Bittere Woche für die TSG

Nagelsmann wird nach Pleite beim HSV deutlich

Hamburger SV - 1899 Hoffenheim
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Julian Nagelsmann ärgert sich über die Niederlage gegen den Hamburger SV.

Hamburg – Der Frust sitzt bei der TSG Hoffenheim nach der überraschend deutlichen 0:3-Niederlage gegen den Hamburger SV tief. Was Julian Nagelsmann zum Auftritt seiner Mannschaft sagt:

In der Tabelle steht die TSG 1899 Hoffenheim zwar immer noch auf einem ordentlichen siebten Platz, doch ein gewisser Leistungsabfall lässt sich in den letzten Wochen nicht von der Hand weisen. So haben die Kraichgauer in den vergangenen sieben Bundesliga-Spielen lediglich beim Tabellenschlusslicht 1. FC Köln gewonnen. 

Die 0:3-Niederlage am Sonntag beim Hamburger SV ist der bisherige Tiefpunkt in dieser Saison. „Ich bin ein Freund ganz ehrlicher Worte: Wir befinden uns in einer Ergebniskrise. Wir dürfen nicht davon zehren, was gewesen ist, und müssen wieder in der Realität leben. Wir müssen wieder alles dafür tun, um zu gewinnen“, nimmt Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann (30) kein Blatt vor den Mund. 

Schon nach der 1:3-Niederlage in Braga und dem damit verbundenen Aus in der Europa League hat der 30-Jährige die Einstellung seiner Spieler bemängelt

Frühes Eigentor und ‚Mauer-Bock‘

Bereits nach sechs Minuten ist die TSG durch ein Eigentor von Kevin Akpoguma gegen die vom früheren Hoffenheim-Coach Markus Gisdol trainierten Norddeutschen hinten gelegen. Kurios: Das 1:0 ist das 1.000. Eigentor in der Bundesliga-Geschichte gewesen.

Im zweiten Durchgang hat der HSV durch die Tore von Filip Kostic (76.) und Gideon Jung (88.) alles klar gemacht. Vor allem der zweite Gegentreffer verärgert Nagelsmann. So haben die Hoffenheimer beim Freistoß von Kostic darauf verzichtet, eine Mauer zu stellen. Auch Keeper Oliver Baumann sieht bei dem Tor alles andere als gut aus. 

Fotos: HSV schlägt TSG

Wenn ich mich auch noch um eine Mauer kümmere, komme ich gar nicht mehr zum Schlafen“, wird der TSG-Trainer deutlich. Baumann wisse selbst, dass er den hätte halten müssen - und räumte es auch ein. Wie in vielen Situationen habe auch bei diesem Standard der Fokus gefehlt. Serge Gnabry pflichtet seinem Trainer bei: „Der HSV hatte den größeren Willen. Wenn man nur Bundesliga spielt, ist das etwas anderes.“

Am kommenden Spieltag (Samstag, 2. Dezember/15:30 Uhr, Wirsol Rhein-Neckar-Arena) geht es für die TSG Hoffenheim vor heimischer Kulisse gegen den Tabellenzweiten RB Leipzig.

Hamburger SV – TSG 1899 Hoffenheim 3:0 (1:0)

Hamburger SV: Mathenia - Diekmeier , K. Papadopoulos , Mavraj , Douglas Santos - Jung , G. Sakai - Wood (82. Schipplock), Hunt (75. van Drongelen), Kostic - Arp (90.+1 Waldschmidt)

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann - Posch , Vogt , Akpoguma - Zuber (63. Kramaric), N. Schulz - Grillitsch - Demirbay (63. Szalai), Gnabry (57. Amiri) - Uth , Wagner

Tore: 1:0 Akpoguma (6., ET), 2:0 Kostic (75.), 3:0 Jung (88.)

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)

nwo/SID/dpa

Quelle: Mannheim24

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