Rangnick verrät

Mats Hummels wäre fast bei der TSG gelandet

Mats Hummels
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Mats Hummels wäre 2008 fast zur TSG Hoffenheim gewechselt.

Zuzenhausen – Mats Hummels und Thomas Müller bei der TSG Hoffenheim? Was heutzutage utopisch erscheint, ist vor rund zehn Jahren fast eingetreten. Die ganze Geschichte:

Ralf Rangnick hat mal wieder aus dem Nähkästchen geplaudert und hat verraten, dass er als Hoffenheim-Coach (2006 bis 2011) einst fast den heutigen Weltmeister Mats Hummels verpflichtet hätte.

2008 haben die Kraichgauer beim FC Bayern angeklopft, um den Verteidiger auszuleihen. „Wir waren uns damals schon mit Hummels und seinem Berater einig. Aber es war auch noch Borussia Dortmund mit dem neuen Trainer Jürgen Klopp im Rennen“, erklärt der Sportdirektor von RB Leipzig.

Allerdings hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß damals sein Veto eingelegt. „Er sollte für zwei Jahre nach Dortmund, weil er dort mehr unter Druck steht, auch unter medialem Druck. Das Dortmund später zwei Mal Meister und Pokalsieger wurde, konnte man sich damals, glaube ich, nicht richtig vorstellen. Sonst hätte er ihn wohl lieber für zwei Jahre nach Hoffenheim geschickt.

Müller war der TSG zu teuer

In jener Zeit sind die Hoffenheimer auch an den damaligen Amateurspielern Thomas Müller und Holger Badstuber dran gewesen. Gemeinsam mit seinen Söhnen hat Rangnick 2007 ein Spiel der FC Bayern Amateure im Stadion verfolgt: „Er hat damals so gespielt, wie er eben gespielt hat, mit seinen dünnen Beinen, und hatte auch den einen oder anderen Stockfehler drin. Einer meiner Söhne hat mich dann gefragt: Was willst du denn mit dem? Der hilft euch doch nicht weiter in Hoffenheim.“ Rangnick entgegnete seinem Sohn: „Doch! Der wird bei uns Nationalspieler, wenn wir ihn holen."

Kurze Zeit später hat es dann den ersten Kontakt mit Uli Hoeneß gegeben. „Hoeneß sagte damals nur: 'Müller? Ich kenne nur Gerd Müller!' Er musste sich erst bei Hermann Gerland erkundigen“, schildert der 59-Jährige. Nachdem sich der Bayern-Präsident beim damaligen Amateurcoach Hermann Gerland informiert hat, haben die Münchner eine Ablösesumme von drei oder vier Millionen Euro abgerufen. Zu viel für die TSG, die 2008 in die Bundesliga aufgestiegen ist. „Im Nachhinein hätten wir das natürlich locker bezahlen sollen“, bereut Rangnick die Entscheidung. 

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nwo

Quelle: Mannheim24

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