TSG wird zur Schießbude

Hoffenheim in der Krise - Neustart mit alten Problemen 

Hoffenheim – Die TSG Hoffenheim verfällt beim Bundesliga-Neustart in alte Muster. Hertha BSC zeigt die akute Heimschwäche der TSG schonungslos auf.

Über zwei Monate hat die Bundesliga pausiert. Am ersten Spieltag nach der Corona-Pause gibt es bei der TSG Hoffenheim jedoch die gleichen Probleme, die sich wie ein roter Faden durch die ganze Saison ziehen. Die Kraichgauer verlieren am Samstag (16. Mai) das erste Geisterspiel gegen Hertha BSC. In der leeren PreZero Arena unterliegt die TSG am Ende deutlich mit 0:3. Damit hat die Mannschaft von Trainer Alfred Schreuder seit sechs Bundesliga-Spielen nicht mehr gewonnen. Am kommenden Spieltag muss Hoffenheim zu Schlusslicht Paderborn (live im Free-TV und im HEIDELBERG24-Ticker).

TSG Hoffenheim: Schwache Heimbilanz und viele Gegentore

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison gerät die Abwehr der TSG in den Fokus der Kritik. Die Niederlage gegen Hertha BSC ist bereits die achte Heimpleite. Dabei hat Hoffenheim insgesamt 34 Gegentore kassiert, was der schlechteste Wert in der Bundesliga ist. „Es ist Fakt, dass wir zu viele Gegentore bekommen. Wenn man oben dranbleiben will, dann ist es entscheidend, gut zu verteidigen und so wenig Gegentore wie möglich zu bekommen“, ärgert sich TSG-Torhüter Oliver Baumann. „Das Spiel hat uns einen Dämpfer gegeben.

Besonders auffällig: Die Kraichgauer haben nicht nur gegen Top-Klubs wie Bayern München oder Borussia Mönchengladbach hoch verloren, auch gegen Teams wie Mainz 05 oder den FC Augsburg hat die TSG deutlich zu viele Gegentore kassiert. „Wenn du 0:3 in einem Heimspiel verlierst, fühlt sich das nicht gut an. In den beiden Strafräumen war es leider nicht gut. Sowohl offensiv als auch defensiv“, sagt Schreuder nach dem Hertha-Spiel.

TSG Hoffenheim: Sorgen auch im Sturm

Im Sturm muss der Niederländer auf einige Leistungsträger wie Rekord-Torjäger Andrej Kramaric verzichten. Im Gegenzug wachsen allerdings auch die Probleme in der Defensive. „Die größte Baustelle ist, dass wir ein paar Topspieler vermissen mit Kramaric, Dabbur und Adamyan. Das sind drei für uns sehr, sehr gute und wichtige Spieler", so Schreuder

Benjamin Hübner sieht dies ähnlich. „Jeder, der unsere Mannschaft kennt, weiß, dass uns zurzeit absolute Topstürmer fehlen. Das ist leider in der ganzen Saison das Problem, dass uns durch Verletzungen Spieler rausfallen. Das macht es schwierig“, sagt der TSG-Kapitän.

Die TSG Hoffenheim zeigt gegen Hertha BSC erneut eine enttäuschende Leistung.

Trotz der akuten Heimschwäche haben die Hoffenheimer nur vier Punkte Rückstand auf einen Europa-League-Platz. Die Abstiegszone ist zudem beruhigende zwölf Zähler weg. Um die restliche Saison aber versöhnlich zu beenden, braucht die TSG dringend mehr Konstanz.

nwo mit dpa-Zitaten

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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