Hass-Plakate gegen Dietmar Hopp

Protest gegen Hopp und DFB: Ultras drohen mit Spielabbrüchen!

Nach dem Eklat um Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp haben die Ultras angekündigt, am kommenden Spieltag erneut protestieren zu wollen. Dabei würden sie auch Spielabbrüche in Kauf nehmen:

  • Eklat um Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp.
  • Hopp wird von Bayern-Fans beleidigt.
  • Auch bei den Bundesliga-Spielen in Dortmund, Köln und Berlin wird Hopp angefeindet. Ultras kündigen weitere Proteste an.

Update vom 6. März: Ungeachtet einer ersten Annäherung zwischen DFB, DFL und Fanvertretern haben Ultras aus ganz Deutschland für den anstehenden Spieltag in der Fußball-Bundesliga weitere Proteste bis hin zu möglichen Spielabbrüchen angekündigt. 

Wir Fans werden die Praxis vom letzten Spieltag nicht einfach so hinnehmen und im Zweifel weiter Unterbrechungen und auch Abbrüche in Kauf nehmen“, kündigt der Zusammenschluss ‚Fanszenen in Deutschland‘ am Freitag in einer Erklärung an. 

Dietmar Hopp: Ultras kündigen weitere Proteste an

Die Fangruppierungen fordern vom DFB die Abschaffung von Kollektivstrafen und die „sofortige Aufhebung der gegen Borussia Dortmund ausgesprochenen Zuschauerausschlüsse“, heißt es weiter. Das DFB-Sportgericht hat die BVB-Fans wegen fortgesetzter Schmäh- und Hassplakate gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp für die nächsten zwei Jahre von den Bundesligaspielen in Sinsheim ausgeschlossen. 

Neben der Wiedereinführung von Kollektivstrafen werfen die Fan- und Ultragruppen dem DFB zudem Zensur vor, weil es zuletzt auch wegen Plakaten ohne beleidigenden Inhalt zu Spielunterbrechungen gekommen ist. „Die tatsächliche Schande der vergangenen Wochen liegt im Verhalten der Verbände, allen voran des DFB.“ Unter dem neuen Präsidenten Fritz Keller habe sich „nichts zum Positiven verändert“. Dem DFB wird vorgeworfen, kein „ernsthaftes Interesse an einem Dialog“ zu haben. 

Dietmar Hopp: Kommt es zu einem Spielabbruch?

Am Donnerstag haben sich Fanvertreter in Frankfurt mit DFL-Boss Christian Seifert und DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius zu einem längeren Gespräch getroffen. Die Verbände haben dabei angekündigt, „für den kommenden Spieltag für höhere Handlungssicherheit sorgen zu wollen, zum Beispiel durch eine bessere Information der Schiedsrichter*innen. Aber auch der Öffentlichkeit“, heißt es in einer Mitteilung des Bündnisse ‚Unsere Kurve‘. Wenige Wochen später macht Dietmar Hopp im ZDF-Sportstudio den Ultras ein Friedensangebot, was allerdings für viel Kritik sorgt. Auch die Vorgehensweise des ZDF wird kritisiert.

Dietmar Hopp: Fans von Eintracht Frankfurt kritisieren DFB und DFL

Update vom 5. März: Die Fans von Eintracht Frankfurt haben vor dem Beginn des Viertelfinalspiels im DFB-Pokal gegen Werder Bremen mit Spruchbändern friedlich gegen den DFB und die DFL protestiert. „Unser Fußball durch euch verkauft, euer Dialog nur Schall und Rauch“ oder „Die Funktionäre sind das hässliche Gesicht des Fußballs, nicht die Fans“, ist auf den Bannern in der Fankurve der Eintracht-Fans zu lesen. 

Dietmar Hopp: Eintracht Frankfurt mit Plakataktion

In Anlehnung an die jüngsten Vorfälle am vergangenen Wochenende, als mehrere Bundesligaspiele wegen des Fanprotestes gegen die Kollektivstrafen unterbrochen werden mussten, gibt es aber auch ein an Eintracht-Trainer Adi Hütter adressiertes Plakat mit dem humorvollen Spruch: „Adi, meld' dich, wenn du 'ne Spielunterbrechung brauchst.

Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp, zuletzt von mehreren Fangruppen massiv beleidigt, ist in der zweiten Halbzeit ebenfalls ein Spruchband gewidmet worden. Die Aufschrift „Dietmar Hopp, du Sohn einer Mutter“, ist von Schiedsrichter Felix Zwayer nicht als Grund für eine Spielunterbrechung gewertet worden. (dpa)

Auch an anderer Stelle macht Dietmar Hopp unfreiwillig Schlagzeilen. Die Biotech-Firma CureVac, bei der Hopp Hauptinvestor ist, gerät ins Visier von US Präsident Donald Trump. Forscher arbeiten dort an einem Impfstoff gegen das Coronavirus.  

Dietmar Hopp: Union-Fans sorgen fast für Abbruch

Update vom 1. März: Wegen erneuter Schmähplakate gegen Dietmar Hopp ist am Sonntag auch das Bundesliga-Spiel zwischen Union Berlin und dem VfL Wolfsburg unterbrochen worden. Auf dem Banner im Union-Fanblock ist das Gesicht von Hopp im Fadenkreuz zu sehen, zudem ist der Hoffenheim-Mäzen übel beleidigt worden. 

Dietmar Hopp im Fadenkreuz: Plakat im Block von Union Berlin

Schiedsrichter Bastian Dankert schickt beide Mannschaften in die Kabine, Union-Kapitän Christopher Trimmel geht vor den Block und redet mit dem Vorsänger der Fans. „Bei einer weiteren Aktion dieser Art wird das Spiel abgebrochen“, sagt der Stadionsprecher. „Ihr gefährdet den Erfolg unseres Vereins. Es ist nichts zu gewinnen, auf diese Weise, ich bitte um euer Verständnis.“ 

Fans von Union Berlin üben deutliche Kritik an DFB

Bereits wenige Minuten zuvor ist ein anderes, den DFB angreifendes Banner bei den Köpenickern zu sehen gewesen und die Partie kurzzeitig unterbrochen. Dazu skandierten die Fans: „Ihr macht unseren Sport kaputt.

Die Berliner Ultra-Gruppierung „HammerHearts 2004“ rechtfertigte sich umgehend in einer längeren Stellungnahme. „Der Doppelhalter (...) ist keine Morddrohung. Er ist aber ganz klar provokant und kritisiert eine Person und eine stetige Entwicklung. Heute steht er jedoch vor allem entgegen schleichender Zensur und für die Ausdrucksfreiheit der Kurven“, steht darin. 

Union Berlin: Plakate gegen Dietmar Hopp und DFB

Für die erste Kritik am DFB äußert Union-Manager Oliver Ruhnert Verständnis. „Dass man Kritik an Dingen äußert, sachlich, da muss man auch bereit sein, kritische Worte zu akzeptieren.“ Er habe allein deshalb „keinen Grund“ gesehen einzugreifen, sagte er. „Dann muss ich jedes Spiel unterbrechen.

Am Sonntagmorgen hat sich Hopp selbst zu den Schmähungen der Bayern-Fans geäußert. „Ich kann mir nicht erklären, warum die mich so anfeinden. Das erinnert an ganz dunkle Zeiten“, so Hopp gegenüber Sport1. Die Polizei hat inzwischen eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Eklat um Dietmar Hopp: Fans beleidigen Hoffenheim-Mäzen

Erstmeldung vom 29. Februar: Auch beim Bundesligaspiel am Samstagabend in Köln ist Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp mit einem Plakat beleidigt worden. Die Partie zwischen dem 1. FC Köln und Schalke 04 ist nach der Halbzeit beim Stand von 2:0 für die Gastgeber erst mit Verspätung wieder angepfiffen worden.

1. FC Köln: Fans entrollen Plakat gegen Dietmar Hopp

Die Kölner Mannschaft um Kapitän Jonas Hector, Trainer Markus Gisdol, der vor einigen Jahren in Hoffenheim tätig gewesen ist, und Manager Horst Heldt eilen zur Fankurve, um das Geschehen zu beruhigen. Nach kurzer Zeit rollen die Fans ihr Transparent ein.

Fotos: Bayern-Fans beleidigen Dietmar Hopp - Spiel muss zweimal unterbrochen werden

Auch beim Spiel Borussia Dortmund gegen den SC Freiburg ist Hopp mit Sprechchören beleidigt worden. Die Partie ist daraufhin kurzzeitig unterbrochen worden.

Hopp-Plakate: Bayern-Fans sorgen für Skandal

Das Heimspiel der TSG Hoffenheim gegen den FC Bayern München ist aufgrund von Hass-Plakaten der Bayern-Fans gegen Dietmar Hopp gleich zweimal unterbrochen worden. In der Schlussphase haben die Spieler ein Zeichen gesetzt und haben den Ball symbolisch hin und her gespielt. Alle Reaktionen auf das Skandal-Spiel in Sinsheim kannst Du hier nachlesen. Am kommenden Samstag (7. März/15:30 Uhr, live auf Sky und im HEIDELBERG24-Ticker) gastiert Hoffenheim beim FC Schalke 04. 

nwo/dpa/SID

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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