Ex-Coach wehrt sich

Streit zwischen Hopp und Rangnick geht in die nächste Runde

Der Streit zwischen Ralf Rangnick (li.) und Dietmar Hopp (r.) geht weiter. (Archiv)
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Der Streit zwischen Ralf Rangnick (li.) und Dietmar Hopp (r.) geht weiter. (Archiv)

Zuzenhausen – Der Disput zwischen TSG-Mäzen Dietmar Hopp und Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick geht weiter! Was der Ex-Coach dem Hoffenheimer Mehrheitseigner nun vorwirft:

Von 2006 bis 2011 ist Ralf Rangnick Trainer bei der TSG Hoffenhein gewesen und hat den Kraichgau-Klub in dieser Zeit von der Regionalliga in die Bundesliga geführt. Dennoch ist Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp nicht gut auf den heutigen Sportdirektor von RB Leipzig zu sprechen.

Angesprochen auf die Aussage Rangnicks, dass Hopp sich zu sehr eingemischt habe, entgegnet der 77-Jährige in der Sport-Bild: „Das entspricht nicht der Wahrheit. Ralf Rangnick hat bei uns tolle Arbeit geleistet. Bevor er bei uns angefangen hatte, bekam er von mir ein Budget von 40 Millionen Euro. Das fand er gut. Aber dann hat er gemacht, was er wollte, und das Geld mit vollen Händen ausgegeben. Das hätte nicht länger so weitergehen können.“

Fotos: TSG feiert Rekord-Saison

Deshalb hat die TSG damals Manager Jan Schindelmeiser verpflichtet. „Jan Schindelmeiser sollte die Ausgaben-Wut von Ralf Rangnick bremsen. Schindelmeiser war Rangnicks Vorgesetzter. Behandelt hat er ihn aber als seinen Mitarbeiter. Es hörte nicht auf.“

Rangnick spricht von „Vetragsbruch“

Nun hat sich Rangnick zu den Vorwürfen geäußert. „Über die Aussagen war ich sehr überrascht. Zumal sie nicht der Wahrheit entsprechen“, sagt der 58-Jährige der ‚Bild‘. „Jeder in der Branche weiß, welche Marktwerte in dieser Zeit in Hoffenheim geschaffen wurden. Es war nicht nur sportlich eine erfolgreiche Zeit, in der wir von der Regionalliga in die Bundesliga aufgestiegen sind, sondern auch wirtschaftlich."

Dass Hopp deswegen Jan Schindelmeiser, heute Sportvorstand beim VfB Stuttgart, als Manager und damit Rangnicks Vorgesetzten installierte, sei ein „Vertragsbruch“ gewesen. „Diesen Schritt hat er im völligen Alleingang gemacht. Dietmar und ich hatten zu Beginn der Zusammenarbeit klare Spielregeln aufgestellt, an die habe zumindest ich mich bis zum letzten Tag gehalten“, so Rangnick. 

Ausschlaggebend für Rangnicks Rücktritt in Hoffenheim sei letztlich der Verkauf von Luiz Gustavo gewesen. Das sei hinter seinem Rücken „entgegen unserer Absprache“ passiert. Deswegen habe er damals um die Auflösung seines Vertrages gebeten. Laut Hopp herrscht zwischen beiden Funkstille: „Wir haben kein Verhältnis mehr zueinander.

Schon Anfang April 2017 ist es zu einem öffentlichen Disput zwischen Hopp und Rangnick gekommen.

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nwo/dpa

Quelle: Mannheim24

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