TSG vs HSV

1:3 – Hoffenheim entführt wichtige Punkte aus Hamburg

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Hoffenheims Andrej Kramaric (3. v.r.) feiert sein Elfmeter-Tor zum 0:1.

Hamburg/Hoffenheim - Die TSG 1899 Hoffenheim hat durch einen 3:1-Sieg beim Hamburger SV die direkten Abstiegsplätze in der Fußball-Bundesliga verlassen - der erste Auswärtserfolg seit knapp einem halben Jahr.

Julian Nagelsmann und seine TSG setzen die Aufholjagd in der Fußball-Bundelsiga fort.

Durch die Treffer von Andrej Kramaric (19. Minute/Foulelfmeter), Kevin Volland (23.) und des eingewechselten Eduardo Vargas (67.) konnte sich ‚Hoffe‘ drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sichern und verlässt dadurch vorerst die direkten Abstiegsplätze. Das 1:3 bedeutet für den HSV die erste Niederlage vor heimischem Publikum seit zwei Monaten.

FOTOS: 1:3 – Hoffenheim entführt wichtige Punkte aus Hamburg

In der turbulenten Partie sind die Hoffenheimer in der ersten Halbzeit die überlegene Mannschaft. Mit wenigen Pässen hebeln sie mehrfach die HSV-Abwehr aus und hätten zur Pause eigentlich deutlicher führen müssen. Ohne Kapitän Johan Djourou, der unter einem Virusinfekt leidet und zunächst mit Training aussetzen muss, fehlt es der Hamburger Abwehr an Überblick.

HSV-Torwart René Adler bewahrt seine Mannschaft mit sehenswerten Aktionen lange Zeit vor einem Rückstand. In der vierten Minute zeigt er eine spektakuläre Doppelparade. Erst lenkt er den Ball nach einem Kramaric-Heber an den Pfosten, dann wirft er sich in den Nachschuss von Mark Uth.

Riesenglück hat Adler, dass ihn Schiedsrichter Knut Kircher nicht vom Platz stellt, als er den durchgebrochenen Volland im Strafraum von den Beinen holt und nur Gelb kassiert (22.). 

Den fälligen Elfmeter verwandelt Kramaric sicher. Als Adler einen Rückpass von Matthias Ostrzolek in höchster Not mit der Hand aufnimmt (22.), gibt es für die Gäste einen indirekten Freistoß im Strafraum. Den an der Fünf-Meter-Linie abgelegten Ball hämmert Volland kaltschnäuzig ins HSV-Tor.

Nach einem Handspiel des Hoffenheimer Innenverteidigers Pavel Kaderabek erkennt der Unparteiische diesmal auf Elfmeter für die Hamburger. Den Strafstoß verwandelt Aaron Hunt lässig mit einem Schüsschen in die Tormitte, während 1899-Schlussmann Oliver Baumann in die linke Ecke springt. War die lautstarke Unterstützung der Zuschauer nach dem 0:2 zunächst verstummt, so peitschen die Fans die Platzherren nach dem Anschlusstreffer wieder nach vorn.

Das Fehlen von Flügelspieler Nicolai Müller, dem mit sieben Toren besten Torschützen der Gastgeber, kann Michael Gregoritsch nicht kompensieren. Der Österreicher, der wegen einer Sprunggelenksverletzung sieben Spiele ausgesetzt hatte, macht nach einer Stunde Platz für den Ex-Hoffenheimer Sven Schipplock. Als der eingewechselte Vargas einen erneuten Konter der Gäste zum 3:1 abschließt, ist die Partie jedoch entschieden.

dpa/rob

Quelle: Mannheim24

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