Heddesheim-Verteidiger trifft auf seinen Ex-Verein

Mühlbauer: „Wir haben die Qualität, Waldhof zu ärgern!“

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Christian Mühlbauer beim Abschiedsspiel von Hanno Balitsch.

Heidelberg – Am Dienstag empfängt Fortuna Heddesheim im Pokal-Achtelfinale den SV Waldhof. Für Verteidiger Christian Mühlbauer wird die Partie etwas ganz Besonderes.

Von 2014 bis 2016 hat Christian Mühlbauer 49 Spiele für den SV Waldhof Mannheim absolviert. Nach einem Jahr beim Berliner AK ist der Linksverteidiger im Sommer 2017 in die Region zurückgekehrt und spielt nun für den Verbandsligisten FV Fortuna Heddesheim. 

Am Dienstag (3. Oktober/14:30 Uhr) geht es für Mühlbauer im bfv-Rothaus-Pokal-Achtelfinale gegen seinen früheren Verein. Im MANNHEIM24-Interview spricht der 31-Jährige unter anderem über seine neue Aufgabe in Heddesheim, seine Zeit in Berlin und seine besondere Beziehung zum SVW. 

MANNHEIM24: Herr Mühlbauer, Sie sind vor der Saison vom Berliner AK zu Fortuna Heddesheim gewechselt. Welche Ziele verfolgen Sie und der Verein und wie ist der Saisonstart verlaufen?

„Dadurch, dass Heddesheim letztes Jahr um den Aufstieg gespielt hat, haben wir den Anspruch vorne mitzuspielen und wollen unter die ersten zwei kommen. Wir sind allerdings nicht gut in die Saison gestartet und suchen aktuell noch unsere Form. Wir spielen einen guten Fußball, holen bisher aber zu wenig Punkte.“

Warum läuft es noch nicht wie gewünscht?

„Wir haben eine erfahrene und gut ausgebildete Mannschaft, müssen uns aber erst finden. Da wir viele neue Spieler sind, stimmt oftmals die Abstimmung noch nicht. Das braucht seine Zeit.“

Was waren die Gründe für ihren Wechsel?

„Für mich stand schon im Frühjahr fest, dass ich in die Region zurückkehren möchte. Beim Berliner AK herrschte ein großes Chaos und eine große Unruhe. Viele Spieler wollten weg und es stand noch nicht fest, wer neuer Trainer wird. Deshalb habe ich frühzeitig die Entscheidung getroffen, dass meine berufliche und sportliche Zukunft nicht in Berlin liegt.“

Bereuen Sie die Zeit in Berlin?

„Auf keinen Fall! Auch wenn es sportlich nicht so gut gelaufen ist, hat mich die Zeit in Berlin persönlich weitergebracht.“

Zurück zu ihrem aktuellen Verein. Welchen Stellenwert hat der Pokal für Heddesheim?

„Unser Ziel war es, ein Pokal-Highlight zu bekommen. Das haben wir jetzt mit dem Waldhof-Spiel. Jetzt schauen wir mal, was passiert. Da wir nicht so gut gestartet sind, ist das Pokalspiel in den letzten Wochen etwas in den Hintergrund gerückt.“

Wie schätzen Sie die Chancen ein, dass ihr am Dienstag die Überraschung schafft?

„Auch wenn es eine Floskel ist, im Pokal ist alles möglich. Der Waldhof ist im Pokal zudem immer für eine Negativ-Überraschung gut. Das kenne ich aus meiner eigenen Zeit dort. Wir haben uns immer schwer getan, wenn es gegen unterklassige Mannschaften ging. Wir haben nichts zu verlieren und haben die Qualität, den Waldhof zu ärgern.“

In der Vorbereitung habt ihr eine knappe 0:2-Niederlage kassiert.

„Das war ein ganz anderes Spiel. Wir waren damals erst zwei Wochen in der Vorbereitung und der Waldhof war schon etwas weiter. Sie haben uns nicht an die Wand gespielt, aber wir waren etwas mutlos. Wenn wir am Dienstag mit mehr Mut spielen, ist auf jeden Fall etwas drin.“

Wie schätzen Sie die aktuelle Situation beim SV Waldhof ein?

„Mit dem Aufstieg wird es dieses Jahr schwer. Die Konkurrenz ist mit Saarbrücken und Offenbach stark. Ich glaube, dass sie nicht mehr die hohe spielerische Qualität der letzten Jahre haben, würde es ihnen aber natürlich gönnen aufzusteigen.“

Sie haben zwei Jahre für den SV Waldhof gespielt. Was bedeutet Ihnen der Verein?

„Ich habe schon eine besondere Beziehung zum Waldhof und kann mich mit dem Verein identifizieren. Ich würde mich sehr freuen, wenn sie in den Profifußball zurückkehren. Für die Region ist der Waldhof nach wie vor ein Top-Verein. Allein die Fankultur und die Geschichte - das kann man mit anderen Vereinen nicht vergleichen. Die Stimmung im Stadion ist einfach der Wahnsinn!“

Haben Sie noch Kontakt zu Spielern aus dem heutigen Kader?

„Ich habe regelmäßig Kontakt zu Daniel di Gregrio. Auch mit Jannik Sommer, Morris Nag, Scholle (Markus Scholz, Anmerkung der Redaktion) und Michael Fink habe ich ab und zu Kontakt.“

Haben Sie für das Spiel am Dienstag untereinander Wetten abgeschlossen?

(lacht) „Nein, das haben wir noch nicht gemacht.“

Alle News zum SV Waldhof gibt es auf unserer Facebook-Seite „Mein SV Waldhof“

nwo

Quelle: Mannheim24

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