1. Heidelberg24
  2. Sport
  3. Waldhof Mannheim

1. FC Kaiserslautern gegen SV Waldhof: Alle Stimmen zum brisanten Derby

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marco Büsselmann

Das sagt Waldhof-Trainer Patrick Glöckner nach dem Derby beim FCK.
Das sagt Waldhof-Trainer Patrick Glöckner nach dem Derby beim FCK. © Uwe Anspach/dpa

3. Liga – Der SV Waldhof Mannheim ist heute im Derby beim 1. FC Kaiserslautern zu Gast gewesen. Wir haben für Dich die Stimmen vor - und nach dem brisanten Duell zusammengefasst:

In einem hitzigen Südwest-Derby mit insgesamt vier Roten Karten ist der SV Waldhof Mannheim am Samstag trotz doppelter Überzahl nicht über ein torloses Remis beim 1. FC Kaiserslautern hinausgekommen. Somit wartet der SVW weiter auf den ersten Sieg gegen den FCK seit dem Aufstieg in die 3. Liga. Das haben die Verantwortlichen beider Klubs vor - und nach der Partie gesagt:

Patrick Glöckner (Trainer SV Waldhof Mannheim) nach dem Derby über...

...die Enttäuschung über das Ergebnis trotz doppelter Überzahl: „Wir müssen in Überzahl nicht nur das Spiel in die Hand nehmen, sondern natürlich auch effektiv sein. Wir hatten drei Hundertprozentige in der 2. Halbzeit, die wir nicht gemacht haben. Wir hätten mehr mit Flanken arbeiten müssen, weil die Box permanent voll war. Das haben wir einfach nicht geschafft, deshalb ist es schade, dass wir das Ergebnis nicht in unsere Richtung gezogen haben.“

...die Nerven bei seinen Spielern aufgrund der hitzigen Atmosphäre: „Ich weiß nicht, ob es eine Nervensache ist. Klar ist das Publikum gegen uns, aber das wussten wir. Wir hatten heute keinen kühlen Kopf. Dadurch, dass wir in der 2. Halbzeit zwei Mann mehr waren, hatten wir vielleicht zu viel Geduld und deswegen ging es zu langsam. Die Effektivität war heute nicht da.“

...die Rote Karte gegen Sportchef Jochen Kientz: „Das kann ich nicht bewerten. Ich weiß nicht, was der ausschlaggebende Grund war. Im Großen und Ganzen muss ich die Szene sehen, um sie zu bewerten und das habe ich noch nicht.“

... den Platzverweis gegen Redondo: „Er tritt ihn von hinten auf die Achillessehne. Es ist ein Einsteigen von hinten, deshalb kann man es vielleicht mit Gelb bewerten.“

Marco Antwerpen (Trainer 1. FC Kaiserslautern) nach dem Derby über...

... das Ergebnis: „Wir haben unser Minimalziel heute erreicht, dass wir in der 2. Halbzeit den Punkt sichern. Die Jungs haben es überragend gemacht und alles wegverteidigt. Den Punkt haben wir uns hochverdient.“

... den Schiedsrichter: „Bei dem Schiedsrichtergespann bin ich sprachlos. Du musst dich auf so ein Derby am besten auch vorbereiten. Was sind da für Emotionen? Du bist hier am Betzenberg, da kann es hitzig werden. Da brauchst du jemanden, der routiniert damit umgeht. Am Anfang hat er fünf Foulspiele von Waldhof einfach durchgewunken und keine Gelbe Karte gezeigt. Beim Kopftreffer an Redondo kann man auch darüber reden, ob das Rot ist.“

... den Platzverweis gegen Redondo: „Was soll ich denn dazu sagen, beim besten Willen. Da brauchst du nichtmal über Gelb nachdenken. Der Spieler macht sieben Umdrehungen, die ganze Bank von Mannheim springt hoch und der Schiedsrichter fällt drauf rein.“

... das vermeintliche Handspiel von Jesper Verlaat im Strafraum: „Das ist ein Elfmeter, weil die Hand rausgeht. Der Ball geht zum Oberarm und das ist Handspiel.“

Marco Höger (SV Waldhof Mannheim) nach dem Derby über...

...die zahlreichen Unterbrechungen: „Ich weiß nicht, ob das immer sein muss. Wir wollen ja Fußball spielen aber in der ersten Halbzeit war gefühlt alle zwei Minuten eine Unterbrechung wegen irgendwas. Es war dann ganz schwer, vernünftig ins Spiel zu kommen.“

... das Remis trotz doppelter Überzahl: „Im Großen und Ganzen muss man uns auch erstmal ein Kompliment machen. Wir sind bei hitziger Atmosphäre den Umständen entsprechend relativ cool geblieben. Das Ergebnis ist bitter für uns, aber es hat heute nicht sollen sein. Es hat vielleicht die letzte Überzeugung im Sechzehner gefehlt. Am Ende war es dann schwer, wenn sich Lautern zu acht hinten reinstellt. Wir haben jetzt auswärts gepunktet, aber wir wollten natürlich gewinnen. Gerade mit zwei Mann mehr müssen wir das in der ein oder anderen Situation besser ausspielen und für uns nutzen.“

... den Platzverweis gegen Redondo: „Ich glaube, dafür muss man keinen Platzverweis geben.“

Patrick Glöckner (Trainer SV Waldhof Mannheim) vor dem Derby bei Magenta Sport über...

... die Abschottung der Mannschaft von der Presse unter der Woche: „Wir wollten uns vorbereiten wie in den Spielen zuvor. Bei einem Derby wird es natürlich auch von der Presse aus hitzig. Deswegen haben wir gesagt, dass wir in unserem Flow bleiben wollen und keine Interviews geben.“

... die Favoritenrolle: „Die Favoritenrolle in so einem Derby ist völlig sekundär. Das muss man mehr wie ein Pokalspiel oder Endspiel sehen. Für uns geht es um sehr viel Prestige. Wir wollen die Fans ein Stück weit verwöhnen und wieder versöhnen. Wir sind fokussiert und werden alles abrufen. Ob es am Ende reichen wird, wird man sehen. Die Mannschaft ist gut eingestellt.“

... die Aufstellung: „Stefano Russo hat sich im Training verletzt und kann heute nicht auflaufen. Das ist eine Sache, die zwei bis drei Wochen benötigt. Anthony Roczen hat sich auch nochmal verletzt.“

Marco Antwerpen (Trainer 1. FC Kaiserslautern) vor dem Derby bei Magenta Sport über...

... das Derby: „Wir haben ein Heimspiel, das ist der entscheidende Faktor. Ich glaube, wir wissen auch, wie Derbys gespielt werden. Das lässt uns optimistisch auf das Spiel blicken.“

...die Aufstellung mit einer Dreierkette: „Da sind wir variabel, wir können Dreier- und Viererkette spielen. Das ist bei uns im Spielverlauf immer sehr fließend.“

... die Erwartungen an den SV Waldhof: „Ich erwarte genau das gleiche Spiel, wie beim letzten Mal. Der Gegner kommt mit sehr viel Selbstbewusstsein, aber wir haben ein Heimspiel. Deshalb gehen wir die Partie optimistisch an.“

Gerd Dais (ehemaliger Trainer und Spieler des SV Waldhof Mannheim) vor dem Derby bei Magenta Sport über...

... das Derby: „Bei mir kribbelt es ganz arg. Ich habe auch ein wenig Gänsehaut. Derbys sind immer voller Emotionen und Prestige. Man muss da mit kühlem Kopf vorangehen.“ (mab)

Auch interessant

Kommentare