1. Heidelberg24
  2. Sport
  3. TSG 1899 Hoffenheim

Jetzt also doch! TSG engagiert sich im eSport

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nils Wollenschläger

Kommentare

null
Die TSG Hoffenheim wird künftig im eSports aktiv sein. © HEIDELBERG24/Nils Wollenschläger

Zuzenhausen – Bundesligist TSG Hoffenheim wird künftig auch im virtuellen Bereich vertreten sein. Was es damit auf sich hat:

Die TSG 1899 Hoffenheim folgt nun auch dem Trend und engagiert sich künftig im eSport. Das hat der Verein am Freitag mitgeteilt. Bisher haben die Kraichgauer ein solches Engagement immer ausgeschlossen.

„Wir haben uns auf eine klare Position festgelegt, dass eSports in dieser Form für uns kein Betätigungsfeld und kein Angebot an Kinder und Jugendliche sein wird. Die TSG Hoffenheim will durch Sport, durch Fußball die jungen Menschen erreichen und sie überzeugen. Anders gesagt, bei der TSG sollen mehr als nur zwei Daumen und die Finger bewegt werden, um zu einem Erfolgserlebnis zu kommen“, hat TSG-Psychologe Prof. Dr. Jan Mayer im September 2016 gesagt.

Nun also die Kehrtwende!

Aktuell arbeiten wir einen Projektplan zum Thema eSport aus. Anvisiert ist der Einstieg in die Fußballsimulation FIFA von EA Sports und die Teilnahme an der Virtuellen Bundesliga im Jahr 2019“, sagt TSG-Geschäftsführer Dr. Peter Görlich, zu dessen Geschäftsführungsbereich „Innovationen“ seit einigen Monaten die Themen eSport und Gaming gehören.

Fußball steht nicht im Vordergrund

Die TSG will dabei einen Schritt weiter gehen als die anderen Bundesliga-Teams, die im eSport aktiv sind. „Wir reden mit Videospiele-Entwicklern und versuchen, für unsere Profispieler-Ausbildung eigene Spiele zu entwerfen. Dabei steht nicht der Fußball im Vordergrund, sondern Themen wie Orientierung und Wahrnehmung im Raum, für die die sogenannten Exekutivfunktionen des Gehirns geschult werden sollen“, so Görlich.

+++ Werde jetzt Fan unserer Facebook-Seite „Meine TSG Hoffenheim“ und verpasse keine Nachricht über die TSG

Prof. Dr. Jan Mayer ergänzt: „Gaming spielt bei uns schon lange eine bedeutende Rolle in der Ausbildung von jugendlichen Fußballern. Beim eSport sind kognitive Fähigkeiten ausschlaggebend. Zu diesen sogenannten Exekutivfunktionen zählen Wissenschaftler unter anderem die kognitive Flexibilität und die Reaktionsschnelligkeit sowie andere Fähigkeiten, die auch im modernen Fußball zu immer wichtigeren Komponenten für die sportliche Leistung werden.

Ausgeschlossen wird hingegen ein Engagement in den Bereichen Ego-Shooter und Echtzeit-Strategiespiele. Wir wollen nicht systematisch in einen Sporttrend investieren, von dem zumindest nicht ausgeschlossen werden kann, dass er Jugendliche aggressiv macht und ein emotionales Abstumpfen begünstigt", betont Dr. Peter Görlich.

Die TSG Hoffenheim ist übrigens nicht der einzige Verein in der Region, der sich im eSport engagiert. Viertligist SV Waldhof Mannheim hat bereits im Dezember 2017 ein eigenes eSport-Team gegründet.

nwo/PM

Auch interessant

Kommentare