Geschmacklos-Aktion von Gladbach-Fans

Hassplakat gegen Hopp: Jetzt ermittelt der DFB!

1899 Hoffenheim - Borussia Mönchengladbach
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Gladbacher Fans halten zu Spielbeginn gegen die TSG ein Spruchband mit der Aufschrift "Und ihr? Huren eines Fussballmörders!" hoch.

Hoffenheim - Nach dem Hassplakat gegen Dietmar Hopp hat der TSG-Mäzen Strafanzeige gestellt. In der Sache ermittelt nun auch der Kontrollausschuss des DFB.

Es waren hässliche Szenen, die sich vor dem Anpfiff beim Heimspiel der TSG Hoffenheim am Samstag (28. Oktober) zugetragen haben, als plötzlich zahlreiche Fans der Gladbacher ein Transparent hochhalten, das sich mit den Worten „Und ihr? Huren eines Fußballmörders“ nicht nur gegen die Anhänger der Kraichgauer, sondern auch gegen Dietmar Hopp richtet.

Leider kein Einzelfall für Hopp: Der 77-jährige SAP-Mitbegründer geht mittlerweile massiv gegen Hass-Plakate und Schmähgesänge vor, die es in der Bundesliga leider regelmäßig gegen ihn gibt – so auch in diesem Fall.

Wie nun bekannt wurde, hat sich auch der Kontrollausschuss des DFB eingeschaltet und die Ermittlungen aufgenommen.

>>> So kam das Hassplakat der Gladbach-Fans ins Stadion

Sowohl Gladbachs Sportdirektor Max Eberl und Trainer Dieter Hecking als auch die Hoffenheimer Verantwortlichen und Bundestrainer Joachim Löw, der im Stadion war, hatten die Aktion scharf verurteilt. Gladbach schickte außerdem ein Entschuldigungsschreiben.

Hopp wird seit dem Bundesliga-Aufstieg des einstigen Dorfvereins 2008 immer wieder von gegnerischen Fans in Sprechgesängen und oft auch auf Spruchbändern beleidigt. Hoffenheims Geschäftsführer Hansi Flick äußerte die Hoffnung, „dass der DFB und die DFL alles unternehmen, diese menschenverachtenden Äußerungen zu unterbinden und drastisch zu sanktionieren“.

Fotos von der Niederlage gegen Gladbach

Nicht der einzige unschöne Vorfall beim Spiel gegen die Borussia Mönchengladbach: Kurz nachdem Hazard in der 61. Minute zum 1:1-Ausgleich für die Gäste trifft, platzt TSG-Coach Julian Nagelsmann der Kragen. Er will seine Plastikflasche gegen die Wand hinter der Bank werfen, bleibt aber hängen und trifft stattdessen einen Fan auf der Tribüne am Kopf (WIR BERICHTETEN).

>>> „Dumme Aktion!“ Nagelsmann äußert sich zu Flaschenwurf

Direkt im Spielanschluss sucht der 30-jährige Fußballlehrer den Weg auf die Tribüne und entschuldigt sich bei dem Mann und seiner Begleitung. Wie der DFB heute bekannt gab, hat der missglückte Flaschenwurf kein Nachspiel für Nagelsmann.

Der DFB-Kontrollausschuss sieht mit Zustimmung des DFB-Sportgerichts von der Einleitung eines Verfahrens gegen Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann ab, da das Treffen des Zuschauers mit der Plastikflasche unbeabsichtigt war und sich der Trainer nach Spielende persönlich bei dem Zuschauer sowie öffentlich entschuldigt hat“, so die Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes.

Gleichwohl sei Nagelsmann aber schriftlich aufgefordert worden, „ein solches Werfen von Gegenständen im Stadioninnenraum zukünftig zu unterlassen“. Im Wiederholungsfall müsse der 30-Jährige mit einer Anklageerhebung vor dem DFB-Sportgericht rechnen.

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dpa/rob

Quelle: Mannheim24

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