Ex-Hoffenheim-Trainer

Bundestrainer-Suche: Ralf Rangnick Top-Favorit? Indizien verdichten sich

Der DFB ist nach dem Rücktritt von Joachim Löw auf der Suche nach einem neuen Bundestrainer. Nun soll es erste Gespräche mit Top-Kandidat Ralf Rangnick geben. Alle Infos:

Update vom 31. März: Noch ist offen, wer nach der EM die Nachfolge von Joachim Löw antritt. Neben Stefan Kuntz gilt auch Ralf Rangnick als potenzieller Kandidat auf den Posten des Bundestrainers. Wie die Bild-Zeitung berichtet, wird sich DFB-Direktor Oliver Bierhoff noch im April mit Ralf Rangnick zu einem Gespräch treffen.

Name Ralf Rangnick
Alter 62 Jahre
Vereine als Spieler VfB Stuttgart Amateure, FC Southwick, VfR Heilbronn, SSV Ulm 1846, FC Viktoria Backnang, TSV Lippoldsweiler
Stationen als Trainer FC Viktoria Backnang, VfB Stuttgart Amateure, TSV Lippoldsweiler, SC Korb, VfB Stuttgart U19, SSV Reutlingen 05, SSV Ulm 1846, VfB Stuttgart, Hannover 96, FC Schalke 04, TSG 1899 Hoffenheim, RB Leipzig

Ralf Rangnick Nachfolger von Joachim Löw? Bierhoff will Gespräche führen

Der DFB und Rangnick haben auf den Bild-Bericht noch nicht reagiert. Der Verband hat nach dem angekündigten Abschied von Joachim Löw mitgeteilt, dass er sich zu möglichen Nachfolgern nicht äußern wird.

Neben DFB-Direktor Bierhoff ist auch DFB-Präsident Fritz Keller mit der Aufgabe beauftragt worden, einen neuen Bundestrainer zu finden.

Ralf Rangnick neuer Bundestrainer? Ex-Hoffenheim-Trainer ein Kandidat

Update vom 16. März: Ralf Rangnick favorisiert nach Aussage seines Beraters Marc Kosicke trotz Sympathien für den FC Schalke 04 derzeit das Amt des Fußball-Bundestrainer gegenüber einer Aufgabe beim Bundesliga-Schlusslicht. „Ralf Rangnick ist interessiert am Job des Bundestrainers. Er ist Anfang 60 und topfit, das wäre die Krönung seiner Karriere“, sagt Kosicke im Interview mit ,Sport1‘.

Ralf Rangnick will Bundestrainer werden

Nach dessen Einschätzung gibt es auch kein Konfliktpotenzial zwischen DFB-Direktor Oliver Bierhoff und Rangnick, sollte dieser Nachfolger von Joachim Löw werden. „Starke Menschen umgeben sich meistens mit anderen starken Menschen, um noch stärker zu sein. Rangnick und Bierhoff wäre ein starkes Duo“, so Kosicke.

Ralf Rangnick ist aktuell ohne Verein - Wird er neuer Bundestrainer?

Rangnick wird zudem von Schalke 04 umworben, Kontakt wurde via Kosicke bereits aufgenommen. Für den Fall, dass es tatsächlich von Schalke und dem Deutschen Fußball-Bund Angebote für Rangnick geben sollte, „wäre das ein mega Luxus-Problem für ihn, sich zwischen der emotionalen Klub-Aufgabe oder Deutschlands liebstem Kind Nationalmannschaft zu entscheiden.“

Jogi Löw tritt im Sommer zurück: Ralf Rangnick bietet sich als Nachfolger an

Update vom 11. März, 8:30 Uhr: Ralf Rangnick hat Interesse an der Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw bekundet. Es sei eine „Stelle, die niemanden in Deutschland kalt lässt“, sagt der 62-Jährige am Mittwoch bei Sky. „Ich kann mir grundsätzlich alles vorstellen. Für mich ist es in erster Linie eine Frage des Timings. Im Moment bin ich frei“, so der ehemalige Hoffenheim-Coach.

Wird Ralf Rangnick neuer Bundestrainer?

Der DFB hat am Dienstag mitgeteilt, dass Löw nach der EM in diesem Sommer aufhört. DFB-Präsident Fritz Keller hat bereits angekündigt, den Nachfolger „mit Ruhe und Augenmaß“ zu suchen. Jürgen Klopp hat mit Hinweis auf seinen laufenden Vertrag beim FC Liverpool bereits abgesagt. Rangnick, der zuletzt als Trainer und Sportdirektor bei RB Leipzig in der Bundesliga aktiv gewesen ist, hat sich offen für eine Zusammenarbeit mit DFB-Direktor Oliver Bierhoff gezeigt. „Ich könnte mir vorstellen, dass eine Zusammenarbeit mit Oliver Bierhoff sehr fruchtbar wäre. Es wäre hilfreich jemanden zu haben, der die Gepflogenheiten schon kennt“, sagt Rangnick und erinnerte sich an vergangene Treffen mit dem Funktionär: „Beim DFB wird in sehr vielen Bereichen in die richtige Richtung gearbeitet und gedacht.“

Jogi Löw tritt als Bundestrainer zurück: 2 Ex-Hoffenheim-Trainer als Nachfolger im Gespräch

Erstmeldung: Die Ära von Joachim Löw als Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft endet nach 17 Jahren. Dies hat der DFB am Dienstagmorgen überraschend bekanntgegeben. Löw, der das Amt im Sommer 2006 von Jürgen Klinsmann übernommen hat, wird nur noch bis zur EM im Sommer als Bundestrainer fungieren und danach zurücktreten. Eigentlich wäre sein Vertrag noch bis zur WM 2022 in Katar gültig gewesen.

Jogi Löw: Bundestrainer tritt nach der EM zurück – „Gehe diesen Schritt bewusst“

„Ich gehe diesen Schritt ganz bewusst, voller Stolz und mit riesiger Dankbarkeit, gleichzeitig aber weiterhin mit einer ungebrochen großen Motivation, was das bevorstehende EM-Turnier angeht“, begründet Löw seinen Entschluss. Nach der überraschenden Meldung haben sich bereits zahlreiche Persönlichkeiten des deutschen Fußballs zu Löws Rücktritt geäußert. „Jogi Löw hat eine Ära geprägt, die als eine der erfolgreichsten Phasen in die Geschichte der Nationalmannschaft und des deutschen Fußballs eingegangen ist“, sagt beispielsweise Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen. Er wünscht Löw „eine erfolgreiche EM als Abschluss.“

Joachim Löw hört nach der EM als Bundestrainer auf.

Für Ex-TSG-Coach Julian Nagelsmann ist Löws Entschluss „eine traurige Nachricht, aber noch ist er im Amt.“ Er habe einen großen Einfluss auf den deutschen Fußball und „eine Epoche geprägt mit Titeln und einer Entwicklung. Es wird hoffentlich ein glorreicher Abschluss“, so Nagelsmann. Doch wer wird den 61-Jährigen beerben? Als Nachfolger werden mehrere Kandidaten gehandelt, darunter auch zwei ehemalige Trainer der TSG Hoffenheim.

Jogi Löw hört im Sommer als Bundestrainer auf – Das sind mögliche Nachfolger

Jürgen Klopp: Der frühere Dortmunder und Mainzer hat den FC Liverpool seit 2015 zu alter Größe geführt. „Kloppo“ gilt bereits seit Längerem als Favorit auf die Löw-Nachfolger. Der 53-Jährige hat dies jedoch bereits wenige Stunden nach der Ankündigung des amtierenden Bundestrainers ausgeschlossen. „Nein! Ich werde im oder nach diesem Sommer nicht als Nationaltrainer zur Verfügung stehen. Ich habe noch einen Job und einen Dreijahresvertrag bei Liverpool“, sagt er auf der Pressekonferenz am Dienstag vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen RB Leipzig.

Jürgen Klopp hat ein Engagement als Bundestrainer ausgeschlossen.

Hansi Flick: Der Erfolgstrainer des FC Bayern ist 2014 als Assistent mit Löw gemeinsam Weltmeister geworden. Mit dem Rekordmeister hat der gebürtige Bammentaler seit seiner Amtsübernahme im November 2019 sechs Titel gefeiert. Flick, der zwischen 2000 und 2005 die TSG Hoffenheim trainiert hat, hat zuletzt allerdings betont, dass er sich in München wohl fühlt. Dort läuft sein Vertrag noch bis 2023. Eine Äußerung von DFB-Direktor Oliver Bierhoff, dass er „verrückt“ wäre, Flick als Bundestrainer von vornherein auszuschließen, hat zu Jahresbeginn zu Dissonanzen zwischen den Bayern und dem DFB geführt.

Bayern-Trainer Hansi Flick hat noch bis 2023 in München Vertrag.

Nach Löw-Rücktritt: Wer wird neuer Bundestrainer? Ex-Hoffenheimer Flick und Rangnick im Gespräch

Ralf Rangnick: Der 62-Jährige, der unter anderem beim FC Schalke 04 und bei der TSG Hoffenheim als Trainer gearbeitet hat, gilt als akribischer Arbeiter und Taktiktüftler. „Rein sprachlich kommen nur Deutschland und England infrage. Das wäre für
die neue Saison naheliegend“, hat Rangnick Mitte Februar beim Pay-TV-Sender Sky gesagt. Engagements beim AC Mailand in Italien und zuletzt beim FC Chelsea in England sind nicht zustande gekommen. In Leipzig war er der Alleinverantwortliche für den sportlichen Bereich, das wäre beim DFB mit Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff anders. Fraglich wäre zudem, ob Rangnick eine langfristige Lösung wäre.

Stefan Kuntz: Der Europameister von 1996 hat schon einen Vertrag beim DFB - als U21-Nationaltrainer. 2017 hat er den Nachwuchs zum EM-Titel in Polen geführt, in diesem Frühjahr und Sommer steht die zweigeteilte U21-EM an. Dem früheren Nationalspieler wird ein starker Umgang gerade mit jungen Spielern nachgesagt, er wird auch aufgrund seiner großen Erfahrung aus der eigenen Karriere respektiert. Seine Trainerstationen bei Vereinsmannschaften waren weniger erfolgreich, als Vorstandsvorsitzender bei seinem früheren Klub 1. FC Kaiserslautern hat er mehrere Krisen erlebt. (mab)

Rubriklistenbild: © Sebastian Willnow/dpa

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