Enttäuschende Zuschauerzahlen

Nagelsmann: „Dafür habe ich kein Verständnis!“

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TSG-Coach Julian Nagelsmann.

Sinsheim – Hoffenheim bietet in dieser Saison Spektakel, doch die Rhein-Neckar-Arena ist fast nie ausverkauft. TSG-Coach Nagelsmann wählt nach dem Sieg gegen Ingolstadt deutliche Worte.

Die TSG Hoffenheim ist auf dem besten Weg, sich erstmals in der Vereinsgeschichte für einen europäischen Wettbewerb zu qualifizieren

Auch wenn sich die Kraichgauer gegen den FC Ingolstadt lange Zeit schwer getan haben, die letzte halbe Stunde, in der 1899 den Spielstand noch auf 5:2 hochgeschraubt hat, zeigt, dass Hoffe in dieser Form reif für Europa ist.

„Vielleicht müssen wir ja zwölf Tore schießen“

„Ab der 60. Minute war das ein geiles Spiel von uns“, freut sich Sebastian Rudy über die Leistungsexplosion in der Schlussphase. „Wenn man nach einem 1:2-Rückstand gegen einen Abstiegskandidaten so zurückkommt, ist das schon gut“, lobt TSG-Coach Julian Nagelsmann (29).

Fotos vom Hoffe-Sieg gegen Ingolstadt

Hoffenheim spielt ohne Frage eine klasse Saison. Die Zuschauerzahlen lassen dennoch zu wünschen übrig. Gegen Ingolstadt sind lediglich 23.028 Fußball-Begeisterte in der Sinsheimer Arena gewesen. 

„Dafür habe ich kein Verständnis, das muss ich einfach sagen. Das ist mir schleierhaft. Da bin ich offen und ehrlich“, beklagt Nagelsmann und fügt hinzu: „Die Region ist nicht gerade strukturschwach, mehr Spiele gewinnen kann man nicht. Aber vielleicht müssen wir ja zwölf Tore schießen.“ Schon vor einigen Wochen hat der 29-Jährige an die TSG-Fans appelliert.

Nur 23.028 Zuschauer waren gegen Ingolstadt im Stadion.

Durch den Sieg gegen Ingolstadt hat die TSG den vierten Tabellenplatz gefestigt, der für die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt. „Zu rechnen ist das relativ einfach, aber das Umsetzen wird eher schwierig“, sagt der Hoffe-Coach. 

„Wir wollen weiter in alle Spiele gehen, um sie zu gewinnen. Wenn dieser Fall eintritt, werden wir mindestens Vierter. Dagegen würde sich keiner wehren“, erklärt TSG-Sportchef Alexander Rosen„Die Spiele vergehen, und wir holen Punkte“, betont Adam Szalai, der mit zwei Tore seinen Startelfeinsatz mehr als gerechtfertigt hat.

Die nächsten Wochen werden zeigen, wohin die Reise für 1899 geht. Die kommenden Gegner sind schließlich Freiburg (11. März), Leverkusen (18. März), Hertha BSC (31. März) und der FC Bayern (4. April).

nwo/SID

Quelle: Mannheim24

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