Vor Start in die restliche Rückrunde

OST-Tribüne bleibt geschlossen - Keine DFB-Genehmigung!

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Die Verantwortlichen des SV Waldhof Mannheim haben ein Konzept zur Wiedereröffnung der OST-Tribüne erarbeitet. (Archivfoto)

Mannheim-Waldhof - Die Waldhof-Fans müssen weiter auf die Rückkehr auf die OST-Tribüne warten. Der DFB hat dem Sicherheitskonzept des Regionalliga-Spitzenreiters keine Genehmigung erteilt.

Update vom 22. Februar: Keine Zustimmung zur Öffnung der OST!  

Die Verantwortlichen beim SV Waldhof haben ihre Hausaufgaben gemacht. Nach intensiven Bemühungen konnte der SVW mit den maßgeblichen Sicherheitspartner - Stadt Mannheim, Polizei und Feuerwehr - eine Einigung erzielen. Die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen sind zwingend erforderlich, um eine Erweiterung der offiziellen Fanbereiche auf die OST-Tribüne zu ermöglichen. 

Nun hat der DFB den Antrag des SVW zurückgewiesen und der Öffnung der Otto-Siffling-Tribüne einen Riegel vorgeschoben: Leider hat der Deutsche Fußball Bund, trotz Empfehlung der Sicherheitspartner, die Rücknahme der Auflage nicht bewilligt. Aus diesem Grund müssen wir vorerst auf die Öffnung der Otto-Siffling-Tribüne zum Heimspiel gegen den FSV Frankfurt verzichten, werden aber weiterhin versuchen eine gemeinsame Lösung mit dem DFB zu finden“, erklärt Sicherheits- und Stadionmanager Marc Eckart

Der DFB will sich in dieser Frage noch nicht festlegen und beansprucht mehr Zeit zur Prüfung des vorgelegten Konzeptes. Nichtsdestotrotz wird die SV Waldhof Mannheim 07 Spielbetriebsgesellschaft zum Hochrisikospiel gegen den 1.FC Saarbrücken hilfsweise eine Ausnahmegenehmigung zur Erweiterung des Fanbereichs stellen

SVW wartet auf die Entscheidung des DFB

Update vom 21. Februar: Wenn der SV Waldhof Mannheim am Samstag (23. Februar) gegen den FSV Frankfurt in die restliche Rückrunde startet, bleibt die Otto-Siffling-Tribüne wohl geschlossen. Noch hat der DFB dem Sicherheitskonzept, das der SV Waldhof vorgelegt hat, nicht zugestimmt. Alle Infos zum Prozess gegen den DFB findest Du HIER.

Pro Waldhof wirft SV Waldhof mangelnde Kommunikation vor

Update vom 25. Januar, 18:40 Uhr: Der Fan-Dachverband ‚Pro Waldhof‘ hat am Freitagnachmittag der am Tag vorher veröffentlichten Pressemeldung des SV Waldhof Mannheim widersprochen und dem Verein unzureichende Kommunikation vorgeworfen: „Seit jeher steht für uns von PRO Waldhof fest, dass eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Verein und Fans nur mit einer offenen Kommunikation und einem respektvollen Umgang miteinander möglich ist (...). Leider müssen wir derzeit feststellen, dass dies in unserer langen Geschichte zum ersten Mal nicht der Fall ist", heißt es in der Mitteilung. 

Anfragen blieben unbeantwortet, Treffen sind kurzfristig abgesagt worden

„Seit Monaten erleben wir, dass die bisher gute Zusammenarbeit mit dem SVW sich komplett ins Gegenteil verkehrt. Vereinbarungen werden gebrochen, Termine kommen nur schwer zustande oder werden in letzter Minute abgesagt. Eine direkte und offene Kommunikation findet immer weniger statt. Stattdessen werden von Seiten der GmbH nachweislich falsche Aussagen getätigt oder die Fanvertreter willentlich irregeführt", so die Verantwortlichen des Dachverbandes weiter. 

„Diese stillose Art gipfelte nun in der gestrigen Pressemitteilung bezüglich des aktuellen Standes zum Thema Otto-Siffling-Tribüne. Hier wurde erwähnt, dass das Konzept in mehreren Runden PRO Waldhof vorgestellt wurde. Stattdessen blieben Anfragen zum Zwischenstand des Konzepts aber über Monate unbeantwortet und diverse Versuche ein gemeinsames Arbeitstreffen zu organisieren scheiterten wiederholt an äußerst kurzfristigen Absagen seitens der Geschäftsführung. 

Kritik gilt ausschließlich der Geschäftsführung 

Anstatt neue Zäune und Wege quer durch das Stadiongelände zu ziehen, die die Verteilung verschiedener Fangruppen übrigens außer Acht lassen, sollte die vorhandene Sektorentrennung konsequent genutzt und ein Ordnungsdienst eingesetzt werden, der den Namen auch verdient. Die einzig wirklich sinnvolle bauliche Maßnahme, sprich ein seit Jahren von Pro Waldhof gefordertes, verbessertes Fangnetz, wurde mal wieder in die Zukunft verwiesen. 

Nach den nun öffentlich getätigten, nachweislichen Falschaussagen seitens der GmbH, ist für uns nun völlig offensichtlich, dass daran kein ernsthaftes Interesse besteht und wir gezwungen sind Stellung zu beziehen. Neben einem zurückgetretenen Vereinspräsidium und Klagen weiterer Gruppen im Verein wurden uns auch andere Konflikte zugetragen, die darauf hindeuten, dass es sich bei den Sorgen von PRO Waldhof um keinen Einzelfall handelt. Wir möchten an dieser Stelle unterstreichen, dass sich unsere Kritik an die Geschäftsführung richtet, der Austausch zum Verein und Herrn Beetz verläuft erfreulicherweise weiterhin konstruktiv."

Ursprüngliche Meldung vom 25. Januar: 

Seit Beginn der laufenden Saison wird die ,OST' nicht mehr als offizieller Fan-Bereich genutzt. Nun hat sich der Verein in einer Stellungnahme zu einer möglichen Wiedereröffnung zum Heimspiel gegen den FSV Frankfurt geäußert. 

In der Mitteilung heißt es, dass „in mehreren Terminen mit der Stadt Mannheim und der Polizei Mannheim ein nachhaltiges und zukunftsorientiertes Konzept zur Wiederöffnung der OST erarbeitet wurde." In einer finalen Abstimmung mit der Stadt, der Polizei und dem DFB muss dieses Konzept nun bewilligt werden.

„Das Konzept beinhaltet sowohl bauliche, als auch organisatorische Maßnahmen, welche im optimalen Fall bis zum Restrückrundenstart gegen den FSV Frankfurt umgesetzt werden können und somit gemeinsame Feierlichkeiten zum 25-jährige Jubiläum des Carl-Benz-Stadions bei geöffneter OST möglich wären", so die Verantwortlichen des Vereins. 

Hintergrund 

Nach den Fan-Ausschreitungen und dem Spielabbruch im Aufstiegsrückspiel gegen den KFC Uerdingen hat der SV Waldhof Mannheim einige Maßnahmen in die Wege geleitet. Die wohl gravierendste Änderung ist, dass die Otto-Siffling-Tribüne keine Stehplatz-Tribüne mehr ist und nicht mehr selbst verwaltet wird.

Diese Maßnahme hat viele Waldhof-Anhänger aus der aktiven Fanszene verärgert! Die Folge: Zahlreiche Fans haben zu Saisonbeginn die ersten Heimspiele gegen Ulm und Hessen Dreieich boykottiert.

mab/esk

Quelle: Mannheim24

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