Ausstiegs-Klausel gezogen

Trainerschock: Julian Nagelsmann verlässt TSG Hoffenheim! 

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Julian Nagelsmann macht Gebrauch von einer vertraglich fixierten Ausstiegsklausel. 

Zuzenhausen - Über was schon spekuliert wurde, ist nun Gewissheit: Julian Nagelsmann wird die TSG Hoffenheim am Ende der Saison 2018/19 verlassen! Die Gründe und was er selbst dazu sagt: 

Der 30-Jährige, der im Februar 2015 den Posten des Cheftrainers bei dem Fußball-Bundesligisten übernommen hat, macht Gebrauch von einer vertraglich fixierten Ausstiegsklausel. 

Sein Kontrakt mit der TSG lief bis zum 30. Juni 2021. „Es war mir wichtig früh für klare Verhältnisse zu sorgen“, sagt Nagelsmann, der Gesellschafter und Geschäftsführung der TSG am Mittwochabend über seine Entscheidung informierte. 

Er wird ab der Spielzeit 2019/20 zum Liga-Konkurrenten RB Leipzig zu wechselnZuletzt hatte der Trainer sogar ein Angebot von Real Madrid erhalten – und ausgeschlagen!  

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Wie die Sachsen bestätigten, erhält Nagelsmann ab Sommer 2019 einen bis 30. Juni 2023 laufenden Kontrakt. Die Ablösesumme soll nach Medienberichten bei fünf Millionen Euro liegen.

Wer Nachfolger von Ralph Hasenhüttl und bei RB Interimscoach für ein Jahr wird, ist noch offen. Wahrscheinlich ist, dass es Sportdirektor Ralf Rangnick in Personalunion sein wird.

Mit den Spekulationen soll jetzt Schluss sein

„Ich bin es der TSG und all ihren Mitarbeitern ebenso schuldig wie der Mannschaft und den Fans diese historische Spielzeit, in der wir zum ersten Mal in der Champions League antreten, nicht mit ständigen Mutmaßungen um meine Person und Zukunft zu belasten. Nun wissen alle, woran sie sind, und wir können uns professionell auf die anstehenden, schweren Aufgaben konzentrieren. Jeder weiß, dass ich bis zur letzten Stunde meines Engagements für die TSG brenne und alles dafür tun werde, unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen.“,so Nagelsmann.  

Deshalb werde er künftig auch keine Fragen zu seinem neuen Arbeitgeber oder künftige Pläne beantworten, sondern sich einzig und allein auf seine Aufgabe mit der TSG Hoffenheim fokussieren.  „In der Branche wird immer Ehrlichkeit verlangt. Die haben wir bewiesen und ich erwarte, dass dies auch respektiert wird“,so der Trainer weiter. 

TSG-Geschäftsführer Dr. Peter Görlich bedauert Julians Entscheidung 

„Wir bedauern die Entscheidung von Julian, freuen uns aber nun zunächst darauf, mit ihm, einer ehrgeizigen Mannschaft und hoch motivierten Mitarbeitern in eine für die TSG Hoffenheim außergewöhnlichen Saison starten zu können“, sagt TSG-Geschäftsführer Dr. Peter Görlich, der zudem ankündigte, „unsere Zukunftsplanungen der Öffentlichkeit im Winter vorzustellen.“

TSG-Geschäftsführer Frank Briel ist dankbar 

„Wir blicken auf ein Jahrzehnt Bundesliga-Zugehörigkeit zurück und stehen vor unserer ersten Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League. Das ist für einen Klub unserer Größe und Ausprägung sensationell. Zu diesen Erfolgen hat Julian einen großen Teil beigetragen. Wir wissen, was wir ihm zu verdanken haben und er weiß, welche Chancen ihm der Klub eröffnet hat und welches Vertrauen ihm hier von allen geschenkt wurde“, sagt TSG-Geschäftsführer Frank Briel

„Wir wussten um die vertraglich fixierte Möglichkeit, die im Profifußball nicht außergewöhnlich ist“, sagt Alexander Rosen. „Es spricht für den Charakter von Julian, dass er die Karten nun auch öffentlich auf den Tisch gelegt und so früh für alle Klarheit geschaffen hat“, ergänzt der TSG-Direktor Profifußball. 

Julian Nagelsmann ist seit neun Jahren als Trainer bei der TSG Hoffenheim aktiv. Zwischen 2008 und 2015 arbeitete er im Nachwuchsleistungszentrum, in der Saison 2012/13 fungierte er auch als Co-Trainer des Profi-Teams. 2014 holte der gebürtige Oberbayer mit einem 5:0-Erfolg bei Hannover 96 die Deutsche Meisterschaft der A-Junioren nach Hoffenheim. 

Im Februar 2015 übernahm er als Nachfolger des erkrankten Huub Stevens die damals akut vom Abstieg bedrohte Profimannschaft und schaffte mit ihr den Klassenerhalt. In der Saison danach führte der jüngste Trainer der Bundesliga-Historie die TSG auf Platz Vier und damit zur ersten Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb (Champions League- Playoffs/Europa League). 

In der abgelaufenen Saison wurde dieses Ergebnis noch übertroffen: Der dritte Tabellenplatz bedeutete die direkte Qualifikation für die Gruppenphase der UEFA Champions League.

pm/dpa/kp

Quelle: Mannheim24

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