Erfolgscoach Rapp im Interview

Zwischen Mathe-Klausur und ,Königsklasse' - U19 der TSG sorgt für Furore! 

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Die U19 der TSG Hoffenheim sorgt derzeit in der Youth League für Aufsehen. 

Sinsheim - Die Junioren der TSG Hoffenheim begeistern derzeit in der Youth League. Wir haben mit U19-Trainer Marcel Rapp und Youngster Max Geschwill über die Gründe für den Erfolg gesprochen: 

Zehn Punkte aus vier Spielen – so lautet die beeindruckende Bilanz der Hoffenheimer U19 in der Youth League, der ,Champions League der Nachwuchsteams'. 

Während die Jugendmannschaften von Schalke und Dortmund bereits keine Chance mehr auf ein Weiterkommen haben, führen die TSG-Junioren souverän ihre Gruppe an: In packenden Duellen hat man unter anderem die Talentschmiede von Manchester City aus dem Dietmar-Hopp-Stadion geschossen und zuletzt Olympique Lyon ein spektakuläres 3:3-Unentschieden abgetrotzt. 

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Ein überraschender Durchmarsch, mit dem selbst U19-Trainer Marcel Rapp so nicht gerechnet hat: „Als wir die Gruppe zugelost bekommen haben, war uns bewusst, dass das richtige Kracher sind, gegen die wir spielen. Wir sind das als Abenteuer angegangen, uns mit den besten Mannschaften Europas messen zu dürfen. Dass es nun nach vier Spielen so gut aussieht, hätten wir uns nicht erträumen können."  

Fotos vom Training der Hoffenheimer U19

Was sind die Gründe für den internationalen Erfolg? 

„Wir haben ein gutes, talentiertes Team, das eine große Qualität hat. Vielleicht werden wir aufgrund unserer internationalen Unerfahrenheit ein Stück weit unterschätzt. Die Gegner merken erst, wie gut wir sind, wenn sie gegen uns spielen", erklärt der 39-Jährige.

Letzteres sieht auch TSG-Eigengewächs Max Geschwill als entscheidenden Erfolgsfaktor: „Ich denke, dass der Erfolg viel mit unserem ,Underdog-Denken' zu tun hat, und wir demnach frei aufspielen können. Die Gegner unterschätzen oft unsere Qualität." 

Der 17-Jährige ist vor vier Jahren in die TSG-Akademie gekommen. In der U19 ist Geschwill Stammspieler, hat bereits vier Tore in elf Junioren-Bundesliga-Spielen erzielt und auch schon in der Youth League gegen Lyon getroffen - eine beachtliche Torquote als Rechtsverteidiger. 

Kritik wegen Doppelbelastung und Schulstress 

Aufgrund der frühen Doppelbelastung und dem Reisestress für die jungen Spieler, wird die Youth League von vielen Jugendtrainern kritisch gesehen, „dazu kommt noch, dass ein paar der Spieler auch noch Schule haben und den fehlenden Stoff dann nachholen müssen. Das ist schon schwierig zu regeln", ergänzt der Youngster. 

Auch Rapps Begeisterung für die Youth League hat sich zu Saisonbeginn in Grenzen gehalten: „Anfangs war ich sehr kritisch gegenüber dem Wettbewerb eingestellt, da ich der Meinung war, dass die Jungs sich eher im Training entwickeln. Meine Haltung hat sich jedoch geändert, seitdem wir dort mitspielen, da sich die Jungs aufgrund des höheren Niveaus in den internationalen Spielen schneller entwickeln". 

Dies merkt man auch in der A-Junioren-Bundesliga, denn dort sind die Kraichgauer seit nunmehr sieben Spielen in Folge ungeschlagen. In knapp zwei Wochen (27. November/15 Uhr) geht es für den TSG-Nachwuchs in der Youth League gegen Shakhtar Donezk weiter. „Uns ist klar, dass wir mit einem Sieg gegen Donezk ins Achtelfinale kommen - das ist jetzt das Hauptziel", sagt Rapp kämpferisch. 

Das Zeug dazu haben sie allemal!

mab 

Quelle: Mannheim24

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