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So reagiert Nagelsmann auf das „verdiente“ Pokal-Aus gegen seinen künftigen Klub

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Von: Nils Wollenschläger

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RB Leipzig - 1899 Hoffenheim
Julian Nagelsmann (li.) und RB-Coach Ralf Rangnick (r.) © picture alliance/dpa

Leipzig – Die TSG Hoffenheim scheidet erneut in der zweiten DFB-Pokal-Runde aus. Was die Beteiligten nach der 0:2-Niederlage gegen RB Leipzig gesagt haben:

Julian Nagelsmann huscht ein Lächeln über die Lippen, zu seiner Linken muss auch Ralf Rangnick schmunzeln. Nach dem 2:0 (0:0)-Erfolg von RB Leipzig im DFB-Pokal gegen die TSG Hoffenheim sitzen die beiden gegnerischen Trainer auf dem Podium im Inneren des Leipziger Stadions, als die gemeinsame Zukunft zum Thema wird. 

Nagelsmann macht nach kurzem Überlegen aus der Besonderheit des Abends keinen Hehl. „Es ist, glaube ich, ganz menschlich, wenn man in Leipzig landet und einen kurzen Gedanken daran verschwendet“, sagt Nagelsmann, der unter Sportdirektor Rangnick ab der kommenden Saison Trainer der Sachsen wird. 

Aber“, versichert der 31-Jährige mit Nachdruck, „ich war heute schon mit Leib und Seele Trainer von Hoffenheim!Und damit ist er der Verlierer des intensiven und taktisch geprägten Duells mit seinem künftigen Vorgesetzten

Geringe Zuschauerzahl, kaum Highlights

Erstmals seit der Bekanntgabe des Klubwechsels im Sommer gastiert Nagelsmann am Mittwoch mit der TSG in seiner neuen Heimat. Die Atmosphäre in der mit 21.042 Zuschauern nur halbvollen Arena dürfte ihn wenig beeindruckt haben. Die Qualität des Leipziger Spiels dagegen umso mehr. Taktisch diszipliniert, zweikampfstark und extrem gefährlich durch Konter - Nagelsmann muss auf den Geschmack gekommen sein. 

Allen voran auf die Zusammenarbeit mit Torjäger Timo Werner dürfte sich der Fußball-Lehrer nun noch ein wenig mehr freuen. 20 „sehr, sehr schlechte Minuten nach der Halbzeit“ hat der TSG-Coach als Grund für das „verdiente“ Zweitrunden-Aus angeführt. 

Ihren Ursprung haben die plötzlich auftretenden Probleme nach dem ausgeglichenen ersten Durchgang auch in der Einwechslung des Doppeltorschützen Werner (48./56.). Für den ersten Treffer braucht der 22-Jährige keine drei Minuten, den zweiten legt er wenig später nach. Werner stellt die TSG-Defensive mit seiner Schnelligkeit und Antrittsstärke vor enorme Probleme. 

Gegen Hoffenheim spielt Leipzig nach zuletzt harmloseren Auftritten wieder mit der von Rangnick propagierten RB-DNA des schnellen Umschaltfußballs. Diesen hat er bei Ex-Coach Ralph Hasenhüttl zunehmend vermisst, diesen erwartet er in Zukunft auch von Nagelsmann. Mit der Vorgabe steht Rangnick in Leipzig aber nicht allein da. 

Wenn wir unsere aktuell gute Abwehr mit unserem Tempofußball vereinen, dann ist es schwer, uns aufzuhalten“, sagt auch Werner bei Sky. Nagelsmann wird das Pokalspiel als Lehrbeispiel für die Zukunft in Erinnerung behalten.

SID/nwo

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