonende?
  • Dietmar Hopp fordert EM-Absage.

Update vom 17. März: Dietmar Hopp hat sich im Zuge der finanziellen Unsicherheit aufgrund der Coronavirus-Krise für Solidarität unter den Vereinen ausgesprochen. „Es schlägt die Stunde der Solidarität. Der Starke hilft dem Schwachen. Ich würde mir wünschen, dass dieser sehr naheliegende Solidaritätsgedanke bei allen Protagonisten der Bundesliga Konsens ist“, sagt Hopp in einem Interview auf der TSG-Homepage. 

Für die Idee eines Solidarfonds hege der Hoffenheim-Mäzen „durchaus Sympathie“. Und weiter: „Da darf es keine Denkverbote geben. Wir bei der TSG werden ganz sicher eine Idee ausarbeiten, wie wir als Klub der Region unseren Beitrag in dieser Notsituation leisten können.“ 

Dietmar Hopp kontert BVB-Boss Watzke

Damit schließt sich Hopp, der am 26. April seinen 80. Geburtstag feiert, den Aussagen von Uli Hoeneß an. Der Ehrenpräsident von Rekordmeister FC Bayern München hat über den Sport hinaus in den aktuellen Zeiten für ein Gemeinschaftsgefühl geworben. „Die Großen müssen den Kleinen helfen, die Deutschen müssen den Italienern helfen und so weiter. Das ist eine einmalige Chance, sich in ganz Europa zu solidarisieren“, so Hoeneß im Sport1-Doppelpass. 

Dagegen hat sich Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke eher ablehnend geäußert. „Am Ende können nicht die Klubs, die ein bisschen Polster angesetzt haben in den letzten Jahren, die Klubs, die das nicht getan haben, dafür auch noch belohnen“, sagte er in der ARD-Sportschau. (SID)

Wenige Wochen später sorgt ein Auftritt von Dietmar Hopp im ZDF-Sportstudio für Aufsehen. Dabei gerät auch das ZDF in die Kritik.

Dietmar Hopp: Geisterspiele keine Option

Erstmeldung vom 16. März: Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp hat sich trotz der Krise wegen des Coronavirus gegen eine Beendigung der laufenden Bundesliga-Saison mit Geisterspielen ausgesprochen. „Die Saison kann man locker in vier Wochen durch englische Wochen im Juni noch ausspielen. Aber die Saison vor leeren Rängen fertig zu spielen, halte ich für lächerlich“, sagt Hopp im Interview mit Sport1.

Dietmar Hopp: Spiele ohne Zuschauer „lächerlich“

Derzeit ist die Bundesliga wegen des Virus unterbrochen, die Verschiebung der Fußball-EM könnte den Vereinen zusätzliche Zeit bis Ende Juni bringen. Für Dietmar Hopp ist klar, dass das paneuropäische Turnier in zwölf Ländern in diesem Sommer nicht gespielt werden kann. 

Eine EM muss abgesagt werden, das Turnier könnte im nächsten Jahr gespielt werden. Das hätte den Vorteil, dass es keine Club-WM geben würde, dieses Turnier wäre sowieso nicht angebracht“, erklärt der Milliardär. Die Biotech-FirmaCureVac, deren Hauptinvestor Hopp ist, arbeitet momentan an einem Impfstoff gegen das Coronavirus

An seinem 80. Geburtstag erhält Hopp Glückwünsche von Ex-TSG-Trainer Julian Nagelsmann. In einem Brief bezieht der Leipzig-Coach auch Stellung zu den Anfeindungen gegen Hopp.

dpa/nwo

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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