„Nicht nachvollziehbar“

Zoff beim SVW: Beetz wehrt sich gegen Dais-Kritik!

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Waldhof-Investor Bernd Beetz (M.) (Archiv).

Mannheim – Nach dem verpassten Aufstieg in die 3. Liga steuert der SV Waldhof auf eine unruhige Sommerpause zu. Investor Bernd Beetz äußert sich zu den Vorwürfen, die Gerd Dais erhoben hat.

„Alle Jahre wieder“, werden sich einige Waldhof-Fans in diesen Tagen denken

Denn nachdem die Blau-Schwarzen in den Aufstiegsspielen am SV Meppen gescheitert sind, gibt es Ärger innerhalb des Vereins. Ein Sommer-Theater droht!

Dais kritisiert Kompp

Was ist passiert? Kurz bevor Gerd Dais seinen einwöchigen Urlaub angetreten hat, hat der Waldhof-Coach Geschäftsführer Markus Kompp öffentlich kritisiert. „Ich will nicht sagen, dass wir vor einem Scherbenhaufen stehen. Aber wenn Herr Kompp richtig agiert hätte, dann hätten wir jetzt sicherlich schon zwei oder drei Neuzugänge, die uns gut zu Gesicht stehen würden“, sagt Dais laut dem Mannheimer Morgen.

Fotos vom Aufstiegsrückspiel Meppen gegen Waldhof

Konkret soll es um die beiden Spieler Pierre Fassnacht vom Karlsruher SC, der inzwischen nach Saarbrücken gewechselt ist, und Nicolas Jüllich von der SG Sonnenhof Großaspach gehen, die demnach beide schon ihre Zusage gegeben haben, auch in der vierten Liga an den Alsenweg zu wechseln. 

„Wir konnten diese Spieler unabhängig von der Liga für uns begeistern, das waren gestandene Drittliga-Profis. Aber Herr Kompp, der die Verhandlungen führt, hat das dann nicht umgesetzt. Wenn keine Angebote abgegeben werden, können auch keine angenommen werden. So etwas habe ich noch nie erlebt“, tobt Dais.

Beetz: „Schwere Entgleisung“

Inzwischen hat sich auch Bernd Beetz zu der Thematik geäußert. Über das größte Waldhof-Fanforum hat der Investor eine Stellungnahme abgegeben, in der er sich hinter Kompp stellt. Die Aussagen von Gerd Dais bezeichnet Beetz als „schwere Entgleisung“ und „nicht nachvollziehbar

Die Kaderplanung wurde bisher im Schulterschluss mit dem Aufsichtsrat betrieben“, erklärt das Aufsichtsratmitglied: „Auch die letzte Aufsichtsratssitzung am Montag vor dem Relegationsspiel war auf die Kaderplanung konzentriert, nach konstruktiver Diskussion gingen wir wohlwollend und weitgehend einvernehmlich auseinander. Einzig die Verpflichtung von Kevin Conrad wurde nicht weiter verfolgt, weil diese mehrheitlich als zu üppig und langfristig empfunden wurde. Ich kann nur spekulieren, ob dies Herrn Dais dazu bewogen hat politisch zu agieren und in der Presse Interna zu verbreiten oder die Enttäuschung über den verpassten Aufstieg.

Zoff zur Unzeit

„Ich hoffe Herr Dais kommt gut erholt aus dem Urlaub zurück. Der Waldhof hat 21 Spieler unter Vertrag, neue kommen in Kürze hinzu. Diese gilt es zu trainieren“, so Beetz abschließend.

MANNHEIM24 meint: Dass ausgerechnet in dieser Phase, in der es um die Ausrichtung für die kommende Saison geht, öffentlich Uneinigkeit demonstriert wird, ist für alle Seiten, aber vor allem für den Verein nur schädlich. Schließlich laufen noch einige Verträge aus und bisher ist lediglich erst ein Neuzugang präsentiert worden. Um einen erneuten Anlauf in Sachen Aufstieg zu unternehmen, brauchen die Waldhöfer Geschlossenheit und vor allem Ruhe innerhalb des Vereins. Aktuell erscheint dies aber kaum möglich.

>>> Wer bleibt, wer kommt? Viele Fragezeichen beim SVW

nwo

Quelle: Mannheim24

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