Deutlicher Hoffenheim-Sieg

Trotz Leipzig-Gala! TSG-Coach Nagelsmann unzufrieden 

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TSG-Coach Julian Nagelsmann ist trotz des hohen Sieges unzufrieden.

Leipzig – Die TSG 1899 Hoffenheim gewinnt überraschend deutlich bei RB Leipzig. Trainer Julian Nagelsmann ist aber dennoch unzufrieden. Der Grund:

Beim Auslaufen am Sonntag im sonnigen Zuzenhausen gibt es nochmal Applaus von den Fans. 

Die TSG Hoffenheim hat sich selbst und seinen Anhängern ein tolles Wochenende beschert: Nach dem 5:2 (3:0)-Erfolg beim Mitkonkurrenten RB Leipzig liegen die Kraichgauer als Tabellenfünfter weiter zielgerichtet auf Europa-League-Kurs und dürfen bei nur noch zwei Punkten Rückstand auf den Vierten Bayer Leverkusen sogar noch auf den Einzug in die Champions hoffen. 

Vollgas-Ansage von Vogt

„In den nächsten drei Spielen werden wir nochmal alle Körner rausfeuern“, verspricht Kapitän und Abwehrchef Kevin Vogt. Das Debakel ist für die strauchelnden Sachsen schon schlimm genug, dann überrascht Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann mit einer Analyse, die für die Gastgeber fast wie Spott klingen musste. 

Das war ein lauer Sommerkick von uns, das hat mir nicht gefallen“, meint Nagelsmann, der sich vor allem über die erste Halbzeit beklagte: „Wir hatten die ersten 30 Minuten große Probleme.“ 

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Dabei sind Vogt und Co. mit einem 3:0 in die Kabine gegangen. 45 Minuten reichen der TSG, um vor 41.780 Zuschauern in der Red Bull Arena dank der Treffer von Mark Uth (17.), Serge Gnabry (35.) und Pavel Kaderabek (45.) für die Vorentscheidung zu sorgen. 

Fotos: TSG Hoffenheim zerlegt RB Leipzig 

„Leipzig hat heute ein paar Fehler gemacht und die haben wir eiskalt genutzt“, sagt der künftige Schalker Uth. Die eingewechselten Naby Keita (59.) und Dayot Upamecano (88.) bringen mit ihren Treffern zwar Schwung rein, doch erneut Uth (59.) und Lukas Rupp (65.) legten bei den forschen Gästen nach. Kaderabek erzielt dabei seinen ersten Bundesliga-Treffer überhaupt und ist sehr glücklich: „Das ist ein super Gefühl nach 77 Spielen.“ Leipzig hat noch die Rote Karte von Emil Forsberg hinnehmen müssen.  

Die Leichtigkeit ist zurück

Für die Hoffenheimer ist nach dem Aus in der Gruppenphase der Europa League im Dezember rechtzeitig die Doppelbelastung weggefallen, auch der zähe Rückrunden-Auftakt ist längst passé. Im Saisonendspurt ist die Mannschaft jedenfalls voll da. „Die Leichtigkeit ist wieder zu uns gekommen“, sagt Alexander Rosen. Er gibt aber auch zu, dass „ein, zwei individuelle Wackler bei den Leipzigern dazu geführt haben, dass die Dominanz in dem Spiel zu unseren Gunsten gekippt ist“. 

Die Kraichgauer dürfen vor der nächsten Partie am Freitagabend gegen Hannover 96, dem Derby beim VfB Stuttgart (5. Mai) und dem Saisonfinale gegen Borussia Dortmund (12. Mai) weiter auf den direkten Einzug in die Königsklasse hoffen. „Jetzt hängt es von den drei Spielen ab, ob wir noch neun Punkte holen können. Wenn wir weniger holen, wird es schwer“, so Nagelsmann.

RB Leipzig – TSG 1899 Hoffenheim 2:5 (0:3)

RB Leipzig: Gulacsi - Klostermann , Konaté , Orban , Bernardo - Demme , Ilsanker (46. Keita) - Forsberg , Bruma (46. Augustin) - Ti. Werner , Lookman

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann - Akpoguma , Vogt , B. Hübner - Kaderabek , Nad. Amiri , Grillitsch , N. Schulz - Uth , Gnabry (54. Rupp) - Kramaric

Tore: 0:1 Uth (14.), 0:2 Gnabry (35.), 0:3 Kaderabek (45.), 1:3 Keita (59.), 1:4 Uth (60.), 1:5 Rupp (64.), 2:5 Upamecano (88.)

Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)

Zuschauer: 41.783

nwo/dpa

Quelle: Mannheim24

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