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Mittelmaß statt Aufstiegsrennen – SV Waldhof in der Herbst-Tristesse

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Von: Nils Wollenschläger

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Der SV Waldhof Mannheim ist mit hohen Zielen in die Saison gegangen. Anstatt um den Aufstieg mitzuspielen, findet sich der Klub nun aber im Mittelmaß wieder.

„Jeder kennt unsere Ziele. Wir nehmen diese Rolle an“, sagte Christian Neidhart vor dem Heimspiel gegen seinen Ex-Klub Rot-Weiss Essen selbstbewusst. Nach der 1:2-Niederlage am Samstag herrscht beim SV Waldhof Mannheim allerdings Tristesse. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft beim Traditionsverein im bisherigen Saisonverlauf eine zu große Lücke.

SV Waldhof nach Niederlage gegen Rot-Weiss Essen im Tabellenmittelfeld angekommen

Das Ziel, um den Aufstieg zu spielen, rückt in immer weitere Ferne. Der Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz beträgt nach 13 Spieltagen bereits zehn Punkte. Da passt es fast schon ins Bild, dass nun auch die makellose Heimbilanz gerissen ist. Wie bereits bei vielen Auswärtsspielen leistet sich der SV Waldhof auch am Samstag Fehler, die einem Aufstiegskandidaten nicht passieren dürfen.

Nach einer desolaten Anfangsphase und dem Doppelpack von Ron Berlinski (5./12.) liegen die Blau-Schwarzen gegen Essen früh mit 0:2 hinten. Was man dem Team von Christian Neidhart nicht absprechen kann, ist der Einsatz. Denn: Nach dem Fehlstart beißen sich die Blau-Schwarzen in die Partie. Dominik Martinovic (33.) gelingt nach einem tollen Konter von Marten Winkler der Anschlusstreffer.

SV Waldhof rennt gegen Rot-Weiss Essen vergeblich an

Auch in der zweiten Halbzeit geben die Gastgeber den Takt vor, schaffen es letztlich aber nicht, den starken RWE-Keeper Jakob Golz zu bezwingen. Und so steht unter dem Strich nicht nur die erste Heimniederlage, sondern auch die Erkenntnis, dass es für den SV Waldhof momentan nicht für mehr reicht. Angesprochen auf die Aussage von Marc Schnatterer, dass der SVW im Mittelfeld angekommen ist, stimmt Trainer Neidhart zu: „Frage und Antwort sind vollkommen richtig. Es ist so wie es ist.“

Interessante Statistik: Waldhof hat lediglich nur einen Punkt weniger geholt als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Allerdings war damals die Konkurrenz nicht so enteilt wie in dieser Spielzeit. Nach 13 Spielen hatten die Mannheimer 2021 ebenfalls 17 Tore erzielt, aber in der Defensive deutlich weniger Gegentore kassiert.

SV Waldhof weit weg von einer Euphorie

Letztlich bleibt festzuhalten: Um wirklich vom Aufstieg träumen zu dürfen, fehlt dem SV Waldhof nicht nur die Konstanz, sondern auch die Euphorie und Aufbruchstimmung. Aufgrund der Ergebnisse und Leistungen ist der Traditionsverein von einer solchen Begeisterung, die bei hohen Zielen unerlässlich ist, aktuell weit entfernt. (nwo)

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