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Fan-Schock in der Bundesliga: Politik sorgt für leere Ränge – Geisterspiele kehren zurück!

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Von: Nils Wollenschläger, Tobias Becker

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Aufgrund der Corona-Lage werden Großveranstaltungen künftig bundesweit ohne Zuschauer ausgetragen. Davon ist nicht nur die Fußball-Bundesliga betroffen:

Update vom 21. Dezember, 20 Uhr: Keine Fans, keine Gesänge, kein Umsatz - jetzt ist es knallharte Realität: Die Geisterspiele kehren in der Fußball-Bundesliga zurück. Im Corona-Gipfel am Dienstag hat die Politik entschieden, dass ab dem 28. Dezember keine Zuschauer bei überregionalen Sport-Großveranstaltungen zuzulassen. So sagte Neu-Kanzler Olaf Scholz, dass die Entscheidung „insbesondere Fußballspiele“ betrifft.

Der Profi-Fußball kehrt am 07. Januar in die dann leeren Stadien zurück. Den Auftakt in der ersten Bundesliga macht Rekordmeister Bayern München im eigenen Stadion gegen Gladbach. Das Unterhaus startet, wie die dritte Liga mit dem SV Waldhof Mannheim auch, eine Woche später. Vom Corona-Beschluss ist nicht nur der Fußball betroffen, sondern auch Hallensportarten wie Handball, Basketball oder Eishockey. Wie lange die getroffene Regelung gilt, ist noch unklar.

Schock für Profiklubs – Rückkehr der Geisterspiele rückt näher

Update vom 21. Dezember: Im deutschen Profisport wird es in den kommenden Wochen atmosphärisch wohl sehr ruhig. Wie der Sport-Informations-Dienst (SID) berichtet, geht in der Beschlussvorlage des Bund-Länder-Treffen am Dienstag hervor, dass die Geisterspiele im Sport zurückkehren könnten. Demnach sollen „überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen“ ab dem 28. Dezember wieder komplett ohne Zuschauer stattfinden. Davon betroffen wäre nicht nur die Fußball-Bundesliga, sondern auch andere große Ligen wie die DEL, HBL und BBL. Zuletzt hat bereits Baden-Württemberg die Corona-Maßnahmen verschärft. Die Clubs aus Baden-Württemberg durften ihre Spiele nur noch mit maximal 750 Zuschauern austragen.

Baden-Württemberg: VfB Stuttgart, TSG Hoffenheim und Co. drohen Geisterspiele

Update vom 3. Dezember: In Baden-Württemberg werden Großveranstaltungen angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage untersagt. Das hat die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfahren. Demnach gilt eine „harte Obergrenze“ von 750 Personen. Betroffen sind dabei im Profifußball der VfB Stuttgart, SC Freiburg, TSG Hoffenheim* (alle Bundesliga), SV Sandhausen, Karlsruher SC, 1. FC Heidenheim (alle 2. Bundesliga) sowie die Drittligisten SV Waldhof Mannheim und SC Freiburg II. Die Regeln sollen am Samstag in Kraft treten.

Baden-Württemberg will Geisterspiele im Fußball einführen – Regelung ab Donnerstag?

Update vom 30. November: Die Fußball-Vereine in Baden-Württemberg müssen sich künftig wieder auf Geisterspiele einstellen. Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hat am Dienstag angekündigt, dass es aufgrund der Corona-Lage weitere Einschränkungen öffentlicher Veranstaltungen geben wird. Man werde „ziemlich sicher“ regeln, dass Fußballspiele und Sportgroßveranstaltungen nur noch ohne Publikum stattfinden können, sagt der Grünen-Politiker in Stuttgart.

Laut Kretschmann sollen die Maßnahmen in dieser Woche beschlossen bzw. bereits ab Donnerstag in Kraft treten. Im Profifußball wären der VfB Stuttgart, SC Freiburg, TSG Hoffenheim* (alle Bundesliga), SV Sandhausen, Karlsruher SC, 1. FC Heidenheim (alle 2. Bundesliga) sowie die Drittligisten SV Waldhof Mannheim und SC Freiburg II betroffen.

Hoffenheim, VfB Stuttgart und Co. betroffen – Geisterspiele in Baden-Württemberg

Erstmeldung vom 29. November: Nach einer Saison mit fast ausschließlich Geisterspielen finden die Partien im Profifußball seit dieser Spielzeit wieder vor größeren Kulissen statt. Dies könnte sich nun zumindest in Baden-Württemberg ändern. Darüber berichtet HEIDELBERG24*. Die Landesregierung will am Montag und Dienstag über weitere Corona-Verschärfung beraten. Grund sind die weiterhin hohen Corona-Zahlen.

Landesregierung Baden-Württemberg kündigt an: Geisterspiele im Fußball kommen

Wie Regierungssprecher Arne Braun der Deutschen Presse-Agentur bestätigt, sollen in den kommenden Wochen keine Zuschauer mehr in die Stadien dürfen. Davon betroffen wären VfB Stuttgart, SC Freiburg, TSG Hoffenheim* (alle Bundesliga), SV Sandhausen, Karlsruher SC, 1. FC Heidenheim (alle 2. Bundesliga) sowie die Drittligisten SV Waldhof Mannheim und SC Freiburg II.

Auch die Bundesliga-Heimspiele der TSG Hoffenheim werden wohl künftig wieder ohne Zuschauer ausgetragen.
Auch die Bundesliga-Heimspiele der TSG Hoffenheim werden wohl künftig wieder ohne Zuschauer ausgetragen. © Thomas Kienzle/dpa

Aber es ist klar, dass im Profifußball Geisterspiele kommen“, so Braun. Bereits durch die Alarmstufe II haben die Klubs ihre Kapazitäten* reduzieren müssen. Die Obergrenze liegt aktuell bei 25.000 Zuschauern. Dabei gilt die 2-Plus-Regel. Bedeutet: Es dürfen nur geimpfte und genesene Personen ins Stadion, die zusätzlich auch noch einen Test vorweisen müssen.

Hoffenheim, VfB Stuttgart und Co. – Ab sofort wieder Geisterspiele?

Die neue Virusvariante, die sich zuspitzende Lage auf den Intensivstationen in vielen Regionen, das weiter nicht gebremste exponentielle Wachstum - all das macht schnelles Handeln notwendig“, sagt Regierungssprecher Braun. Das Bundesland Sachsen hat bereits Zuschauerausschlüsse bis mindestens 12. Dezember beschlossen.

Ich muss sagen, dass Geisterspiele für uns jammerschade wären. Emotional natürlich auch, aber vor allem finanziell“, sagt Thomas Hitzlsperger, Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart, dem SWR. „Wir sind ein großer Verein. Wir haben eine große Stadionkapazität und sind auch abhängig von den Ticketing-Erlösen. Wenn die wegbrechen, dann spüren wir das sehr deutlich. Deswegen sind Geisterspiele für uns wirklich dramatisch“, so der Ex-Nationalspieler weiter. (nwo) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN-MEDIA.

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