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TSG-Mäzen Hopp kontert Rangnick-Kritik!

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Von: Nils Wollenschläger

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Ralf Rangnick (li) und Dietmar Hopp (r.) nach dem Bundesliga-Aufstieg 2008. © picture-alliance/ dpa

Zuzenhausen – Nachdem sich Ex-Hoffe-Coach Ralf Rangnick negativ über seine Zeit im Kraichgau geäußert hat, folgt jetzt die Antwort von TSG-Mäzen Dietmar Hopp.

Von 2006 bis 2011 hat Ralf Rangnick aus der TSG Hoffenheim einen etablierten Bundesliga-Klub geformt. Dennoch blickt der heutige Sportdirektor von RB Leipzig nicht nur positiv auf seine Zeit im Kraichgau zurück.

„Vielleicht haben wir damals ein bisschen zu viel Statusdenken zugelassen. Plötzlich fuhr der erste Ferrari durch Hoffenheim, der in diesem Dorf überhaupt jemals gesichtet worden ist“, sagt Rangnick im Interview mit der ‚Zeit‘. Der 58-Jährige bezieht sich dabei auf die furiose Hinrunde nach dem Bundesliga-Aufstieg 2008. Zudem moniert der ehemalige Hoffenheim-Coach, dass sich Dietmar Hopp zu sehr in sportliche Fragen eingemischt hat.

Das lässt der TSG-Mäzen nicht auf sich sitzen. „Ich erspare es mir, darauf näher einzugehen. Nur so viel: Ralf Rangnick hatte schon immer seine sehr individuelle Sicht der Dinge und seine eigene Wahrheit“, sagt Hopp der ‚Welt am Sonntag‘. 

Nagelsmann bald auf einer Stufe mit Guardiola

Für den aktuellen TSG-Trainer Julian Nagelsmann (29) ist Hopp voll des Lobes. „Ich lege hiermit seine Ablösesumme auf 400 Millionen Euro fest“, sagt der 76-Jährige mit einem Augenzwinkern. 

„Stand der Dinge ist, dass Julian noch zwei Jahre bei uns Vertrag hat. Und wir werden alles daransetzen, ihm zwei angenehme Jahre in Hoffenheim zu bereiten“ sagt der Mehrheitseigner der TSG. Er wäre froh, wenn Nagelsmann auch nach 2019 in Hoffenheim weitermachen würde aber das sei Zukunftsmusik: „Fakt ist, dass wir Anspruch darauf haben, dass er noch zwei Jahre hier Trainer ist, und daran wird sich nichts ändern. Da können die Bayern, Dortmund oder wer auch immer noch so sehr insistieren.“ 

Hopp geht fest davon aus, dass der 29-jährige Nagelsmann „in einigen Jahren einer der gefragteste Trainer der Welt sein wird. Auf einer Stufe, auf der heute Pep Guardiola, Jürgen Klopp oder José Mourinho stehen“.

Trotz der Niederlage in Hamburg stehen die Chancen gut, dass die Hoffenheimer erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in den Europapokal bzw. in die Champions League einziehen. „Es wäre ja dummes Zeug zu sagen, dass wir mit weniger zufrieden wären. Unser Vorsprung ist komfortabel“, so Hopp.

nwo/SID

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