Ambitionierte Ziele am Alsenweg 

„Der Mythos Waldhof lebt!“ - Präsident Beetz zur Zukunft des SVW 

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Waldhof-Präsident Bernd Beetz verfolgt mit dem SV Waldhof Mannheim ambitionierte Ziele. 

Mannheim-Waldhof - Bei Fans und Verein herrscht nach der triumphalen Rückkehr in den Profi-Fußball grenzenlose Euphorie. Bernd Beetz äußert sich nun zu den Plänen und Zielen des SVW: 

Es ist der 25. Mai 2003 - der SV Waldhof Mannheim bestreitet sein bis dato letztes Spiel im deutschen Profi-Fußball. Sang- und klanglos verlieren die Blau-Schwarzen 1:3 beim VfB Lübeck und der ambitionierte Verein muss als Tabellenletzter den bitteren Gang in die Amateur-Liga antreten. Doch es kommt noch schlimmer - aufgrund der hohen Schuldenlast wird die Erteilung der - damals drittklassigen - Regionalliga-Lizenz verweigert. In den 1990er Jahren wird am Alsenweg die Rückkehr in die Bundesliga als Ziel ausgerufen. Viermal scheitert man denkbar knapp und findet sich nach den misslungenen Aufstiegsversuchen in das deutsche Fußball-Oberhaus gar in den Niederungen der Oberliga Baden-Württemberg wieder – ein Alptraum für die fußballbegeisterte Region. 

SV Waldhof Mannheim ist wieder für Sponsoren attraktiv 

16 lange Jahre vergehen bis zur Rückkehr in den Profi-Fußball - der schlafende Riese aus der Quadratestadt ist wieder erwacht und löst eine mitreißende Euphorie in Mannheim aus. Das ist auch den hiesigen Unternehmen nicht entgangen und so wird der zuletzt gemiedene Traditionsverein für neue Sponsoren attraktiv. Im Bild-Interview bestätigt Waldof-Präsident Bernd Beetz die PR-Trendwende:

Ja, es gibt positive Signale von Sponsoren. Wir werden auch einen neuen Trikot-Sponsor bekommen. Das Image des Vereins hat sich wesentlich verbessert. Wir sind wieder in der ,Sportschau‘. Das Interesse ist wieder da. Der Mythos Waldhof lebt.

Mittelfristig will Bernd Beetz mit dem SV Waldhof Mannheim in die 2. Bundesliga

Zunächst haben sich die Verantwortlichen am Alsenweg die Etablierung in der Dritten Liga zum Ziel gesetzt. Das große Geld ist in dieser Spielklasse jedoch nicht zu holen. Immer wieder steht die Liga mit Insolvenzen und hohen Vereinsschulden in den Schlagzeilen. Viele Klubs leben über ihre finanziellen Verhältnisse, um den Aufstieg in die lukrative 2. Bundesliga zu erzwingen und scheitern letztendlich an den eigenen Ansprüchen. 

Waldhof-Präsident Bernd Beetz feiert gemeinschaft mit der Mannschaft den Aufstieg in die Dritte Liga. 

Die Vierte Liga war ein finanzielles Blutbad. Die Dritte Liga wird auch kein Zuckerschlecken. Die ist ja mehr durch Insolvenzen geprägt. Aber es gibt ein bisschen mehr Geld. Wir hoffen, dass wir mit den Einnahmen die Ausgaben decken können. Sportliches Ziel ist erst mal ein einstelliger Tabellenplatz“, so der 68-Jährige Waldhof-Mäzen gegenüber Bild und fügt hinzu, dass der Verein langfristig in die Zweite Liga gehöre. „Das ist mein Traum“, schwärmt Beetz

SV Waldhof Mannheim: Schlagerspiele und Derbykracher im Carl-Benz-Stadion 

Ungeachtet der markwirtschaftlichen Widrigkeiten im deutschen Profi-Unterhaus, dürfen sich die Fans nach jahrelanger Durststrecke auf echte Schlager-Partien im aufgerüsteten Carl-Benz-Stadion freuen: Gegen 1860 München, Eintracht Braunschweig, KFC Uerdingen, MSV Duisburg oder den 1. FC Magdeburg ist beste Stimmung garantiert. 

Fotos von den Umbaumaßnahmen im Carl-Benz-Stadion

Daneben werden die Blau-Schwarzen erstmals nach dem Zweitliga-Abstieg wieder im DFB-Pokal antreten. Bei der Auslosung der ersten DFB-Pokalrunde am 15. Juni könnten die Kurpfälzer ein echtes Hammerlos gezogen bekommen.    

Und natürlich nicht zu vergessen die kommenden Begegnungen gegen den Erzrivalen aus Kaiserslautern. Sofern die ‚Roten Teufel‘ ihre Liquiditätsprobleme überwinden, um die Lizenz erteilt zu bekommen, wird es das erste Kräftemessen auf Profiebene zwischen den Pfälzern und dem SV Waldhof nach 18 Jahren geben. Ob die frenetischen Waldhof-Anhänger ihren Helden dann wieder von der OST-Tribüne aus zujubeln können, bleibt abzuwarten.      

esk 

Quelle: Mannheim24

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