Ex-Hoffenheimer

Nach Rassismus-Eklat: Nadiem Amiri nimmt Entschuldigung von Union-Profi an

Während der Bundesliga-Partie zwischen Union Berlin und Bayer Leverkusen ist es offenbar zu einem Rassismus-Vorfall gekommen. Mittendrin: Ex-Hoffenheim-Profi Nadiem Amiri.

Der ehemalige Hoffenheim-Profi Nadiem Amiri von Bayer Leverkusen ist der Aussage seines Teamkollegen Jonathan Tah zufolge bei der Partie beim 1. FC Union Berlin (0:1) rassistisch beleidigt worden. „Es gab Diskussionen, und dann ist der Begriff „Scheiß-Afghane“ gefallen“, sagt Tah am Freitagabend nach dem Spiel bei DAZN. „Das will ich hier mit aller Deutlichkeit sagen, dass das hier nicht hingehört.“

Name Nadiem Amiri
Alter 24 Jahre
Geburtsort Ludwigshafen am Rhein
VereinBayer Leverkusen

Ex-Hoffenheim-Profi Nadiem Amiri offenbar rassistisch beleidigt – Schwere Vorwürfe gegen Union Berlin

Die Aussage auf dem Platz sei „das Bitterste am ganzen Abend“, betont Tah. „Das funktioniert so nicht, ich hoffe, dass das irgendwie Konsequenzen hat.“ Es sei sehr bitter, dass Amiri wegen der Herkunft seiner Eltern „beleidigt“ worden sei. Union-Pressesprecher Christian Arbeit hat zudem bei der Pressekonferenz klar gemacht, dass Union grundsätzlich gegen Rassismus eintrete und sich im Namen des Klubs für den Vorfall entschuldigt. Berlins Trainer Urs Fischer hat zuvor versucht, auf dem Feld beruhigend auf den aufgebrachten Amiri einzuwirken. 

Wenn Amiri beleidigt worden ist, entschuldigt er sich dafür, betont der Schweizer. Er habe es selbst nicht direkt mitbekommen, sondern gehört, dass Wörter auf beiden Seiten gefallen sind, „die nichts auf dem Fußballplatz verloren haben“. Nach dem Abpfiff der Partie ist zu sehen gewesen, dass es Diskussionen zwischen Spielern von Berlin und Leverkusen auf dem Feld gegeben hat.

Nach Rassismus-Vorfall: Nadiem Amiri akzeptiert Entschuldigung von Union-Spieler

Um welchen Union-Profi es sich genau handelt, ist nicht bekannt. Am Samstagmorgen ist Amiri von seinem Klub Bayer Leverkusen bei Twitter zitiert worden, dass sich der beteiligte Spieler bereits bei ihm entschuldigt hat. „Er ist zu mir in die Kabine gekommen. Es sind aus den Emotionen heraus unschöne Worte gefallen, die ihm sehr leid tun. Er hat mir das glaubwürdig versichert, deswegen ist die Sache für mich erledigt“, so der 24-Jährige. „Kein Platz für Rassismus, Intoleranz und Fremdenhass!“, schreibt zudem Amiris Ex-Verein Hoffenheim auf Twitter. (mab mit dpa)

Rubriklistenbild: © Andreas Gora/dpa

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