Der 56-Jährige war von 2016 bis 2017 beim VfB Stuttgart

Ex-VfB-Sportvorstand Schindelmeiser erwartet nicht viel von Geisterspielen!

VfB Stuttgart: Schindelmeiser sieht sportliche Leistung bei Geisterspielen kritisch. Deutliche Forderung an Verantwortliche. 

• Ex-Sportvorstand des VfB Stuttgart rechnet mit großen Veränderungen.
Jan Schindelmeiser warnt vor Ausverkauf der kleinen Klubs. 
• Schindelmeiser sieht es ähnlich wie Sven Mislintat - Millionen-Transfers wird es nicht geben. 

VfB Stuttgart: Ex-Boss Schindelmeiser hat geringe Erwartung an Geisterspiele!

Update vom 4. Mai: Die Entscheidung über den Re-Start der1. und 2. Fußball-Bundesliga könnte am 6. Mai fallen. Dann will sich die Politik mit dem Thema Geisterspiele befassen. Die Deutsche Fußball-Liga hat einen umfangreichen Maßnahmen-Katalog erarbeitet, womit die TV-Spiele umgesetzt werden könnten. Erste Corona-Tests bei den Vereinen waren positiv. Auch beim VfB Stuttgart gab es Ungereimtheiten

Kommt damit der Neu-Start in Gefahr? Der ehemalige Sportvorstand des VfB Stuttgart, Jan Schindelmeiser, hat sich jetzt zu Geisterspielen geäußert. Seine Erwartungen daran sind allerdings eher gering. Bei swr.de macht er deutlich: "Wenn wir über den Fußball sprechen, den wir sehen werden, da befürchte ich, dass das schwierig sein wird. Wir werden da keine Top-Leistungen sehen." Die Erwartungshaltungen müssten "reduziert" werden. 

VfB Stuttgart vor ungewisser Zukunft: Transfergerüchte, Kader-Planung und News

Auch der Blick auf die finanzielle Schieflage einiger Klubs ist beim Ex-VfB-Macher ganz speziell. Das Klagen um die eigene Existenz sei derzeit nicht "exklusiv" beim Fußball, aber "es sollte nicht so sein". Laut Schindelmeiser sei es "sinnvoll grundsätzlich über das Ausgaben-Verhalten im Fußball zu sprechen". Schindelmeiser: "Wir haben kein Problem der Einnahmen. Es gibt genügen Geld im Profifußball." Und der 56-Jährige legt nach: "Hätten wir nur die Hälfte der Umsätze im Profifußball, würde das Geschäft genauso gut funktionieren und der Fußball wäre mit großer Wahrscheinlichkeit kein bisschen schlechter."

Wie schon Anfang April, so fordert er erneut ein Umdenken bei den Verantwortlichen. Der ehemalige Sportvorstand des VfB Stuttgart sieht auf die Vereine Einbußen bei Sponsoreneinnahmen zukommen. Auch TV-Gelder könnten in Zukunft deutlich geringer ausfallen. Man müsse jetzt über "hohe Gehälter, Ablösesummen und dieSonderstellung des Fußballs" sprechen. Schindelmeiser: "Das ist ein extrem dickes Brett, das dort gebohrt werden soll. Aber besser fangen sie heute damit an, als morgen." 

Zuletzt hatte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat die Fortsetzung der Saison als "lebensnotwendig" bezeichnet. Die Maßnahmen der DFL kamen beim Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger gut an. 

Sportdirektor Sven Mislintat (links) und Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger wissen um die Gefahr der aktuellen Lage für den VfB Stuttgart. 

VfB Stuttgart:  Ex-Sportvorstand Schindelmeiser sieht Veränderung des Tranfsermarktes 

Erstmeldung vom 14. April: Die ganze Fußball-Welt steht vor großen Veränderung. Die Corona-Krise setzt die Vereine unter Druck. Millionen-Verluste drohen auch beim VfB Stuttgart. Profis verzichten auf Teile des Gehalts, der Stadion-Umbau steht auf dem Prüfstand und es ist noch ganz klar, wie und ob es im Mai mit Geisterspielen weitergehen kann. Jetzt hat sich der ehemalige Sport-Vorstand des VfB, Jan Schindelmeiser zu Wort gemeldet. 

Für den 56-Jährigen, der von 2016 bis 2017 beim VfB Stuttgart tätig war, wird es zu drastischen Veränderungen auf dem Transfermarkt kommen. Im SWR-Interview spricht er von "erheblichen" Veränderungen "für die kommenden zwei Transferperioden. Schindelmeiser: "Umsätze werden abnehmen und es wird auch zu größeren Verwerfungen kommen. Ich kann ja nicht auf der einen Seite mit meinen Spielern darüber diskutieren, dieGehälter zu reduzieren, und gleichzeitig große Transfers machen. Das würde im Binnenverhältnis der Clubs zu Komplikationen und Kontroversen führen."

VfB Stuttgart: Schindelmeiser und Mislintat mit ähnlicher Meinung

Ein Gedanke, der aktuell beim VfB Stuttgart durchaus sehr präsent ist. Zuletzt machte bereits Sportdirektor Sven Mislintat deutlich, dass es bein den Schwaben auch durchaus einen Sommer ohne große Transfers geben könnte. Mislintat mit Klartext: "Wir werden ganz sicher nicht jetzt Einsparungen vornehmen und dann Spieler verpflichten, die viele Millionen kosten."

Das die Forderungen nach Gehaltsverzicht durchaus zu Unstimmigkeiten innerhalb der Vereine führen werden, da ist sich der Ex-Kader-Macher des VfB Stuttgart sicher. Und genau wie Mislintat sieht er Transfersummen von über 100 Millionen Euro "für völlig illusorisch". Schindelmeiser beim SWR: "Ein Großteil der Wirtschaftsunternehmen ist ebenfalls unter starkem Druck. Trotz abgeschlossener Verträge kann es durchaus sein, dass Unternehmen nicht in der Lage oder bereit sind, die Verträge zu erfüllen."

VfB Stuttgart: Für Schindelmeiser droht Ausverkauf der kleinen Klubs

Für viele Klubs, die nach der Corona-Krise in große finanzielle Not rutschen und wirtschaftlich wenig Spielraum haben, droht dann die Ausverkauf-Gefahr. Schindelmeiser: "Es besteht international die Gefahr, dass die starken Vereine, die am wenigsten betroffen sind, die Situation ausnutzen und die Diamanten der kleineren Clubs klauen werden." 

VfB Stuttgart vor ungewisser Zukunft: Transfergerüchte, Kader-Planung und News

Wie dramatisch die Situation beim VfB Stuttgart wird, kann man aktuell natürlich nicht sagen. Für Sven Mislintat gibt es aber keinen Grund zur Panik. Zuletzt erklärte er, der Verein sei "gesund". Aber bei einer zulange Pause könnte "es auch für uns irgendwann sehr eng" werden. 

VfB Stuttgart: Hannes Wolf und Jan Schindelmeiser konnten gut zusammenarbeiten

Jan Schindelmeiser war bei seiner Amtszeit beim VfB Stuttgart sehr beliebt bei den Fans. Der 56-Jährige setzte auf Kontinuität, Luftschlösser bauen war mit ihm nicht drin! Eins nach dem anderen! So ging auch Schindelmeiser alle seine Aufgaben an. 

Hat sich beim VfB Stuttgart immer gut mit Jan Schindelmeiser verstanden: Ex-Coach Hannes Wolf. 

Er hielt wenig von Symboltransfers, weswegen unter ihm eine Rückkehr von Daniel Didavi nie zum Thema wurde. Der bei den Fans beliebte Mittelfeldspieler hätte als Ex-Wolfsburger nicht nur den Gehaltsrahmen gesprengt, er wäre aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit auch ein echtes Risiko gewesen. Schindelmeiser agierte auf dem Transfermarkt wie es die Schwaben mögen!Zurückhaltend und sparsam! Übertriebene Ablösesummen? Nicht mit ihm! Augenmaß von Beginn an! Und immer im direkten Dialog mit dem Trainer!

Auch Ex-VfB-Trainer Hannes Wolf machte zuletzt deutlich, wie gut die Zusammenarbeit mit dem damaligen Sportvorstand funktionierte. Erst mit dem Abgang von Schindelmeiser in Stuttgart und der Amtszeit von Michael Reschke fingen für Wolf die Probleme an

Quelle: echo24.de

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa

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