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Waldhof-Kapitän im Derby-Interview: Seegert warnt vor FCK - „Sind nicht Favorit“

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Von: Marco Büsselmann

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Waldhof-Kapitän Marcel Seegert blickt mit Vorfreude auf das Duell gegen den FCK.
Waldhof-Kapitän Marcel Seegert blickt mit Vorfreude auf das Duell gegen den FCK. © Yannick Rebholz/MANNHEIM24

Der SV Waldhof Mannheim empfängt am Samstag den 1. FC Kaiserslautern. Im Interview mit MANNHEIM24 spricht SVW-Kapitän Marcel Seegert über das Derby und die sportliche Situation:

Wenn jemand den Stellenwert des Südwest-Derbys in der Region kennt, dann Marcel Seegert. Nachdem er im Hinspiel verletzungsbedingt gefehlt hat, wird der ,Monnemer Bu‘ den SV Waldhof Mannheim am Samstag (6. Februar/14 Uhr, live im Free-TV und Ticker) gegen den 1. FC Kaiserslautern erstmals im Derby als Kapitän aufs Feld führen. Im MANNHEIM24-Interview spricht Seegert unter anderem über die Gründe für den aktuellen Erfolgslauf, den Trainerwechsel beim FCK und verrät, was sein persönliches Derby-Highlight gewesen ist.

NameMarcel Seegert
Alter26 Jahre
PositionVerteidigung
Aktueller VereinSV Waldhof Mannheim

SV Waldhof Mannheim: SVW-Kapitän Marcel Seegert im Interview

MANNHEIM24: Herr Seegert, wie anstrengend sind die vergangenen Wochen mit sieben Spielen in 22 Tagen gewesen?

Marcel Seegert: „Es war auf jeden Fall sehr knackig, man musste bis ans Limit gehen. Am schlimmsten ist es beim dritten, vierten und fünften Spiel gewesen, aber danach hatte ich das Gefühl, dass der Körper sich an die Belastung gewöhnt hat. So eine Phase hatte ich aber noch nie.“

MA24: In diesem Zeitraum hat ihr Team 15 Punkte geholt und ist zudem ungeschlagen geblieben. Waren Sie selbst überrascht, dass es so gut lief?

Seegert: „Ich wusste, dass in der Mannschaft mehr Qualität steckt als ein unterer Mittelfeldplatz, auf dem wir in der Winterpause gestanden haben. Dass wir dann 15 Punkte holen, kann man nicht planen. Wir haben sehr konzentriert gearbeitet und die eineinhalb Wochen in der Pause genutzt, um unsere Defensive und die Grundausrichtung zu schulen. Das haben wir knallhart und konzentriert durchgezogen.“

Marcel Seegert trifft am Samstag mit dem SV Waldhof auf den FCK.
Marcel Seegert trifft am Samstag mit dem SV Waldhof auf den FCK. © Yannick Rebholz/MANNHEIM24

MA24: Hat nach der Niederlagenserie im Dezember ein Stück weit auch ein Reifeprozess stattgefunden? 

Seegert: „Man kann sagen, dass diejenigen, die bereits länger da sind und Struktur vorgegeben haben, von Anfang an gefehlt haben. Ich glaube, dass sich der Reifeprozess bei uns dadurch fast durch die ganze Hinrunde gezogen hat. Im Dezember hatten wir teilweise nur 13 Spieler im Training und haben auch schon Witze gemacht, dass wir eine E-Jugend-Mannschaft auf Kleinfeld bilden könnten. Das kannst du für ein, zwei Spiele kompensieren, aber nicht wie wir es mit Englischen Wochen im Dezember machen mussten. Sascha Mölders hat zu mir im Spiel bei 1860 München gesagt: ,Wenn bei uns vier Stammspieler dauerhaft verletzt wären, würden die Lichter ausgehen.‘“

SV Waldhof Mannheim: Das sagt Marcel Seegert vor dem Derby gegen den FCK

MA24: Die Ausgangslage fürs Derby kann kaum unterschiedlicher sein: Waldhof ist aktuell die Mannschaft der Stunde in der 3. Liga, der FCK taumelt dagegen gen Regionalliga. Ist der SVW am Samstag Favorit?

Seegert: „Wir wissen alle, dass der FCK das dreifache von unserem Etat für Spieler ausgegeben hat, von daher sind wir meiner Meinung nach nicht Favorit.“

MA24: Nun hat der FCK mit Marco Antwerpen einen neuen Trainer an der Seitenlinie. Wie unberechenbar macht das den Gegner? 

Seegert: „Der Trainer wird ihnen eine neue Idee mitgeben. Das macht es natürlich schwieriger, sie zu analysieren. Wir wollen aber unseren Rückenwind mitnehmen und schauen, dass der kleine Funke, der beim FCK durch den neuen Trainer ausgestrahlt wird, nicht in Feuer und Flamme übergeht.“

MA24: Sie gehen erstmals als Kapitän ins Derby - ist das eine besondere Ehre?

Seegert: „Grundsätzlich ist jedes Spiel beim Waldhof für mich besonders. Aber klar, wenn du zuhause ein Derby gegen Lautern spielst und dann noch Kapitän und Mannheimer bist, ist das schon was, worauf man stolz sein kann. Ich fühle mich auch als einer von den Fans, deshalb ist es auch eine besondere Ehre, als Kapitän den Klub zu repräsentieren.“

MA24: Was war ihr bisheriges Derby-Highlight?

Seegert: „Mein Freistoßtor 2016 auf dem Betzenberg, als wir 4:2 gegen die zweite Mannschaft gewonnen haben, ist mir besonders in Erinnerung geblieben.“

MA24: Wie schlimm wäre eine Niederlage am Samstag? 

Seegert: „Grundsätzlich würde sie auf jeden Fall sehr weh tun, das ist klar. Wir wissen alle um die Wichtigkeit, aber ich glaube, es würde uns nicht aus der Bahn werfen, wenn wir verlieren würden. Wir wollen einfach unsere beste Leistung auf den Platz bekommen.“ (mab)

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