Alter Bekannter zurück bei 1899

Neuer TSG-Sportchef Flick: Champions League wäre Traum!

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Dietmar Hopp (77) mit dem neuen Geschäftsführer Sport Hansi Flick (52).

Zuzenhausen – Er ist wieder hier, in seinem Revier... Die offizielle Präsentation von Hansi Flick (52) als neuem „Geschäftsführer Sport“ bei Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim:

‚Back to the Roots‘ heißt es für Hans-Dieter ‚Hansi‘ Flick – sowohl sportlich als auch geografisch...

Denn ab 1. Juli wird der 52-Jährige sein Amt als „Geschäftsführer Sport“ beim Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim antreten. Vertragslaufzeit: fünf Jahre. 

Somit bildet Flick ab der Saison 2017/18 zusammen mit Dr. Peter Görlich (50) und Frank Briel (42) das Führungstrio der Fußball-Spielbetriebs GmbH.

Ein mögliches ‚Kompetenzgerangel‘ mit TSG-Direktor Profifußball Alexander Rosen (38) sieht Flick indes nicht: „Er macht die Arbeit, was die Transfers betrifft, und das macht er sehr, sehr gut! Ich bin ein absoluter Teamplayer und habe die absolute Überzeugung, dass es sehr harmonisch sein wird.“ 

Am Mittwoch (28. Juni) im Trainings- und Geschäftsstellenzentrum Flicks offizielle und langersehnte Vorstellung gegenüber der Presse – in Anwesenheit von TSG-Gesellschafter Dietmar Hopp (77) und sämtlicher Club-Verantwortlicher.

Die offizielle Vorstellung von Hansi Flick (52) bei der TSG

Ex-Profi Flick (Bayern München, 1. FC Köln) ist nicht nur aufgrund seiner Geburtsstadt Heidelberg ein alter Bekannter in der Region: In den Jahren 2000 bis 2005 trainierte der 52-Jährige die TSG, führte die Kraichgauer in die Regionalliga sowie bis ins Viertelfinale des DFB-Pokals – nach einem 3:2-Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen.

Nach einem kurzen Intermezzo als Co-Trainer (von Giovanni Trappatoni) bei Red Bull Salzburg startete Flick als ‚2. Mann‘ der deutschen Nationalmannschaft an der Seite von Trainer Jogi Löw (57) – was mit dem Gewinn des WM-Titels 2014 gekrönt wurde.

Nach diesem größtmöglichen Erfolg verlässt Flick die Trainerbank, wird vom 1. September 2014 bis zum 16. Januar 2017 Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Ich habe das beim DFB immer gerne gemacht, aber Vieles beim DFB ist auch sehr politisch und für mich zu weit weg vom Sportlichen. Es war nicht ganz die Arbeit, die ich mir vorgestellt habe“, so Flick über seine Vertragsbeendigung Mitte Januar 2017.

Danach habe er Anrufe mehrerer Vereine erhalten – auch von Dietmar Hopp.

Flick: „Ich habe mich sehr über Herrn Hopps Interesse gefreut, ihn aber um etwas Zeit gebeten, weil ich zunächst eine Auszeit für meine Familie gebraucht habe. Ich bin froh, dass Horst Hrubesch das jetzt weiterführt – er ist ein sensationeller Mensch.

Die Vertragsunterschrift sei dann vor dem letzten Bundesligaspieltag der Saison 2016/17 am 20. Mai gegen den FC Augsburg erfolgt. Seine eigene Trainerlaufbahn sieht er damit als beendet an, will auch bei den Spielen nicht auf der TSG-Bank Platz nehmen.

Hansi Flick ist einer der profiliertesten Experten im deutschen Fußball, national wie international bestens vernetzt. Dass wir ihn für uns gewinnen konnten, erfüllt mich mit großer Freude. Er verstärkt das TSG-Führungsteam durch seine Erfahrung und seine Kontakte auf perfekte Weise. Wir erwarten, dass eine Aufbruchstimmung entsteht, von der alle profitieren. Wir hoffen sehr, dass er uns viele Jahre erhalten bleibt“, so Hopp zufrieden.

Hopp bezeichnet den im benachbarten Bammental wohnenden Flick als „bodenständige Persönlichkeit“, die „sportlich unbestritten“ und „ein absoluter Sympathieträger“ sei.

Auf die Frage, wo die sportliche Reise für ‚Hoffe‘ hingeht, antwortet Flick: „Der Einzug ins internationale Geschäft ist geschafft – vielleicht wird es sogar die Champions League! Nach den beiden Spielen im August schauen wir, wo der Weg hinführt und ob wir den Traum weiterleben können.

Und wen wünscht die Mäzen Hopp als möglichen Gegner in der Qualifikation für die Champions League?

Möglich wären unter anderem der FC Liverpool, FC Sevilla, SSC Neapel oder Ajax Amsterdam. Aber ich sage mal OGC Nizza – weil ich so gerne in Südfrankreich bin“, flachst der bestens gelaunte SAP-Mitgründer.

Doch natürlich sind auch die beiden aktuellen Großturniere Gesprächsthema: Haben Sie den Einzug der U21 bei der EM in Polen im Fernsehen verfolgt?

Ich hatte am Dienstag 30. Hochzeitstag. Zum Glück hat mir meine Frau beim Essen erlaubt, auf dem iPhone die entscheidenden Elfmeter zu schauen... Wahrscheinlich sind wir deshalb schon so lange verheiratet“, lacht Flick. Und lobt: „Einfach phantastisch, wie die U21 das gemacht hat und was die Jungs leisten!

Auf das Gerücht eines möglichen Leihgeschäfts von Serge Gnabry (21) vom FC Bayern München angesprochen, reagiert Flick zugeknöpft: „Wir äußern uns generell nicht zu solchen Spekulationen! Wie es mit Serge weitergeht, liegt nicht in unserer Hand. Hoffentlich spielt er noch ein tolles Finale bei der U21 EM.

In der „Sport Bild“ hatte indes TSG-Manager Alexander Rosen generelles Interesse bestätigt: „Natürlich ist Gnabry ein spannender Spieler. Aber allgemein gilt: Wenn der FC Bayern ruft, dann kann in Deutschland kein Verein mithalten.

Das erste öffentliche Training der TSG 1899 Hoffenheim steigt übrigens am 5. Juli (10 Uhr).

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>>> Offiziell: Flick übernimmt bei der TSG!

pek

Quelle: Mannheim24

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