Entschlossenes Handeln gefordert

Chaos beim VfB Stuttgart: Aufsichtsrat Adrion spricht über „Kompetenz-Lücken, die wehtun“!

Rainer Adrion
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Rainer Adrion äußert sich zum Chaos beim VfB Stuttgart

Das Chaos beim VfB Stuttgart hat ein ungeahntes Ausmaß angenommen. Nun meldet sich Aufsichtsrat Rainer Adrion zu Wort.

Update, 08. Februar: Der VfB Stuttgart versinkt immer mehr im Chaos. Machtkampf, Datenskandal, Alleingänge und ein offener Brief nach dem anderen... Nun meldet sich VfB-Aufsichtsrat Rainer Adrion zu Wort: „Die Situation beim VfB beunruhigt mich sehr.“ Gemeint ist vor allem der Führungsstreit, der in vielen Dingen wohl ein einzigartiges Ausmaß angenommen hat. Auf dem Rasen staunt die Liga über die jungen Spieler des VfB Stuttgart, abseits davon über das Theater.

Rainer Adrion ist beim VfB Stuttgart im Aufsichtsrat.

Deswegen fordert Adrion nun „entschlossenes und konsequentes Handeln“, um das Vertrauen wieder herzustellen. Immerhin gibt der Aufsichtsrat auch ein wenig Entwarnung: „Der VfB kann daran nicht zugrunde gehen. Aber er kann Schaden nehmen. In Sachen Reputation ist dies auch schon geschehen.“ Dabei spielt er auch auf einzelne Personen beim VfB Stuttgart an, die „Kompetenz-Lücken“ hinterlassen könnten, die „wehtun“.

Der 67-Jährige bezieht auch zu den Spekulationen Stellungen, wonach es zu Manipulationen bei der Ausgliederung 2017 gegeben haben soll. Adrion laut Bild:

All diese Vorwürfe wurden schon vor dreieinhalb Jahren hervorgebracht. Sie wurden sehr ernst genommen und notariell ausgeräumt. Es ist ungeheuerlich, in welchem Maße da vielen Mitarbeitern kriminelles Vorgehen unterstellt wird.

Rainer Adrion, Aufsichtsrat des VfB Stuttgart

Von einer Verschiebung der kommenden Mitgliederversammlung, die am 18. März geplant ist, hält Adrion hingegen nichts. Er meint, dass auch im September eine Präsenzveranstaltung nicht garantiert werden könnte. Experten wie Karl Lauterbach (SPD) haben erst kürzlich von einer möglichen dritten Corona-Welle gesprochen. Adrion könnte sich eine Verschiebung um einen Monat vorstellen.

Machtkampf beim VfB Stuttgart: Neue Dimension - jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft!

Update, 05. Februar: Der Machtkampf beim VfB Stuttgart erreicht eine neue Dimension. Wie Präsident Claus Vogt am Donnerstabend mitteilte, hat er die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Der Grund: Es besteht der Verdacht auf Geheimnisverrat beim VfB Stuttgart! Aber: Zwar sagt Vogt, dass ihn Medienanfragen zu dem Schritt veranlasst haben, worum es genau geht, lässt Vogt jedoch offen.

Vogt fokussiert hingegen die Aufklärung der Datenaffäre, die „unabhängig von der leider nun notwendig gewordenen Einschaltung der Staatsanwaltschaft“ im Mittelpunkt stehen sollte. Vogt weiter: „Die gestrige Medienmitteilung des Landesdatenschutzbeauftragten Baden-Württemberg, mit der ein Bußgeldverfahren wegen erheblicher Datenverstöße eröffnet worden ist, bestätigt dies.“ Das Chaos beim VfB Stuttgart geht weiter.

Machtkampf beim VfB Stuttgart: Nächster offener Brief - Riethmüller will Brücke bauen!

Update, 02. Februar: Der Machtkampf des VfB Stuttgart ist durch den Rückzug von Thomas Hitzlsperger als Präsidentschaftskandidat etwas zur Ruhe gekommen, aber vorbei ist das Thema noch lange nicht. Nun meldet sich Christian Riethmüller zu Wort, der bei der letzten Wahl gegen Claus Vogt den Kürzeren zog. Riethmüller wendet sich auf Facebook in einem offenen Brief - wie es beim VfB Stuttgart aktuell üblich ist - an Hitzlsperger.

Er versucht „Brücken zu schlagen“, wie er in einem Querverweis auf Twitter schreibt. In seinem Schreiben erläutert Riethmüller, dass er Hitzlsperger und Vogt respektiere. Er sieht beide als wichtig für den VfB Stuttgart an. Riethmüller zu Hitzlsperger: „Während Sie die AG vorangebracht haben, hat Claus Vogt den Mitgliedern und Fans die Hand gereicht, die in den Jahren vorher abgehackt worden war. Sie beide waren auf Ihre Art und Weise erfolgreich für unseren VfB, auch wenn Sie beide nicht miteinander zurechtgekommen sind.“

VfB Stuttgart: Knall zwischen Vogt und Hitzlsperger kaum verwunderlich, aber...

Dass es zwischen Vogt und Hitzlsperger knallt, scheint für Riethmüller kaum verwunderlich zu sein. Beide sind auf ihren Posten beim VfB Stuttgart unerfahren und machen auch Fehler, was normal und in Ordnung wäre. Riethmüller über die Zusammenarbeit mit Vogt:

Ich kann mir vorstellen, dass es mit Claus Vogt kontrovers ist. Ich habe während unserem Präsidentschaftswahlkampf auch den einen oder anderen Kampf mit ihm ausgefochten, und musste mich geschlagen geben. Er gibt nicht so schnell nach, er verfolgt seine Ziele, die aus meiner Sicht stark mit denen der Mitglieder übereinstimmen, konsequent, und er ist wie Sie auf seinem Posten unerfahren und macht Fehler. Da ist eine Zusammenarbeit sicher nicht einfach. Aber auch das war zu erwarten bzw. zu erhoffen, weil wir auf der einen Seite eine erfolgreiche AG haben wollen, auf der anderen Seite einen Verein und dessen Präsidenten, der seine Mitglieder vertritt und ihnen Gehör verschafft, und da können die Interessen schon mal auseinanderliegen. Vielleicht müssen sie das sogar.

Christian Riethmüller, ehemaliger Präsidentschaftskandidat beim VfB Stuttgart

Riethmüller greift in seinem Brief die Gremien an. So wirft er dem Vereinsbeirat des VfB Stuttgart vor, die Bewerbung von Hitzlsperger nicht gleich abgelehnt zu haben, da es gegen die Versprechen der Ausgliederung verstoßen hat. Auch die Entfernung von den Fans wirft er „vielen in den Gremien“ vor. Rietmüller: „Und so hat es den Anschein, dass die Gremien Sie und Herrn Vogt geradezu sehenden Auges ins Verderben rennen lassen.“

SteckbriefeThomas HitzlspergerClaus Vogt
PositionVorstandsvorsitzender der AGPräsident und Aufsichtsrat
Geburtsdatum5. April 198212. August 1969
HerkunftMünchen, DeutschlandNürtingen, Deutschland
(vorheriger Beruf)FußballprofiUnternehmer

Dann gibt Rietmüller Hitzlsperger einen Tipp: „Wenn Sie jetzt nach Ihrem Rückzug von Ihrer Kandidatur, noch den entscheidenden Schritt auf Claus Vogt zugehen, und dem Vereinsbeirat empfehlen, Claus Vogt zur Wahl zu stellen, hätte im Falle einer Wiederwahl auch Claus Vogt keine andere Wahl, als auf Sie zuzugehen und mit Ihnen gut zusammenzuarbeiten.“ Hitzlsperger würde Vogt so positiv unter Druck setzen, so dass dieser unter Beobachtung steht und an sich arbeiten muss. Ob Hitzlsperger oder Vogt auf den Brief reagieren? Zumindest die Fans des VfB Stuttgart haben das Schreiben bislang fast durchweg positiv kommentiert...

Machtkampf beim VfB Stuttgart: Kuranyi gibt Tipp - wenn zwei sich streiten...

Update, 31. Januar: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Kommt es auch im Machtkampf beim VfB Stuttgart so? Während Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger und Noch-Präsident Claus Vogt im Clinch liegen, ist es um den dritten Bewerber, Unternehmer Volker Zeh, ruhig. Nun beginnen allerdings die Befürworter des 56-Jährigen offen für ihn zu werben.

Zum Kreis der Unterstützer Zehs zählen unter anderem ehemalige Stars des VfB Stuttgart, wie Zvonimir Soldo und Zdravko Kuzmanovic. Aber auch Kevin Kuranyi spricht sich nun für Zeh aus. Gegenüber der Bild sagt er: „Ein ruhiger, schlauer Mann, mit dem man gut reden kann. Ich habe ihn mal kennengelernt und bin sicher, dass er den VfB führen kann.“

Volker Zeh (links) hat sich für die Präsidentenwahl beim VfB Stuttgart beworben.

Aber: Im allgemeinen Bewusstsein sind vor allem Hitzlsperger und Vogt präsent. Die Unruhen beim VfB Stuttgart beizulegen, wird für jeden, der das Amt ausführen wird, eine Mammutaufgabe. Kuranyi über Zeh: „Ich traue ihm zu, den Verein zu befrieden. Was nicht leicht wird, aber bitter nötig ist.“

Vogt wäre sein Amt dann los. Und was würde das für Hitzlsperger bedeuten? „ Thomas will ja selbst Präsident werden – was ich nicht verstehe. Aber wenn sie vorher nicht gegeneinander antreten, könnte eine Zusammenarbeit sicher gut funktionieren“, so Kuranyi. Volker Zeh scheint für den VfB Stuttgart eine echte Alternative zu sein.

VfB Stuttgart: Vernunft im Machtkampf! Ex-Präsident Erwin Staudt mit klarer Forderung

Update, 29. Januar: Der Machtkampf und die damit verbundenen internen Querelen beim VfB Stuttgart sind diese Woche weiter eskaliert. Der Riss im Verein scheint nicht mehr zu flicken zu sein. Dennoch appelliert Ehren- und Ex-Präsident Erwin Staudt bei Bild: „Ich erwarte von allen lösungsorientiertes Handeln. Es müssen sich jetzt alle mal am Riemen reißen.“ Bereits am Vortag nannte Staudt das Treiben beim VfB einen „Kriegsschauplatz“, wie echo24.de berichtete (siehe vorangehendes Update).

Steckbrief
NameErwin Staudt
Geburtsdatum25. Februar 1948
HerkunftLeonberg, Deutschland
PositionEhrenpräsident und Ex-Präsident
VfB-Präsident von ... bis2003 bis 2011

Konkret fordert Staudt nun: „Die Vorwürfe müssen konkret auf den Tisch und dann ausgeräumt werden. Der Verein muss endlich zur Ruhe kommen. Die Vernunft muss gewinnen.“ Einen Favoriten im Machtkampf hat er nicht. Er kennt Thomas Hitzlsperger und Claus Vogt beide, sieht aber den Verein als großes Ganzes. Staudt: „Menschen kommen und gehen. Aber der Verein bleibt. Wenn Leute nicht in der Lage sind, miteinander den VfB in vernünftiger Form zu führen, müssen Konsequenzen gezogen werden.“

VfB Stuttgart: Ex-Präsident Erwin Staudt spricht Klartext zur aktuellen Situation.

Stimmt, dennoch sieht der ehemalige Präsident des VfB Stuttgart den Vereinsbeirat in der Pflicht Claus Vogt erneut aufzustellen. „Nach meinem Demokratie-Verständnis muss der Amtsinhaber, der von den Mitgliedern gewählt wurde, wieder zugelassen werden – sofern er das möchte“, erklärt Staudt.

Bleibt abzuwarten, wann sich die Streitereien im Verein auch auf die Leistung des Bundesligisten niederschlagen. Heute Abend spielt der VfB Stuttgart gegen Mainz 05 (im Live-Ticker bei echo24.de). Staudt warnt gegenüber Bild: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Unruhe auf die Leistung der Mannschaft auswirkt.“ Dabei braucht der VfB Stuttgart dringend einen Sieg...

VfB Stuttgart ein „Kriegsschauplatz“ - Ex-Präsident Staudt spricht Klartext!

Update, 28. Januar, 10.35 Uhr: Erst vor wenigen Tagen äußerte sich Ex-Präsident Wolfgang Dietrich zum Machtkampf beim VfB Stuttgart, jetzt gibt es die nächste scharfe Kritik eines ehemaligen Präsidenten: Erwin Staudt, der bis 2011 beim VfB Stuttgart das Präsidentenamt inne hatte.

Staudt verfolgt den VfB Stuttgart nur noch von außen, hält aber fest, dass das Verhalten der beteiligten Personen und die Schlammschlacht „vereinsschädigend“ sei. Dann wird Staudt deutlich! Auf eine mögliche Rückkehr zum VfB angesprochen, sagt der Ex-Präsident:

Nein, um Gottes Willen. Ich gehe nicht mehr zurück auf diesen Kriegsschauplatz.

Erwin Staudt, ehem. Präsident des VfB Stuttgart, über eine mögliche Rückkehr

Hart, härter, Staudt! Die Aussage sitzt und sagt viel aus über die Vorgänge beim VfB Stuttgart! Gegenüber der dpa sagt Staudt auch: „Was schief läuft, ist, dass das Ganze in der Öffentlichkeit ausgetragen wird. Es gibt immer in jedem Gremium Meinungsverschiedenheiten, aber da muss man sich einfach das Problem vornehmen, sich an einen Tisch setzen und dann versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden.“

VfB Stuttgart: Emotionaler Post von Hildebrand zum Machtkampf

Update, 28. Januar, 8.30 Uhr: Jetzt hat sich auch Timo Hildebrand zur Schlammschlacht beim VfB Stuttgart geäußert. Der ehemalige Torwart, der 2007 mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister wurde, schreibt auf Instagram: „Ich bin Fan und Mitglied meines Herzensvereins. Zu sehen wie er sich von innen heraus vergiftet, tut mir in der Seele weh!“

Kommentar zum Machtkampf beim VfB Stuttgart: Claus Vogt ist nicht besser als Thomas Hitzlsperger!

Emotionale Worte von Hildebrand, der den VfB Stuttgart seit jeher verfolgt. „Der Vorstandsvorsitzender, 2 Präsidiumsmitglieder, der Sportdirektor, Teile des Aufsichtsrates und des Vereinsbeirates haben sich vom Präsident distanziert“, so Hildebrand weiter. Interessant: Er bezieht auch Sportdirektor Sven Mislintat in sein Statement mit ein. Der hatte sich bislang nur sehr zurückhaltend geäußert und keinerlei Partei ergriffen.

Die Zeiten der Alleinherrscher sind vorbei. Das Ego eines Einzelnen sollte nie über einem Verein bzw. einem Team stehen.

Timo Hildebrand, Ex-Torwart des VfB Stuttgart, zum Machtkampf

Aber steht Hildebrand nun auch auf irgendeiner Seite? Nein, der Ex-Nationalspieler stellt klar: „Mir geht es nicht darum, mich auf eine Seite zu stellen, aber was ist das für ein Signal an die Mitarbeiter, an eventuelle Neuverpflichtungen, Sponsoren und und und.“ Der Schaden, den der VfB Stuttgart aus dieser Misere davonträgt, ist wohl noch nicht absehbar. Und so hat Hildebrand wahrscheinlich mit seinem letzten Satz völlig recht: „Bei diesen internen Machtkampf gibt es nur Verlierer.“

Ultras äußern sich mit Spruchband zum Machtkampf beim VfB Stuttgart!

Update, 17. Januar: In den Stadien in Deutschland ist es still geworden. Seit Monaten sind keine Zuschauer mehr vor Ort dabei, aber: Die Fanszene des VfB Stuttgart meldete sich per Spruchband beim Spiel gegen Borussia Mönchengladbach zu Wort. Thema: Der Machtkampf in der Führungsetage der Schwaben. Ziel: Vor allem Thomas Hitzlsperger, aber wohl auch einige andere Mitglieder der Ebene.

Und die Fans wurden auf dem Spruchband vor der Cannstatter Kurve deutlich: „Sonnenkönig 2.0 - Habt Ihr einen Schatten?“ Ein klares Statement zum Versuch von Thomas Hitzlsperger, beim VfB Stuttgart die Ämter des Vorstandsvorsitzenden und Präsidenten zu besetzen. Wie die Stuttgarter Zeitung schreibt, gab es bereits in den vergangenen 14 Tagen ähnliche Spruchbänder der Ultras vom Schwabensturm und Commando Cannstatt.

Übrigens: Als Sonnenkönig wurde Ludwig der XIV. bezeichnet, da er die Sonne als zentrales Symbol seiner Regierung wählte. Der damalige französische König (1638-1715) etablierte am Hof die herausragende Stellung und das prunkvolle Auftreten des Königs.

Wende im Machtkampf beim VfB Stuttgart - Hitzlsperger entschuldigt sich!

Update, 15. Januar: Es bewegt sich etwas im Machtkampf beim VfB Stuttgart! Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger schreibt erneut einen offenen Brief. Dieses Mal gibt es keine harten Worte, keine Anschuldigungen. Es herrscht ein versöhnlicher Ton - und sogar der VfB Stuttgart veröffentlich ihn auf seiner Homepage. Damit ist es dann auch der öffentliche Weg, der direkte Weg aus seiner Position heraus.

„Es tut mir aufrichtig leid, dass ich in meinem offenen Brief gegenüber Claus Vogt Worte gewählt habe, die nicht angemessen waren und ihn persönlich getroffen haben“, beginnt Hitzlsperger in seinem kurzen Schreiben vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach und kommt damit gleich zum Punkt. Es ist eine Entschuldigung - und eine Erklärung: „Mit dem Brief wollte ich unseren Mitgliedern, Fans und der Öffentlichkeit meine Motive für die Kandidatur offen und ausführlich begründen.“

Die Wucht der Worte habe er unterschätzt, ebenso wie stark es Claus Vogt treffen können, schreibt der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart. Dann folgt die Intention des Schreibens: „Deshalb möchte ich hiermit, wie bereits am Montagabend in einer Aufsichtsratssitzung angekündigt, bei Claus Vogt um Entschuldigung bitten.“

Dass es Differenzen auch weiterhin gibt, bestreitet Hitzlsperger nicht, dennoch „sollten wir unter VfBlern jetzt und in Zukunft respektvoll miteinander umgehen“. Heißt aber nicht, dass Thomas Hitzslperger von seiner Kandidatur zurücktritt.

Früher war‘s hinterfotziger: So blickt Ex-VfB-Profi Babbel auf den Machtkampf

Update vom 12. Januar: Während die Mannschaft des VfB Stuttgart aktuell noch unbeeindruckt vom Machtkampf in der Führungsetage des Aufsteigers auftritt und es zuletzt nichts mehr zu hören gab von den Beteiligten, gibt es im Umfeld des Aufsteigers immer wieder deutliche Äußerungen zum Vorgehen.

Auch Markus Babbel sprach gegenüber echo24.de im Interview über die Vorgängen beim VfB Stuttgart. Der ehemalige Profi und Trainer des VfB war „sehr überrascht über den offenen Brief“ und die Art und Weise: „Das sind normalerweise doch Dinge, die man aus der Vergangenheit eher anders kennt. Also dass es entweder intern geklärt wird oder, wie man in Bayern sagt, ‚hinterfotzig‘ über irgendwelche Medienkanäle gestreut wird ohne Namen zu nennen.“

Thomas Hitzlsperger überraschte mit seiner deutlichen Kritik an Präsident Claus Vogt.

Die Schärfe mit der Thomas Hitzlsperger als Vorstandsvorsitzender den Präsidenten Claus Vogt attackierte, überrascht zudem auch. Gerade, weil die Mannschaft des VfB Stuttgart sportlich für viel Begeisterung in der Bundesliga sorgt. Für Babbel nur schwer nachzuvollziehen: „Es ist doch sehr verwunderlich, dass es so offen ans Tageslicht kommt und eine Position sehr diffamiert wurde, da es große Anschuldigungen an den Präsidenten sind. Da war ich überrascht, weil man wegen des Sportlichen ja dachte, dass beim VfB aktuell Friede, Freude, Sonnenschein herrscht.“

VfB Stuttgart: Ex-Präsident Wolfgang Dietrich meldet sich im Machtkampf zu Wort!

Update, 12. Januar: Im Machtkampf zwischen Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger und dem aktuellen Präsident Claus Vogt ist es still geworden, um beide Parteien. Der Vereinsbeirat verhängte einen höflich formulierten Maulkorb. Aber: Dafür melden sich immer mehr Menschen aus dem Umfeld. Nun auch Vogt-Vorgänger Wolfgang Dietrich!

Dietrich versteht nicht, warum Hitzlsperger beide Ämter - also das des Vorstandsvorsitzenden der AG und des Präsidenten beim VfB Stuttgart - vereinen möchte. „Für mich ist das ein No-Go. Der Plan widerspricht den an die Mitglieder im Zuge der Ausgliederung gegebenen Versprechungen“, erklärt Dietrich gegenüber der Bild.

VfB Stuttgart: Wolfgang Dietrich wurde 2019 von Claus Vogt als Präsident ersetzt.

Aber: Dietrich sieht in Hitzslpergers Bewerbung auch ein deutliches Signal beim VfB Stuttgart! „Ich sehe es als SOS, weil er offensichtlich keinen anderen potenziellen Kandidaten gesehen hat, der den Verein weiterbringen kann. Offensichtlich ist das Verhältnis zwischen dem aktuellen Präsidenten und dem Vorstands-Vorsitzenden sowie weiten Teilen der Gremien komplett zerrüttet“, so der 72-Jährige.

Eskalation mit Berechnung? Mislintat über Entscheidung von VfB-Boss Hitzlsperger

Update vom 11. Januar: Auch rund um den 4:1-Sieg des VfB Stuttgart beim FC Augsburg am Sonntag, blieb der Machtkampf der Bosse ein Thema für den Aufsteiger. Immerhin, die Mannschaft knallte nicht nur die Torflaute der vergangenen Spiele weg, sie zeigte sich damit auch unbeeindruckt von den Querelen auf der Führungsebene. Auch Sportdirektor Sven Mislintat bleibt gelassen.

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In der Halbzeitpause der Partie erklärte der Kader-Macher des VfB beim Sender Sky gelassen, es sei im Grunde „nichts Neues“, was da aktuell passiert. Mislintat: „Um ehrlich zu sein, ich arbeite in einem Verein, in dem schon eine große Unruhe war, als ich begonnen habe. Mit dem ehemaligen Präsidenten Dietrich hat alles angefangen.“

Eine Gefahr für die sportliche Entwicklung des VfB Stuttgart kann er unterdessen weiter nicht erkennen: „Natürlich betrifft uns das Thema am Rande. Aber das Gute ist, es betrifft uns nicht auf dem Spielfeld.“

Thomas ist kein Mensch, der Dinge unbedacht tut.

Sven Mislintat, Sportdirektor VfB Stuttgart

Bei Vorstandschef Thomas Hitzlsperger ist sich Sven Mislintat sicher, wurde der gewählte Weg bewusst eingeschlagen. Eskalation mit Berechnung? Mislintat: „Thomas ist kein Mensch, der Dinge unbedacht tut. Ich denke er weiß schon was ihn danach erwartet, nachdem er diesen Weg gewählt hat.“

Das der VfB Stuttgart durch den Machtkampf zwischen Hitzslperger und Präsident Claus Vogt einen Imageschaden erlitten hat, sieht Sven Mislintat nicht ganz so - DENN: „Der VfB gibt aktuell ein differenziertes Bild ab in der Öffentlichkeit. Auf der einen Seite die Vereinspolitik, auf der anderen Seite der Sport.“ Über seinen Posten ist der 48-Jährige daher aktuell sehr froh: „Ich bin zum Glück für den Sport verantwortlich.“

Machtkampf beim VfB: Sorgt ein Blogger mit seinem Antrag für die Entscheidung?

Update vom 9. Januar: Es ist mehr als nur ein Brodeln im Hintergrund. Auf der Führungsetage des VfB Stuttgart wütet ein Flächenbrand. Präsident Claus Vogt gegen den Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger. Offene Briefe von Hitzlsperger und Vogt (Update 2. Februar), Anschuldigungen, Maulkörbe für die Streithähne, wütende Fans und ein Blogger mit dem vielleicht entscheidenden Antrag.

Mit Blog und Podcast „Nachspielzeit“ ist Ron Merz schon bekannt unter den VfB-Fans. Vor wenigen Tagen stellte er einen offiziellen Antrag beim Verein. Merz fordert darin eine Änderung der Satzung des VfB Stuttgart 1893 e. V.! Worum geht‘s? Der Blogger will erreichen, dass eben ein aktuelles Mitglied des Präsidiums oder des Vereinsbeirats KEINE „ehrenamtliche oder bezahlte Tätigkeit oder Funktion innerhalb der VfB Stuttgart 1893 AG und deren Tochtergesellschaften ausüben“ darf. Bei Hitzlsperger wäre dies aber der Fall!

VfB Stuttgart gegen Augsburg: Live-Ticker bei echo24.de

Auf seinem Blog liefert Merz den verantwortlichen des VfB Stuttgart und den Anhängern auch eine ausführliche Begründung mit und fordert darin, dass „die Interessen der Mitglieder des e.V. gewahrt werden und der Verein jederzeit in der Lage ist, diese auch gegenüber der AG entsprechend durchzusetzen“

Der Antrag wird vom Verein geprüft. Am 18. März könnte dann die Entscheidung über die Satzungsänderung auf der Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart fallen. Bei entsprechender Zustimmung wäre die Kandidatur von Thomas Hitzlsperger aufs Präsidentenamt hinfällig.

Es ist aktuell nur schwer vorstellbar, dass der Claus Vogt, Thomas Hitzslperger UND der VfB Stuttgart da komplett unbeschadet wieder rauskommen aus diesem MachtKRAMPF!

Machtkampf vor Präsidenten-Wahl beim VfB Stuttgart: Jetzt melden sich die Fans zu Wort!

Update, 07. Januar: Claus Vogt und Thomas Hitzlsperger haben im Machtkampf beim VfB Stuttgart einen höflich formulierten Maulkorb vom Vereinsbeirat, der die Bewerbungen zur Wahl des Präsidenten prüft und die Kandidaten auswählt, erhalten. Aber: Jetzt melden sich die Fans zu Wort! Was unter normalen Umständen wohl spätestens beim Spiel gegen RB Leipzig im Stadion sichtbar geworden wäre, wird nun per offenem Brief über Twitter kommuniziert.

Im Schreiben das Commando Canstatt auf seiner Homepage veröffentlichte, werden die Fanvertreterinnen und -vertreter des VfB-Fan-Ausschusses deutlich und erklären, man sei „maßlos enttäuscht“ über die aktuelle Situation. „Fans und Mitglieder werden zwischen Kampagne und Gegenkampagne zerrieben, mit durchgesteckten Infos oder zweifelhaften Vorwürfen aufgehetzt und durch Sympathien gespalten.“

Dabei werden auch Einblicke gegeben, wie die Fans des VfB Stuttgart damit umgehen: „Lagerübergreifend erleben wir große Frustration, die vielen Menschen nun auch noch die Freude an der Mannschaft nimmt.“ Ob es dann letztendlich doch auf die Mannschaft Auswirkungen hat? Die Anschuldigungen Hitzlspergers an Vogt werden als „ungebührlichen Attacke“ bezeichnet und auch die Gremien, deren „Kämpfer“ Hitzlsperger sei, „scheinen dies zu billigen“. Den Verfassern des Schreibens fehlt die Rückendeckung für den aktuellen Präsidenten.

Das bisherige Zusammenspiel zwischen e.V. und AG war ein zentrales Versprechen der Ausgliederung, die entsprechenden Bild- und Videodokumente kursieren in den sozialen Netzwerken. Diese gewünschte Gewaltenteilung wieder aufzuheben und durch eine neuartige und abstruse Doppelfunktion zu ersetzen, bricht erneut mit Versprechen, Erwartungen und Beschlüssen.

Fan-Ausschuss des VfB Stuttgart

Abschließend bittet der Fan-Ausschuss des VfB Stuttgart alle Beteiligten: „Hinter diesen Zeilen steckt unser ausdrücklicher Wunsch, dass der VfB Stuttgart dringend in ruhigere Fahrwasser kommen muss.“ Aber: Mit „Strukturänderungen, Schlammschlachten, ungeklärten Vorwürfen und nicht aufgearbeiteten Affären“ sei dies nicht möglich.

Präsidentenwahl beim VfB Stuttgart: Höflich formulierter Maulkorb für Hitzlsperger und Vogt!

Update, 06. Januar, 18 Uhr: Höflich, aber bestimmt! Der Vereinsbeirat des VfB Stuttgart hat sich in einem Schreiben an die Öffentlichkeit gewendet. Thema: Der eskalierte Machtkampf zwischen Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger und Präsident Claus Vogt. So äußerte sich der Vereinsbeirat über den aktuellen Stand des Bewerbungsprozesses - und verpasst den beiden Streithähnen einen höflich formulierten Maulkorb!

„Das Jahr ist aus VfB Perspektive turbulent gestartet, leider vor allem neben dem Platz“, heißt es in dem Schreiben, das der VfB Stuttgart veröffentlichte. Es wird deutlich, dass der Vereinsbeirat und die Mitglieder sich gleichermaßen sorgen. So ist zu lesen, dass die Mitglieder versichert sein können, dass dem Vereinsbeirat die besondere Konstellation und Tragweite der anstehenden Entscheidungen bewusst sei.

Claus Vogt ist aktuell der Präsident des VfB Stuttgart und einer von vier Bewerbern für die kommende Wahl.

Präsidentenwahl beim VfB Stuttgart: Hitzlspergers Bewerbung wird geprüft!

Der Vereinsbeirat scheint alles andere als erfreut über den Machtkampf beim VfB Stuttgart zu sein und will im Sinne des VfB Stuttgart 1893 e.V. geeignete Kandidaten auf der Mitgliederversammlung zur Wahl stellen. Dazu wird der Vereinsbeirat in den nächsten Wochen Gespräche mit den Bewerbern führen und darin „die Motivation der Bewerber für das Amt, ihre Vorstellungen für den VfB Stuttgart, ihr Bekenntnis zur Mitbestimmung der Mitglieder sowie auch aktuelle Vorkommnisse rund um den Bewerbungsprozess“ hinterfragen.

Jetzt geht‘s ans Eingemachte! Wie rechtfertigen sich Hitzlsperger und Vogt? Die Bewerbung des Vorstandsvorsitzenden des VfB Stuttgart wird sogar nochmal auf Herz und Nieren geprüft. „renommierte Anwaltskanzlei im Sportrecht beauftragt, um die rechtlichen Gegebenheiten der Bewerbung von Thomas Hitzlsperger in Bezug auf unsere Satzung, das Aktien- und Gesellschaftsrecht, die DFL-Vorgaben und etwaige Interessenskonflikte zu überprüfen“, heißt es.

Thomas Hitzlsperger darf wohl für das Präsidentamt beim VfB Stuttgart kandidieren.

Nach Eskalation im Machtkampf: Jetzt ist Ruhe beim VfB Stuttgart!

Im Schreiben wird nochmal darauf hingewiesen, dass der VfB Stuttgart in keinem guten Licht stand, durch den öffentlich ausgetragenen Schlagabtausch. Dann folgen die Zeilen, die Vogt und Hitzlsperger direkt anzählen.

Eine weiter anhaltende öffentlich geführte Diskussion über die beiden VfB internen Bewerber Claus Vogt und Thomas Hitzlsperger wäre nicht zielführend und schadet dem VfB Stuttgart. Daher hat der Vereinsbeirat den beiden Bewerbern nahegelegt, bis zur Nominierungsentscheidung durch den Vereinsbeirat in dieser Thematik keine öffentlichen Auftritte und weiteren Stellungnahmen zu geben. Generell erwarten wir von allen Bewerbern, intern wie extern, sich öffentlich zurückzuhalten und respektvoll miteinander umzugehen.

Wolf-Dietrich Erhard, Vorsitzender des Vereinsbeirats: 

Höflich formuliert, aber deutliche Message: Jetzt ist Ruhe beim VfB Stuttgart! Bleibt abzuwarten, ob es zum ultimativen Showdown kommt und tatsächlich Vogt und Hitzlsperger vom Beirat für das Präsidentenamt nominiert werden. Neben Hitzlsperger und Vogt stehen auch Volker Zeh, ein Remstäler Geschäftsmann, und Friedhild Miller, die zuvor mit einer Bewerbung als Stuttgarter Oberbürgermeisterin scheiterte, zur Wahl zum neuen Präsidenten des VfB Stuttgart. Und: Was passiert, wenn einer der beiden keine Nominierung erhält.

Präsidentenwahl beim VfB Stuttgart: Darum darf Hitzlsperger kandidieren!

Update, 06. Januar, 11.30 Uhr: Zum Jahreswechsel platzte beim VfB Stuttgart die Bombe und der Machtkampf zwischen Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger und Präsident Claus Vogt erreichte die Öffentlichkeit. Der Grund: Hitzlsperger bewirbt sich um das Amt des Präsidenten und griff in einer Erklärung Claus Vogt an, der wiederum zurückschlug. Die Vorwürfe stehen nun im Raum, die Protagonisten zeigten sich zuletzt wieder versöhnlicher beim Spiel des VfB Stuttgart gegen RB Leipzig.

Thomas Hitzlsperger und Claus Vogt beim Spiel des VfB Stuttgart gegen RB Leipzig.

Eine Frage stellt sich aber: Hat Thomas Hitzlsperger eigentlich die nötigen Nachweise, um die Bewerbung für das Präsidentenamt einzureichen? Die Frage beantwortete der Kicker: Ja, der Vorstandsvorsitzende darf kandidieren. Grund für die Ungewissheit in der Öffentlichkeit ist Paragraf 16 cc der Vereinssatzung des VfB Stuttgart, in dem steht:

Der Vorschlag muss qualifizierte Bewerbungsunterlagen des Kandidaten, insbesondere Nachweise darüber enthalten, dass der vorgeschlagene Kandidat über eine mindestens zehnjährige Erfahrung in wirtschaftlichen Angelegenheiten in einer hohen Managementposition oder in einer vergleichbaren Führungsposition und/oder im aktiven Leistungssport verfügt.

Paragraf 16cc der Vereinssatzung des VfB Stuttgart

Wichtig in der Formulierung der Satzung: „und/oder“. Heißt: Hitzlsperger darf sich bewerben, auch wenn er keine zehnjährige Erfahrung in wirtschaftlichen Angelegenheiten in einer hohen Managementposition gesammelt hat. Ohne Zweifel verfügt er über eine solche Erfahrung im aktiven Leistungssport.

Nun ist zwar klar, dass die Bewerbung rechtens ist, allerdings hat sich Hitzlsperger bei einigen Fans durch seine Bewerbung ins Aus geschossen. Das Image des „Saubermanns“, wie zu lesen war, hat heftige Kratzer abbekommen. An seiner Bewerbung hält er jedoch weiterhin fest. Es bleibt spannend, wie sich die Situation beim VfB Stuttgart auflöst...

Präsidentenwahl beim VfB Stuttgart: Das sagt Mislintat zum Machtkampf!

Update, 03. Januar: Am Tag nach der 0:1-Niederlage gegen RB Leipzig und somit wenige Stunden nach den ersten versöhnlichen Tönen von Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger und Präsident Claus Vogt im Machtkampf beim VfB Stuttgart, meldet sich nun auch Sven Mislintat zu Wort. Der Sportdirektor sieht die beiden Führungspersonen auf dem richtigen Weg. Mislintat: „Die beiden sind smart genug, dass sie verstanden haben, dass man da noch drüber reden muss.“

Unruhen beim VfB Stuttgart gab es in den vergangenen Jahren häufig, aber gerade in der sportlich guten Phase, kommt der öffentlich ausgetragene Machtkampf doch etwas überraschend. Mislintat: „Für mich liegt das in der Natur der Sache, wenn zwei der wichtigsten Personen in unserem Club in der Öffentlichkeit gesprochen haben, dass man irgendwann in einen geschlossenen Raum zurückkehrt.“

Nachdem sich Vorstandschef Hitzlsperger und Präsident Vogt mit öffentlichen Briefen gegenseitig angegriffen hatten, sprachen sie vor dem Spiel gegen RB Leipzig persönlich miteinander. „Ich glaube, dass das Thema damit nicht erledigt, aber am richtigen Platz ist“, so Mislintat am Sonntag. Immerhin: Auf seine Arbeit als Sportdirektor wirkt sich der Streit wohl nicht aus.

Versöhnliche Töne im Machtkampf beim VfB Stuttgart

Update, 02. Februar: Wenige Tage nach dem Mega-Zoff beim VfB Stuttgart gibt es erste versöhnliche Töne! Auf Twitter meldeten sich die Streithähne der letzten Tage zu Wort und erklärten, dass es wohl ein „gutes Gespräch“ gab. Raufen sich Vorstandsboss Thomas HItzlsperger und Präsident Claus Vogt etwa nochmal zusammen?

„Waren nicht die besten Tage, die hinter uns liegen aber das heutige Gespräch mit Claus Vogt stimmt mich zuversichtlich, dass wir die anstehenden Aufgaben im Sinne des VfB lösen“, schreibt Hitzlsperger kurz vor dem Spiel gegen RB Leipzig (im Live-Ticker bei echo24.de). Und auch Vogt, der sich am Donnerstag zu den Anschuldigungen von Hitzlsperger wehrte und dort selber kräftig austeilte, twitterte: „Hatte mit Thomas Hitzlsperger heute ein Gespräch unter Männern. Es ist zuletzt einiges nicht gut gewesen. Wir suchen jetzt beide nach einem gemeinsamen Weg im Sinne des Klubs.“

Das klingt wesentlich versöhnlicher, ob der „Riss“ nochmal geflickt werden kann? Die User hoffen es auf jeden Fall. „Hvitserk1893“ fordert: „Im Sinne des VfB wünschen wir uns das alle! Jetzt 3 Punkte und dann reißt Euch am Riemen!“ Deutlicher wird „Seriouz“ unter dem Tweet von Hitzlsperger: „Hört auf mit dieser egoistischen Scheiße.“ Der Verein sollte oberste Priorität haben, so der allgemeine Tenor. Bleibt abzuwarten, wie es weitergeht...

Präsidentenwahl beim VfB Stuttgart: Öffentlicher Machtkampf – Vogt schießt zurück!

Update, 12:30 Uhr: Jetzt meldet sich auch Claus Vogt zu Wort - der Machtkampf beim VfB Stuttgart nimmt Fahrt auf. Auf Twitter äußert sich der aktuelle Präsident zum offenen Brief von Thomas Hitzlsperger, der seine Bewerbung für die Wahl zum Präsidenten erklärt und gleichzeitig Vogt attackiert. Dass Hitzlsperger antritt, ist für den amtierenden Präsidenten kein Problem: „Die Wahl zum Präsident*in ist ein demokratischer Akt, jeder kann sich bewerben, jeder kann gewählt werden.“

Vogt mag die Art und Weise, wie Hitzlsperger damit umgeht, nicht. „Dass sich Thomas Hitzlsperger zur Wahl des Präsidenten aufstellen und es damit zu einer Kampfkandidatur kommen lassen will, war mir seit zwei Wochen bekannt. Aber habe ich jemals darüber gesprochen? Nein“, so der Präsident des VfB Stuttgart, der auch schreibt, dass er es „sein Leben lang noch nicht nötig hatte, einen offenen Brief wegen unfairen und persönlichen Anschuldigungen, Angriffen und Unwahrheiten zu schreiben“. Vogt äußert seinen Unmut und nimmt gleich alle ins Boot: „Ich, nein wir, alle hatten es sicherlich nicht für möglich gehalten, dass sich ein Vorstandsmitglied eines Clubs gegenüber seinem Aufsichtsratsvorsitzenden öffentlich derart im Ton vergreift.“

Vogt schlägt zurück! Der aktuelle VfB-Präsident kommt aus einer komfortablen Lage in den Machtkampf, denn er kann alle Anschuldigungen von Hitzlsperger kontern - und dabei selber austeilen. Vor allem scheint es Vogt jedoch daran gelegen, die Sympathie der Mitglieder zu gewinnen. So verweist er immer wieder auf seine Offenheit, Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit und appelliert an die Mitglieder, dass er immer im Sinne des Vereins handelt. Ganz anders als Hitzlsperger es in seiner Erklärung darstellte.

Claus Vogt und Thomas Hitzlsperger bewerben sich beide um das Präsidentenamt beim VfB Stuttgart.

Nachdem er verschiedene Vorwürfe konterte, schreibt Vogt auch, dass es ihm wichtig sei, in und um den Verein ehrlich, respektvoll und offen miteinander umzugehen. Der VfB solle Anstand und Respekt verkörpert und Werte vorleben, so der VfB-Präsident weiter. Vogt: „Dinge, wie sie zuletzt passiert sind, möchte niemand.“ Es wird wohl nicht lange dauern, bis sich auch andere Parteien in den Machtkampf einmischen und Stellung beziehen - vielleicht gibt es dann ein bisschen mehr Klarheit. Thomas Hitzlsperger machte den Vorstoß und äußerte massiv Kritik, Vogt reagierte sanft darauf und streitet alles ab.

Präsidentenwahl beim VfB Stuttgart: Machtkampf und Putschversuch - Hitzlsperger geht All In!

Update, 31. Dezember: Thomas Hitzelsperger will Präsident des VfB Stuttgart werden. Es war die Hammer-Meldung am gestrigen Mittwoch. Erklärt hat Hitzlsperger seine Bewerbung in einem - wohl vorbereiteten - offenen Brief. Reagiert haben die Fans bereits auf Twitter und waren geteilter Meinung - zu Hitzelspergers Schritt an sich, aber auch zu den Vorwürfen gegenüber Claus Vogt, dem aktuellen Präsidenten.

Nur wie geht es nun weiter? Klar ist: Das Verhältnis der beiden Bosse war schon vor dem öffentlichen Putsch von Vorstandsboss Hitzlsperger nicht mehr besonders gut. Immer wieder gab es Munkeleien, die sich nun bestätigt haben. Für Vogt könnte es nun ziemlich eng werden beim VfB Stuttgart, da er zwar bei den Fans wohl beliebt ist, aber intern einige Gegner haben soll, wie unter anderem die Bild berichtet.

Und Hitzlsperger? Für ihn ist dieser Schritt sehr gefährlich. Gewinnt er, wird er nicht nur Vorstandsboss der AG, sondern auch noch Präsident des e.V. beim VfB Stuttgart werden. Nur den Vorsitz des Aufsichtsrates, der ihm als Präsident normalerweise auch zustehen würde, müsste er abgeben.

Sollte Vogt jedoch im Amt bestätigt werden und Hitzlsperger den Kürzeren ziehen, hat er den „Riss“, von dem er spricht, unheilbar vergrößert. Gleichzeitig hätte er dann für Turbulenzen im Verein gesorgt, in einer Zeit, in der nach Außen alles in Ordnung schien, ohne dass sich etwas „zum Besseren“ geändert hätte. Ein herber Imageschaden für den bislang starken Vorstandsboss. Bei diesem Machtkampf steht für Hitzlsperger viel auf dem Spiel - vielleicht sogar mehr als man bisher ahnt.

Hitz strebt nun eine Doppel-Funktion als Präsident und Vorstands-Boss an. Den Vorsitz des Aufsichtsrates, der dem Präsidenten des e.V. als größtem Anteilseigner zusteht, müsste er einem anderen überlassen.

Präsidentenwahl beim VfB Stuttgart: Bewerbungs-Hammer! Hitzlsperger gegen Vogt?

Update, 30. Dezember, 16:30 Uhr: Das ist ein Hammer! Im März wählt der VfB Stuttgart einen neuen Präsidenten. Bislang hat Claus Vogt das Amt inne und es war auch klar, dass er Konkurrenz bekommen würde, aber: DAS hatte wohl kaum einer auf dem Schirm! Wie der SWR berichtet, bewirbt sich auch der aktuelle Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger für das Präsidentenamt. Er erklärt sein Vorhaben in einem offenen Brief.

Der 38-Jährige ist einer der vier Kandidaten, die ihre Bewerbungsunterlagen eingereicht haben. Neben Hitzlsperger und Vogt stehen auch Volker Zeh, ein Remstäler Geschäftsmann, und Friedhild Miller, die zuvor mit einer Bewerbung als Stuttgarter Oberbürgermeisterin scheiterte, zur Wahl zum neuen Präsidenten des VfB Stuttgart.

Noch ist allerdings nichts sicher, ob Hitzlsperger bei der finalen Entscheidung dabei ist, denn: In den kommenden Tagen wählt der Vereinsbeirat zwei Bewerber aus, die am 18. März auf einer Mitgliederversammlung zur Wahl stehen. Hitzlspergers Bewerbung wäre brisant, da er Vorstandsvorsitzender der ausgegliederten Profi-Abteilung des VfB Stuttgart ist. Außerdem soll es zwischen ihm und Vogt zuletzt Probleme gegeben haben, die nun in einem Machtkampf gipfeln könnten. Und: Auch die Fans haben bei dem Thema gespaltene Meinungen.

VfB Stuttgart: Mitgliederversammlung im März – Konkurrenz für Claus Vogt

Erstmeldung, 22. Dezember: Am 18. März 2021 will der VfB Stuttgart in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle seine Mitgliederversammlung nachholen, die ursprünglich für den 11. Oktober geplant war. Doch wegen der anhaltenden Corona-Krise entschied sich der Verein, diese zu verschieben – in der Hoffnung, die Mitgliederversammlung als Präsenzveranstaltung abhalten zu können.

Die Mitglieder des VfB Stuttgart entscheiden dann auch über den künftigen Präsidenten des Vereins. Bis zum vergangenen Freitag um Mitternacht hatten die Mitglieder des VfB Stuttgart die Möglichkeit, sich für das Amt des Präsidenten zu bewerben. Der amtierende Präsident Claus Vogt verkündete bereits einige Tage vor Ablauf der Frist, dass er seine Unterlagen eingereicht hat.

VfB Stuttgart: Drei weitere Bewerber für Präsidenten-Amt

Doch ob der 51-Jährige, der das Amt erst im vergangenen Jahr übernommen hatte, den Mitgliedern im März zur Wiederwahl vorgeschlagen wird, ist noch unklar, denn es gibt gleich mehrere Konkurrenten für Vogt. Wie der VfB Stuttgart am Montag mitteilte, haben neben dem amtierenden Präsidenten drei weitere Mitglieder beim Vereinsbeirat ihre Bewerbung eingereicht.

Diese werden nun im nächsten Schritt von dem Gremium „sorgfältig auf formale und inhaltliche Punkte geprüft“. Der Vorsitzende des Vereinsbeirats, Wolf-Dietrich Erhard, erklärte auf der Vereinshomepage: „Wir möchten uns bei allen Bewerbern bedanken, die sich in dieser außergewöhnlichen Zeit aus eigener Motivation für diese herausfordernde Aufgabe beworben haben und sich in den Dienst des VfB Stuttgart stellen wollen.“

VfB Stuttgart: Vereinsbeirat schlägt zwei Kandidaten für die Wahl vor

Erhard erklärte zudem, dass der Vereinsbeirat des VfB Stuttgart vorerst keine Namen der Bewerber nennen möchte. Das Interesse daran sei durchaus nachvollziehbar. Er bittet aber um Verständnis dafür, „dass wir den ausdrücklichen Wunsch von Bewerbern respektieren werden und an diesem Punkt des Verfahrens deshalb keine Namen kommunizieren oder kommentieren“.

Anfang des neuen Jahres stehen dann die Gespräche zwischen den Bewerbern und dem Vereinsbeirat des VfB Stuttgart an, diese werden wegen der Corona-Pandemie unter strengen Hygiene-Vorgaben geführt und finden gegebenenfalls auch rein digital statt. Am Ende des Prozesses schlägt der Vereinsbeirat den Mitgliedern des VfB Stuttgart dann zwei geeignete Kandidaten vor.

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