Rückblick

Als ‚Hoffe‘ FAST den FC Bayern stürzte

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Tobias Weis (li.) hat Franck Ribery (re.) und dem FC Bayern mit der TSG ordentlich Paroli geboten.

Zuzenhausen – Am Sonntag, 31. Januar, geht es für die TSG Hoffenheim zum FC Bayern. Mit Blick auf die Tabelle ein Duell der Gegensätze. Ganz anders war die Situation im Dezember 2008.

15 Spiele, 11 Niederlagen, vier Unentschieden und kein Sieg!

So lautet die durchwachsene Bundesliga-Bilanz der TSG Hoffenheim gegen den Rekordmeister FC Bayern München. Ein Duell ist aber bis heute in ganz besonderer Erinnerung geblieben: Das erste Aufeinandertreffen am 5. Dezember 2008!

Ganz Fußball-Deutschland hat an diesem Freitagabend auf die Münchener Allianz Arena geschaut. Der damalige Aufsteiger Hoffenheim hat in seiner ersten Bundesliga-Hinrunde mit spektakulärem Offensivfußball die halbe Liga schwindelig gespielt und ist am 16. Spieltag als Spitzenreiter zum Tabellenzweiten nach München gereist.

„Flotte Sprüche vs. flotter Fußball“

Bereits im Vorfeld der Partie ist deutlich geworden: Das wird ein echtes Topspiel! „Wenn Sie flotte Sprüche hören wollen, müssen Sie nach München fahren. Wenn sie flotten Fußball sehen wollen, sind Sie in Hoffenheim richtig“, hat der damalige 1899-Coach Ralf Rangnick die Stimmung vor dem Spiel angeheizt.

Auch die Bayern haben den Emporkömmling aus dem Kraichgau inzwischen auf dem Zettel gehabt. „Wo haben die sich eigentlich die letzten 100 Jahre versteckt?“, stichelte beispielsweise Karl-Heinz Rummenigge in Richtung Hoffenheim. Solche ‚Giftpfeile‘ sind in der Regel immer ein Indiz dafür, dass der FC Bayern einen Konkurrenten ernst nimmt.

Als dann an besagtem Freitagabend endlich der Anpfiff in der restlos ausverkauften Allianz Arena ertönte, hielt die Partie tatsächlich was sie versprochen hat. Die von Jürgen Klinsmann trainierten Münchener haben gegen den frechen Aufsteiger mit großen Problemen zu kämpfen gehabt. 

Ibisevic mit den Paukenschlag 

Vedad Ibisevic bejubelt seinen 18. Saisontreffer.

Und dann kam sie, die 49. Minute! Tobias Weis setzt sich auf der rechten Seite stark durch, passt zu Vedad Ibisevic und der Bosnier macht in bester Gerd-Müller-Manier sein 18. Saisontor im 16. Spiel. In der Folgephase spielt sich 1899 in einen wahren Rausch und setzt den strauchelnden Meister gehörig unter Druck. Man hätte fast meinen können, dass eine Wachablösung in der Luft liegt.

Doch wie so oft ist der FC Bayern dann gnadenlos effektiv und dreht durch die Tore von Philipp Lahm (60.) und Luca Toni (90.) die Partie tatsächlich noch. Am Ende ist die TSG zwar ohne Punkte aus München zurückgekehrt, doch der Aufsteiger hat sich deutschlandweit Respekt erspielt. 

In den weiteren Bundesliga-Jahren hat sich 1899 vier Unentschieden gegen die Münchener erkämpft, doch so nah wie an jenem 5. Dezember 2008 ist der Kraichgau-Klub dem Rekordmeister letztlich nie mehr gekommen.

Die nächste Chance auf einen Sieg gegen die scheinbar ‚übermächtigen‘ Bayern hat das Team von Trainer Huub Stevens, das nach dem Rückrundenstart gegen Leverkusen auf dem vorletzten Tabellenplatz rangiert, am Sonntag, 31. Januar, um 17:30 Uhr in der Allianz Arena.

nwo

Quelle: Mannheim24

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