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Tumulte bei FCK gegen SV Waldhof: Antwerpen tobt - So reagiert Glöckner

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Von: Nils Wollenschläger

Waldhof-Trainer Patrick Glöckner ärgert sich über das 0:0 gegen Kaiserslautern. (Archivfoto)
Waldhof-Trainer Patrick Glöckner ärgert sich über das 0:0 gegen Kaiserslautern. (Archivfoto) © Uwe Anspach/dpa

Kaiserslautern - Fouls, Rote Karten, aber keine Tore! Das Derby 1. FC Kaiserslautern gegen SV Waldhof Mannheim ist alles andere als ein Fußball-Leckerbissen. Die Reaktionen:

Ein Derby lebt von Emotionen. Was sich allerdings am Samstag (11. September) beim Südwest-Schlager 1. FC Kaiserslautern gegen SV Waldhof Mannheim im Fritz-Walter-Stadion ereignet, hat es in der Historie dieses brisanten Duells so wohl noch nie gegeben. In der ersten Halbzeit verteilt Schiedsrichter Florian Heft insgesamt vier Rote Karten.

Sowohl die beiden FCK-Profis Kenny Redondo und Marvin Senger als auch die Funktionäre Jochen Kientz, Sportchef vom SV Waldhof, und Florian Dick, Teammanager vom 1. FC Kaiserslautern, bekommen Rot. Letztlich sehen die 13.150 Zuschauer auf dem Betzenberg keine Tore.

Partie1. FC Kaiserslautern - SV Waldhof Mannheim 0:0
1. FC KaiserslauternRaab - Tomiak, Senger, K. Kraus, Hercher (86. Hanslik), Zuck - Klingenburg, J. Zimmer (78. Niehues), Wunderlich (78. Schad), Ritter - Redondo
SV Waldhof MannheimKönigsmann - N. Sommer (46. Costly), Verlaat, M. Seegert, Rossipal (78. Donkor)- Saghiri, Höger (67. Gouaida), Boyamba (67. Ekincier), Lebeau, Schnatterer - Martinovic
Bes. VorkommnisseRote Karten für Redondo (24.), Kientz (24.) Senger (41.) und Dick (45.)
SchiedsirchterFlorian Heft (Neuenkirchen)
Zuschauer13.150

Schon kurz nach dem Anpfiff geht es ruppig zur Sache. Schiri Heft schafft es nicht, Ruhe in die Begegnung zu bekommen bzw. mit einer klaren Linie die ständigen Unterbrechungen und Rudelbildungen zu verhindern. Der Aufreger der Partie ist die Rote Karte für Redondo, der Hamza Saghiri von hinten gefoult hat. Für FCK-Trainer Marco Antwerpen ist das Foul nicht mal eine Gelbe Karte wert gewesen. „Der Spieler macht sieben Umdrehungen, die ganze Bank von Mannheim springt hoch und der Schiedsrichter fällt drauf rein.“

1. FC Kaiserslautern - SV Waldhof Mannheim: Antwerpen tobt - So reagiert Glöckner

Die Aufregung beim SV Waldhof gipfelt darin, dass Sportchef Jochen Kientz völlig empört reagiert und nicht mehr einzukriegen ist. Der ehemalige Bundesliga-Profi gerät unter anderem mit FCK-Geschäftsführer Sport Thomas Hengen aneinander und sieht anschließend Rot.

Waldhof-Trainer Patrick Glöckner hat das Foul von Redondo anders gesehen als die Lauterer Seite: „Wenn die Achillessehne durch ist, hat jeder Verständnis dafür. Dadurch, dass sie zum Glück gehalten hat, sagt man, dass es keine Rote Karte ist.“ Antwerpen führt seine Kritik am Schiedsrichter gegenüber Magenta Sport aus.

1. FC Kaiserslautern - SV Waldhof Mannheim: FCK in doppelter Unterzahl - Antwerpen fordert Elfmeter

Bei dem Schiedsrichtergespann bin ich sprachlos. Du musst dich auf so ein Derby am besten auch vorbereiten. Was sind da für Emotionen? Du bist hier am Betzenberg, da kann es hitzig werden. Da brauchst du jemanden, der routiniert damit umgeht. Am Anfang hat er fünf Foulspiele von Waldhof einfach durchgewunken und keine Gelbe Karte gezeigt“, so der FCK-Trainer.

Kurz vor der Pause muss dann auch noch FCK-Verteidiger Marvin Senger mit Rot vom Platz, da er Adrien Lebeau kurz vor dem Strafraum zu Fall gebracht hat. „Er trifft definitiv den Ball“, moniert Antwerpen, der sich kurz darauf über ein aus seiner Sicht „klares Handspiel“ von Jesper Verlaat im Strafraum ärgert. Nachdem Schiri Heft weiterspielen lässt, beschwert sich auch FCK-Teammanager Florian Dick lautstark. Die Folge: Der 36-Jährige wird auf die Tribüne verwiesen.

1. FC Kaiserslautern - SV Waldhof Mannheim: SVW enttäuscht in der 2. Halbzeit

In der zweiten Halbzeit ist es dann aufgrund der doppelten Überzahl des SV Waldhof ein Spiel auf ein Tor. Kaiserslautern macht gut die Räume dicht. Die wenigen richtig guten Chancen, die sich die Mannheimer erspielen, werden vom starken FCK-Keeper Matheo Raab pariert. Am Ende gehen die Roten Teufel trotz der Nullnummer als gefühlter Sieger vom Platz. Waldhof wartet weiter auf den ersten Derbysieg seit 1996.

Uns hat die Leichtigkeit gefehlt“, hadert Glöckner nach dem Schlusspfiff in den Katakomben der WM-Arena . „Das war heute ein Ausnahmespiel. Das war eine Situation, die im Fußball kaum vorkommt. Das muss man ausklammern, um bewerten zu können, wo wir stehen“, so der Waldhof-Coach abschließend. (nwo)

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