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Maurice Deville vor Waldhof-Wiedersehen: „Schönste Zeit meiner Karriere“

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Von: Marco Büsselmann

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Maurice Deville trifft am Samstag auf seinen Ex-Klub Waldhof.
Maurice Deville trifft am Samstag auf seinen Ex-Klub Waldhof. © Robert Michael/dpa

Maurice Deville ist im Sommer vom SV Waldhof zum 1. FC Saarbrücken gewechselt. Im Interview mit MANNHEIM24 spricht er unter anderem über seine Rückkehr ins Carl-Benz-Stadion:

Maurice Deville sorgt derzeit mit dem 1. FC Saarbrücken für mächtig Furore in der 3. Liga. Am kommenden Samstag (5. Dezember/14 Uhr, live im Free-TV und im MANNHEIM24-Ticker) kehrt der Angreifer erstmals ins Carl-Benz-Stadion zurück, wo er zuvor drei Jahre für den SV Waldhof Mannheim auf Torejagd gegangen ist. „Wir haben mit Mannheim viel erreicht und ich hatte dort die bisher schönste Zeit in meiner Karriere“, schwärmt der luxemburgische Nationalspieler gegenüber MANNHEIM24. Zudem spricht Deville im Exklusiv-Interview über Gemeinsamkeiten zwischen beiden Klubs, die Ziele mit Saarbrücken und die Gründe für seinen Abschied im Sommer.

NameMaurice Deville
Alter28 Jahre
PositionStürmer
VereineSV Elversberg, 1. FC Saarbrücken, 1. FC Kaiserslautern, FSV Frankfurt (Leihe), SV Waldhof Mannheim

Maurice Deville im Interview: Ziele mit Saarbrücken, Wiedersehen mit SV Waldhof

MANNHEIM24: Herr Deville, wie haben Sie sich beim 1. FC Saarbrücken eingelebt?

Maurice Deville: „Ich hatte ein bisschen Startschwierigkeiten, weil ich mit der Nationalmannschaft öfters weg war. Da hat man es als Neuankömmling im Verein schwer. Inzwischen habe ich mich aber ganz gut eingelebt und kann mich voll und ganz auf den Verein konzentrieren.“

MA24: Mit dem 1. FC Saarbrücken sind Sie aktuell Tabellenführer, der Vorsprung auf Platz vier beträgt fünf Punkte. Waren Sie selbst überrascht, dass es direkt so gut läuft?

Deville: „Nein, das hätte ich nicht gedacht. Wir haben aber gezeigt, dass wir mit den anderen Teams mithalten können. Jetzt wollen wir so lange an der Spitze bleiben, wie es geht.“

MA24: Kann man bereits von Aufstiegsambitionen sprechen, oder ist der Zeitpunkt noch zu früh?

Deville: „Ich denke, wenn wir in der Winterpause noch immer oben stehen, kann man auf jeden Fall nicht verneinen, dass man um den Aufstieg mitspielen will.“

MA24: Am vergangenen Sonntag haben Sie gegen ihren Ex-Klub Kaiserslautern in der Schlussphase den wichtigen Ausgleich erzielt. War es ein besonderer Treffer?

Deville: „Es war schon etwas Besonderes. Wir durften das Spiel nicht verlieren, deswegen bin ich froh, dass ich uns die Niederlage erspart habe. Letztes Jahr konnte ich leider im Derby kein Tor schießen (lacht). Marco Schuster, der im vergangenen Jahr im Rückspiel den Ausgleich gemacht hat, hat mir auch gratuliert und geschrieben: ,Last-Minute-Ausgleich im Derby - können wir!‘. Auch viele Waldhof-Fans haben mir geschrieben, dass sie sich für mich gefreut haben.“

MA24: Jetzt steht am Wochenende das nächste Spiel gegen einen ihrer Ex-Klubs an. Wie groß ist die Vorfreude ins Carl-Benz-Stadion zurückzukehren?

Deville: „Ich freue mich sehr, weil noch einige dort spielen, die ich gut kenne. Leider findet die Partie ohne Zuschauer statt. Ich hätte mich natürlich gerne auf die Fans gefreut, von denen ich - auch nach meinem Wechsel - viele positive Nachrichten bekommen habe.“

Maurice Deville im Interview: So lief der Abschied vom SV Waldhof Mannheim

MA24: Mit welchen Spielern aus der alten Mannschaft haben Sie noch Kontakt?

Deville: „Mit Marco Schuster und Marcel Hofrath schreibe ich eigentlich täglich. Ansonsten noch mit Jan-Hendrik Marx.“

MA24: Wie würde der Jubel ausfallen, falls Sie am Samstag auch gegen den SVW treffen sollten?

Deville: „Auf jeden Fall verhalten. Wir haben mit Mannheim viel erreicht und ich hatte dort die bisher schönste Zeit in meiner Karriere, deswegen werde ich da schon drauf achten.“

MA24: Wie im vergangenen Jahr, sorgen Sie nun auch mit Saarbrücken in der Hinrunde für Furore. Was sind Gemeinsamkeiten zwischen beiden Vereinen?

Deville: „Beide Klubs sind sich eigentlich relativ ähnlich. Die Unbekümmertheit im Spiel und ohne Angst in die Partien zu gehen hatten wir sowohl im letzten als auch in diesem Jahr. In der aktuellen Saison ist sie vielleicht etwas größer, weil wir Tabellenführer sind.“

Maurice Deville hat den SV Waldhof im Sommer verlassen.
Maurice Deville hat den SV Waldhof im Sommer verlassen. © Robert Michael/dpa

MA24: Verfolgen Sie die Waldhof-Spiele noch?

Deville: „Wenn ich kann, dann auf jeden Fall. Ich habe viele Partien gesehen. Sie spielen sehr offensiv mit viel Tempo, da müssen wir am Samstag dagegenhalten.“

MA24: Bei ihrem Abschied im Sommer haben Sie via Instagram mitgeteilt, dass Ihnen die Wertschätzung seitens der Verantwortlichen gefehlt hat. Was haben Sie damit genau gemeint?

Deville: „Meine Aussage habe ich so getätigt, weil mich einfach keiner überzeugen wollte und niemand zu mir gesagt hat: ,Bleib doch.‘ Das hat mir in diesem Moment einfach gefehlt. Vielleicht haben die handelnden Personen das nicht so empfunden, aber für mich ist es so rübergekommen und das ist das, was zählt. Es hat sich keiner um mich gekümmert und das hat mir nicht so gefallen. Aber dennoch ist alles gut. Ich werde auch alle ganz normal begrüßen und da gibt es auch gar keinen Groll oder sonst was.“

MA24: Was ist Ihr Tipp für Samstag?

Deville: „Es wird auf jeden Fall ein gutes und sehr unterhaltsames Spiel mit zwei offensivstarken Mannschaften. Ein Ergebnistipp will ich aber nicht sagen. Ich hoffe, dass wir mindestens ein Tor mehr erzielen werden.“ (mab)

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