Aus in der Champions League

‚Spektakel, Drama, Hoffenheim!‘ - Nagelsmann verteidigt Spielstil vehement

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Julian Nagelsmann (r.) ärgert sich über den Platzverweis für Adam Szalai (li.)

Sinsheim – Nach der späten Niederlage gegen Donezk ist der Frust bei Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann groß. Wie der 31-Jährige nach dem Champions-League-Aus reagiert:

Kurz vor dem Anpfiff des letzten Champions-League-Heimspiels gegen Donezk haben sich die Hoffenheim-Fans mit einem Banner mit der Aufschrift „Spektakel, Drama, Hoffenheim“ auf die Partie eingestimmt. Zwei Stunden später lässt sich festhalten, dass genau dieses Motto eingetreten ist - mal wieder in der Königsklasse.

Die Ukrainer sind durch einen Doppelschlag von Ismaily (14.) und Taison (15.) früh in Führung gegangen. Noch in der ersten Halbzeit können die Kraichgauer durch die Tore von Andrej Kramaric (17.) und Steven Zuber (40.) ausgleichen - die Hoffnung auf die Europa-League-Qualifikation bzw. die letzte Möglichkeit auf das Achtelfinale in der Champions League lebt.

Schulz und Nelson lassen Großchancen liegen

In der Schlussphase der Partie wird es dann dramatisch. Auch wenn die Hausherren nach der Gelb-Roten Karte für Adam Szalai (60.) in Unterzahl sind, machen sie Druck. Nico Schulz (79.) und Reiss Nelson (81.) lassen zwei Großchance liegen, was sich in der Nachspielzeit rächen sollte. Nachdem die Ukrainer kurz zuvor zweimal den Pfosten getroffen haben, trifft Taison in der 93. Minute zum 2:3-Endstand, durch den die TSG aus der Champions League ausscheidet.

Fotos von der TSG-Niederlage gegen Donezk

Die Partie ist ein Spiegelbild der Premieren-Saison in der Champions League. In fast jedem Spiel hätte der Neuling gewinnen können, doch am Ende warten Kevin Vogt und Co. auch nach dem fünften Gruppenspiel auf den ersten Sieg.

Nagelsmann-Frust nach dem Spiel

TSG-Coach Julian Nagelsmann hat den offensiv geprägten Spielstil seiner Mannschaft dennoch verteidigt. „Weil ich halt gewinnen will. Diese Unentschieden gehen mir voll auf den Sack“, antwortet der 31-Jährige emotional aufgewühlt auf die Frage, warum er nicht das Remis kurz vor Schluss verwalten wollte: „Jedes scheiß Spiel will ich gewinnen.

Mit einem Unentschieden hätte Hoffenheim den Einzug in die Europa League noch in der eigenen Hand gehabt, nun ist die TSG auf Schützenhilfe angewiesen. Donezk muss gegen Olympique Lyon verlieren, Hoffenheim gleichzeitig bei Manchester City gewinnen.

nwo mit SID

Quelle: Mannheim24

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