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Serge Gnabry: Karriere, Jubel, Vereine - Was Du über den DFB-Star wissen musst

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Von: Nils Wollenschläger

Serge Gnabry ist einer der deutschen Hoffnungsträger bei der EM 2021. Karriere, Jubel, Vereine - Was Du über den DFB-Star wissen musst:

Serge Gnabry zählt nach der WM 2018 zum Stammpersonal der deutschen Nationalmannschaft. Der Flügelstürmer hat sich über die TSG Hoffenheim für den FC Bayern München empfohlen und ist beim Rekordmeister inzwischen gesetzt. Dabei verlief seine Karriere nicht immer nach Plan. Nach einer schwierigen Zeit in England gelingt ihm bei Olympia 2016 der Durchbruch. Dabei fällt Serge Gnabry nicht nur wegen seiner Spielweise auf, sondern auch wegen seinem Jubel.

Serge Gnabry - Wiki: Steckbrief über den DFB-Star

NameSerge Gnabry
Geboren14. Juli 1995 (Alter 25 Jahre)
GeburtsortStuttgart
VaterJan-Hermann Gnabry
MutterBirgit Gnabry
Größe1,76 m
Aktueller VereinFC Bayern München (seit Sommer 2018)

Serge Gnabry: Das steckt hinter seinem Jubel nach Toren

Nach Toren sorgt sein Jubel immer wieder für Aufsehen. Gnabry rührt wie ein Koch. Der Hintergrund: Serge Gnabry hat sich den Jubel nicht selbst ausgedacht, sondern hat sich von NBA-Star James Harden inspirieren lassen.

Serge Gnabry jubelt im DFB-Trikot.
Serge Gnabry jubelt im DFB-Trikot. © Uwe Anspach/dpa

Der Basketballer der Brooklyn Nets hat die Geste weltweit populär gemacht. „Das ist Cooking. Wenn James Harden übertrieben viele Punkte macht, dann ist er der Chefkoch“, sagt Gnabry über seinen Torjubel, den er den Fans schon während seiner Zeit bei der TSG Hoffenheim präsentiert hat.

Serge Gnabry: Herkunft und erste Schritte im Fußball

Serge Gnabry ist am 14. Juli 1995 in Stuttgart geboren und ist in dem Ort Weissach aufgewachsen. Sein Vater Jan-Hermann Gnabry stammt gebürtig aus der Elfenbeinküste. Seine Mutter Birgit Gnabry kommt aus Deutschland. 1999 startet Serge Gnabry seine Fußball-Karriere beim TSV Weissach. Über den TSF Ditzingen, den GSV Hemmingen, die Sportvereinigung Feuerbach und die Stuttgarter Kickers wird der VfB Stuttgart auf den Offensivspieler aufmerksam. Von 2006 bis 2011 spielt Serge Gnabry in der Nachwuchsabteilung des VfB. Dann lockt die Premier League. Spitzenklub FC Arsenal holt den Stuttgarter 2011 in seine Jugendakademie.

Serge Gnabry: Höhen und Tiefen beim FC Arsenal - Abschied aus England

Sein Debüt in der Premier League feiert Serge Gnabry am 20. Oktober 2012 gegen Norwich City. Auch wenn er in der Folge zu einigen Einsätzen kommt - unter anderem auch in der Champions League gegen Schalke 04 - kann sich Gnabry auch aufgrund der ein oder anderen Verletzung beim FC Arsenal nicht durchsetzen.

Eine Leihe zu Liga-Konkurrent West Bromwich gerät 2015/16 zum Fiasko. Gnabry kommt in der Premier League nur einmal zum Einsatz. Sein damaliger Trainer Tony Pulis hätte mit der Entwicklung, die der Flügelspieler danach genommen hat, nicht gerechnet. „Ich bin erstaunt“, gesteht Pulis gegenüber Sky Sports. „Wir haben ihn nie fit bekommen. Er wurde sogar in einem U21-Spiel ausgewechselt.“ Nach einer starken Leistung bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro empfiehlt sich Serge Gnabry für die Bundesliga und wechselt im Sommer 2016 vom FC Arsenal zum SV Werder Bremen.

Serge Gnabry: Über den SV Werder Bremen und die TSG Hoffenheim zum FC Bayern

Bei den Norddeutschen spielt er eine sehr erfolgreiche Saison: In 27 Spielen erzielt er elf Tore und bereitet zwei weitere Treffer vor. 2017 wird Gnabry vom FC Bayern München verpflichtet. Auf eigenen Wunsch hin lässt sich der Offensivspieler allerdings noch für eine Saison an die TSG Hoffenheim ausleihen. Unter TSG-Trainer Julian Nagelsmann macht Gnabry den nächsten Schritt in seiner Entwicklung.

Serge Gnabry macht seinen Kochjubel bereits in Hoffenheim.
Serge Gnabry macht seinen Kochjubel bereits in Hoffenheim. © Uwe Anspach/dpa

Zwar hat er zunächst mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, doch im Verlauf der Saison ist er einer der absoluten Schlüsselspieler. Mit zehn Tore und sieben Torvorlagen in 22 Spielen hat Gnabry großen Anteil daran, dass sich Hoffenheim erstmals direkt für die Champions League qualifiziert. Halten können die Hoffenheimer ihren Starspieler allerdings nicht: Serge Gnabry wechselt im Sommer 2018 wie geplant zum FC Bayern.

Serge Gnabry: Auch beim FC Bayern München ist er gesetzt - 4 Tore gegen Tottenham

Auch in München setzt sich Gnabry durch. Unter Niko Kovac macht der Nationalspieler in seiner Premieren-Saison 30 Spiele (zehn Tore) und wird mit dem FC Bayern deutscher Meister. 2019/20 wird dann die wohl bisher beste Saison in seiner Karriere. Ein erstes Highlight gibt es bereits im Oktober 2019, als er beim Champions-League-Spiel gegen die Tottenham Hotspur vier Tore erzielt.

Serge Gnabry bei seiner Vier-Tore-Gala gegen Tottenham.
Serge Gnabry bei seiner Vier-Tore-Gala gegen Tottenham. © Matthias Balk/dpa

Unter Kovac-Nachfolger Hansi Flick bleibt Serge Gnabry fester Bestandteil der Bayern-Mannschaft, die am Ende der Saison 2019/20 das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League gewinnt. Nach der Spielzeit „erbt“ der Shooting-Star die legendäre Nummer sieben von Bayern-Legende Franck Ribéry. 2021 wird Gnabry mit dem FC Bayern erneut Meister.

Serge Gnabry in der Nationalmannschaft: DFB-Debüt verschiebt sich

Bereits ab 2010 durchläuft Serge Gnabry mehrere Jugend-Nationalmannschaften des DFB. Bundestrainer Joachim Löw wollte den damals 18-Jährigen bereits für die WM 2014 nominieren, aufgrund einer Knieverletzung ist Gnabry für den Weltmeister-Kader kein Thema mehr gewesen.

Serge Gnabry (r.) im Olympia-Finale 2016.
Serge Gnabry (r.) im Olympia-Finale 2016. © Alejandro Ernesto/dpa

2016 wird er dann von Horst Hrubesch für den deutschen Olympia-Kader nominiert. Bei Olympia in Rio de Janeiro geht sein Stern dann so richtig auf. In den sechs Turnierspielen erzielt der Stuttgarter sechs Tore und führt das DFB-Team zur Silbermedaille.

Serge Gnabry beim DFB: 2021 spielt er seine erste Europameisterschaft

Sein Debüt in der A-Nationalmannschaft feiert er dann am 11. November 2016. Beim 8:0-Sieg gegen San Marino erzielt Gnabry direkt drei Tore. Mit der U21-Nationalmannschaft wird der Angreifer 2017 Europameister.

Serge Gnabry im DFB-Training bei der EM 2021.
Serge Gnabry im DFB-Training bei der EM 2021. © Federico Gambarini/dpa

Aufgrund einer Verletzung verpasst er allerdings die WM 2018 in Russland. In der Qualifikation zur Euro 2020 ist der Bayern-Star dann aber gesetzt und steht auch im Kader für das Turnier, das aufgrund der Corona-Pandemie erst 2021 stattfindet. (nwo)

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