Wechsel nach Leipzig bereits fix

Hoffe sucht den Super-Trainer! Wer wird der Nagelsmann-Nachfolger?

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David Wagner (li.) und Kenan Kocak (r.) sind mögliche Kandidaten auf die Nachfolge von Julian Nagelsmann.

Zuzenhausen – Wer beerbt im Sommer 2019 Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann (30)? HEIDELBERG24 nennt mögliche Kandidaten und Szenarien: 

Die TSG 1899 Hoffenheim weiß bereits jetzt, dass sie ab der Saison 2019/20 einen neuen Trainer braucht. Schließlich zieht Erfolgscoach Julian Nagelsmann seine Ausstiegsklausel und wechselt im Sommer 2019 zu Liga-Konkurrent RB Leipzig.

Für die Kraichgauer gestaltet sich die Trainersuche nicht einfach. Denn: Die Fußstapfen, die Nagelsmann hinterlassen wird, könnten nicht viel größer sein. Der 30-Jährige ist der erfolgreichste TSG-Coach der Vereinsgeschichte und hat seit seinem Amtsantritt im Februar 2016 aus einem Abstiegskandidaten einen Champions-League-Teilnehmer geformt.

Mögliche Kandidaten auf die Nagelsmann-Nachfolge

Spannend bei der Trainersuche wird vor allem der grundlegende Punkt sein, ob die TSG wie einst bei Nagelsmann einen Trainer aus den eigenen Reihen befördert oder eine externe Lösung bevorzugt.

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Die möglichen Varianten und potenzielle Kandidaten in der Übersicht:

Interne Lösung

  • Marco Wildersinn (37)

Bereits seit April 2014 betreut Marco Wildersinn die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim und hat beachtliche Ergebnisse in der Regionalliga Südwest erzielt. So belegt das junge Team Jahr für Jahr einen Platz in der oberen Tabellenhälfte. Im März 2018 hat Wildersinn seinen Fußball-Lehrer gemacht.

  • Pellegrino Matarazzo (40)

Der gebürtige US-Amerikaner Pellegrino Matarazzo unterstützt seit Januar 2018 das Trainer-Team um Chefcoach Julian Nagelsmann und hat zuvor als Trainer der U17 gearbeitet. Der ambitionierte 40-Jährige, der vor seiner TSG-Zeit elf Jahre beim 1. FC Nürnberg tätig war, hat 2015 gemeinsam mit Nagelsmann seinen Fußball-Lehrer gemacht ist seitdem mit ihm befreundet. 

  • Marcel Rapp (39) / Matthias Kaltenbach (33)
Matthias Kaltenbach ist aktuell Co-Trainer unter Julian Nagelsmann.

Der ehemalige KSC-Profi Marcel Rapp arbeitet seit Januar 2013 im Kraichgau und trainiert seit März 2017 erfolgreich die A-Jugend der TSG. Auch Nagelsmanns Co-Trainer Matthias Kaltenbach zählt zu den möglichen Nachfolge-Kandidaten. Problem: Sowohl Rapp (A-Lizenz) als auch Kaltenbach (B-Lizenz) sind noch keine Fußball-Lehrer.

Trainer, die unter Vertrag stehen

  • Kenan Kocak (37)
Kenan Kocak ist seit 2016 Trainer des SV Sandhausen.

Seit Sommer 2016 trainiert Kenan Kocak erfolgreich den Zweitligisten SV Sandhausen und hat den Klub zweimal souverän zum Klassenerhalt geführt. In der Saison 2017/18 hat der SVS phasenweise gar um den Aufstieg mitgespielt. Der ehrgeizige Fußball-Lehrer, der zuvor den SV Waldhof Mannheim und den VfR Mannheim trainiert hat, soll vor einigen Monaten unter anderem auch beim VfB Stuttgart auf dem Zettel gestanden haben.

  • David Wagner (46)

Von 2007 bis 2009 hat David Wagner bereits als Jugendtrainer für die Hoffenheimer gearbeitet, nun könnte es zu einem Comeback im Kraichgau kommen. Als Trainer von Huddersfield Town hat Wagner große Erfolge in England gefeiert. Nach dem sensationellen Aufstieg 2017 hat er mit seinem Team die Klasse in der Premier League gehalten. TSG-Mäzen Dietmar Hopp hat den US-Amerikaner bereits öffentlich ins Spiel gebracht. „David Wagner gefällt mir. Er war schon Trainer in Hoffenheim, wir kennen ihn“, sagt Hopp im Dezember 2017.

Vereinslose Trainer

  • Hannes Wolf (37)
Hannes Wolf ist aktuell vereinslos. 

Der ehemalige VfB-Stuttgart-Coach Hannes Wolf ist vom DFB trotz der Tatsache, dass er Anfang 2018 entlassen worden ist, zum Trainer des Jahres gewählt worden. Wolf gilt als ähnlicher Trainertyp wie Nagelsmann, hat es nach dem Bundesliga-Aufstieg aber nicht geschafft, den VfB im Oberhaus zu stabilisieren. Zuletzt ist Wolf, der einst von Jürgen Klopp entdeckt worden ist, als WM-Experte für die ARD im Einsatz gewesen.

  • Ralph Hasenhüttl (50)

Nachdem sich die Verantwortlichen von RB Leipzig entschieden haben, den Vertrag mit Ralph Hasenhüttl nicht zu verlängern und alles auf eine Verpflichtung Nagelsmanns zu setzen, hat der Österreicher den Brauseklub verlassen. Ob in Unterhaching, Aalen, Ingolstadt oder Leipzig - Hasenhüttl hat bei fast allen Stationen Erfolge vorzuweisen. Seine zweite Saison in Leipzig ist allerdings weniger erfolgreich verlaufen. Auch aufgrund der Doppelbelastung ist RB am Ende nur Sechster geworden, die Kritik an Hasenhüttl ist zuletzt immer lauter geworden. 

  • Markus Weinzierl (43)

Nach einer schwachen Premieren-Saison ist Markus Weinzierl im Sommer 2017 beim FC Schalke 04 entlassen worden. Zuvor hat der 43-Jährige allerdings jahrelang erfolgreich in Augsburg gearbeitet und hat den FCA sogar in die Europa League geführt. Im Juli 2018 ist sein Vertrag auf Schalke offiziell aufgelöst worden, sodass die TSG keine Ablösesumme zahlen müsste.

Eine große internationale Lösung

Mit Arsène Wenger, Zinédine Zidane und Antonio Conte sind momentan einige namhafte Trainer auf dem Markt, jedoch gilt die Verpflichtung eines solchen Kalibers als äußerst unwahrscheinlich.

nwo

Quelle: Mannheim24

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