Zwischenbilanz

Tops und Flops der bisherigen Waldhof-Saison

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Mannheim-Waldhof – Auch in dieser Saison spielt der SV Waldhof Mannheim wieder um die Relegationsplätze in der Regionalliga-Südwest mit. Die Tops und Flops der ersten 22 Spiele:

Der SV Waldhof ist mit 47 Punkten als Tabellenzweiter hinter der SV Elversberg in die Winterpause gegangen. Was bei den ‚Buwe‘ bisher gut gelaufen ist und was nicht:

Tops

– Ordentliche Defensive

Mit 16 Gegentoren hat der SV Waldhof die zweitbeste Abwehr der Liga. Neuzugang Michael Schultz hat sich von Anfang an in die Mannschaft gespielt und ist aus der ersten Elf nicht mehr wegzudenken. Auch der neue Linksverteidiger Hassan Amin hat sich gut eingefügt.

Fotos: Tops und Flops der bisherigen Waldhof-Saison

Auf der rechten Abwehrseite hat sich Marco Müller nach einem schwachen Saisonstart mittlerweile ins Team gespielt und hat die vergangenen elf Spiele über die komplette Distanz absolviert. 

Marcel Seegert hat nach seiner starken letzten Saison noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht und hat zu Saisonbeginn auch als Torjäger geglänzt. Der gebürtige Mannheimer hat zudem seine Flexibilität unter Beweis gestellt, als er in den ersten Spielen auf der rechten Abwehrseite gespielt hat (>>> Warum Marcel Seegert so wichtig für den SVW ist).

– Arbeitstier Benedikt Koep

Der Neuzugang von Eintracht Trier hat sich beim SV Waldhof auf Anhieb einen Stammplatz erkämpft und zählt zu den Führungsspielern. Bereits vor der Saison ist Koep von Gerd Dais nicht ohne Grund zum Vizekapitän ernannt worden. Der 29-Jährige ist zwar nicht der klassische Torjäger, doch mit seinem unermüdlichen Einsatz ist er unverzichtbar. 

Und Koep ist der Mann für die wichtigen Tore. Bester Beleg dafür sind beispielsweise die Treffer gegen Offenbach und Teutonia Watzenborn. Auch die Partien gegen Elversberg, die der SVW beide für sich entschieden hat, hat der ehemalige Trierer mitentschieden. Neben Koep hat sich auch der zweite neue Stürmer Nicolas Hebisch als echter Glücksgriff erwiesen.

– Michael Fink im defensiven Mittelfeld

Eigentlich hat Michael Fink, der in dieser Saison das Kapitänsamt des zurückgetretenen Hanno Balitsch übernommen hat, beim SV Waldhof bisher nur in der Innenverteidigung gespielt. Aufgrund der angespannten Personalsituation hat Gerd Dais den spielenden Co-Trainer im Verlauf der Hinrunde allerdings im defensiven Mittelfeld eingesetzt, wo Fink im Verbund mit Philipp Förster auch wegen seiner Spielübersicht starke Leistungen gezeigt hat. Auf der Sechs hat der Routinier schon zu seinen Bundesliga-Zeiten gespielt. 

– Vorlagen-König Ibrahimaj

Spätestens in dieser Saison ist der Knoten bei Ali Ibrahimaj geplatzt. Der Flügelflitzer hat gemeinsam mit Saarbrückens Kevin Behrens die meisten Tore vorbereitet. Exemplarisch für die Leistungsexplosion des 25-Jährigen ist der Auswärtssieg beim 1. FC Kaiserslautern II gewesen, als Ibrahimaj mit zwei Torvorlagen großen Anteil am Derby-Erfolg gehabt hat. 

„Ali ist für uns eminent wichtig. Man hat heute gesehen, was er für eine Qualität hat“, hat Gerd Dais den Mittelfeldspieler damals gelobt. Im Torabchluss hat Ibrahimaj zwar noch Luft nach oben, doch der gebürtige Rüsselsheimer hat bereits jetzt mehr Tore erzielt als im Vorjahr.

Flops

– Pokal-Aus

Alle Jahre wieder! Seit 2003 wartet der SV Waldhof auf eine Teilnahme am DFB-Pokal. Auch in diesem Jahr hat es nicht mit dem Titelgewinn im badischen Pokal gereicht. Im Halbfinale haben die favorisierten Waldhöfer gegen Verbandsligist SG Heidelberg-Kirchheim im Elfmeterschießen verloren.

„Es ist für uns eine sehr große Enttäuschung. Wir sind auf den vermeintlich leichtesten Gegner getroffen. Da gibt es keine Ausreden“, kommentiert Gerd Dais das ärgerliche Ausscheiden.

– Niederlagen gegen die ‚Kleinen‘

Während die Mannheimer beispielsweise beide Spiele gegen Aufstiegskonkurrent Elversberg für sich entschieden haben, haben die Blau-Schwarzen gegen die vermeintlich ‚Kleinen‘ zu viele Punkte liegen gelassen. So haben Michael Fink und Co. unter anderem gegen die Aufsteiger Ulm und Koblenz wertvolle Punkte verschenkt. 

– Zwei Fehleinkäufe

Obwohl Ederson Tormena zu den Topverdienern beim SV Waldhof zählt, hat der Brasilianer bislang noch überhaupt nicht überzeugen können. Auch aufgrund von Verletzungsproblemen hat Ederson lediglich vier Partien bestritten, nur eine von Anfang an. „Mit ihm steigt die Qualität unseres Kaders weiter“, hat sich Gerd Dais im Sommer zu der Verpflichtung geäußert. Die Erwartungen hat der 30-Jährige allerdings nicht im Ansatz erfüllen können.

Auch Dimitrios Popovits, der ebenfalls aus Griechenland gekommen ist, ist noch nicht die erhoffte Verstärkung. Zwar hat der pfeilschnelle Mittelfeldspieler beispielsweise in den Testspielen sein Potenzial angedeutet, doch im Ligaalltag hat Popovits mit Problemen zu kämpfen. Die ernüchternde Bilanz: 12 Spiele, 0 Tore, 0 Vorlagen.

– Offensive zu dünn besetzt

Als mit Jannik Sommer und Nicolas Hebisch im Herbst zwei Säulen der Waldhof-Offensive verletzungsbedingt weggebrochen sind, hat der SVW keine gleichwertigen Alternative parat gehabt. Giuseppe Burgio hat nach seiner langen Verletzungspause seinen Rhythmus noch nicht gefunden und hat bislang erst ein Saisontor erzielt. Auch Gianluca Korte hat sein Potenzial zu selten ausgeschöpft.

>>> Der Winterfahrplan des SV Waldhof

>>> SVW verpflichtet Linksverteidiger

nwo

Quelle: Mannheim24

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