Strittige Entscheidungen

BVB-Boss Watzke tobt, Wagner einsichtig

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Kurz vor dem 2:1 hat Sandro Wagner (li.) BVB-Verteidiger Sven Bender weggeschubst.

Sinsheim – Während sich die Hoffenheimer über den verpassten Sieg geärgert haben, redet sich BVB-Boss Hans-Joachim Watzke in Rage. Die Stimmen zum Bundesliga-Spitzenspiel:

Dieses Spitzenspiel ist seinem Namen gerecht geworden! Vor 30.150 Zuschauern teilen sich die TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund nach packenden 90 Minuten die Punkte (>>> Zum Spielbericht).

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke übt nach dem 2:2 gegen die noch immer ungeschlagene TSG deutliche Kritik an Schiedsrichter Benjamin Brand. Auslöser sind zwei Schlüsselszenen. Zum einen der Treffer zum 2:1 für 1899, als Sandro Wagner Sven Bender wegschubst, und zum anderen die Gelb-Rote Karte gegen Marco Reus. Der Nationalspieler hat nach einem intensiven aber keinesfalls überharten Zweikampf mit Nadiem Amiri die Ampelkarte gesehen.

„Eklatante Fehlentscheidungen“

„Ich rege mich sehr über diese beiden unfassbaren Fehlentscheidungen in der ersten Halbzeit auf“, schimpft Watzke im Sky-Interview. „Das Foul sehe ich jetzt und stehe dazu. Im Spiel habe ich es nicht gemerkt, das war intuitiv“, räumt Wagner nach der Partie ein. 

„Das ist unfassbar, unglaublich - das sind zwei glasklare und eklatante Fehlentscheidungen. So etwas habe ich selten gesehen. Das ist Wahnsinn“, so Watzke weiter: „Der zieht eine Minute lang am Trikot, und dann sieht Marco Gelb-Rot!“

„Es hätte mich gefreut, wenn Julian früher so hart gespielt hätte“, scherzt BVB-Coach Thomas Tuchel angesprochen auf die Hoffenheimer Spielweise. Dem Fußball-Lehrer ist der Ärger wegen der Schiedsrichterleistungen allerdings deutlich anzumerken: „Die Situation vor dem 2:1 und die zweite Gelbe Karte für Marco haben die Situation für uns natürlich schwieriger gemacht“, erklärt Tuchel. „Ich hatte schon das Gefühl, dass das Schiedsrichtergespann verunsichert war. Wieso weiß ich aber nicht.“

Fotos: Remis zwischen TSG und BVB

Zustimmung erhält der BVB-Coach von seinem Pendant auf Hoffenheimer Seite. „Ich kann den Ärger der Dortmunder schon verstehen. Wenn ich Schiedsrichter wäre, hätte ich die zweite Gelbe Karte auch nicht gegeben. Wenn das 2:1 nicht zählt, beschwere ich mich nicht“, sagt TSG-Coach Julian Nagelsmann.

Sieg wäre drin gewesen

Auch wenn die Kraichgauer ab der 41. Minute in Überzahl gewesen sind, ist der 29-Jährige mit dem Punkt zufrieden: „Die erste Halbzeit war von uns nicht gut. In der zweiten Halbzeit haben wir deutlich besseren Fußball gespielt. Mit den Chancen von Andrej (Kramaric) und Jeremy (Toljan) müssen wir das Spiel entscheiden. Es war ein packendes Spiel und ich kann heute mit dem Punkt leben.“

Für TSG-Keeper Oliver Baumann fühlt sich das neunte Unentschieden in dieser Saison „ein bisschen wie eine Niederlage an“„Wir müssen das Spiel gewinnen. Wir hatten insgesamt die besseren Chancen, aber in der zweiten Halbzeit haben wir auch zu einfache Konter zugelassen“, resümiert Baumann. „Im Endeffekt geht es um die Chancenverwertung. Wenn wir hier das dritte Tor machen, dann gewinnen wir“, ergänzt Mark Uth, Torschütze zum 1:0.

Obwohl aufgrund der Überzahl mehr drin gewesen wäre, kann die TSG Hoffenheim mit der Punkteteilung gegen den Vizemeister in der Summe durchaus zufrieden sein. Bereits am Mittwoch, 21. Dezember, geht es für die Nagelsmann-Elf im letzten Spiel des Jahres vor heimischer Kulisse gegen Werder Bremen.

nwo

Quelle: Mannheim24

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