Cold Case aus Zweibrücken

„Aktenzeichen XY“: Julian (†18) stirbt durch A8-Raser – wird der Fall geklärt?

„Aktenzeichen XY“: Die Polizei sucht nach dem Todesfahrer von der A8 (Fotomontage)
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„Aktenzeichen XY“: Die Polizei sucht nach dem Todesfahrer von der A8 (Fotomontage)

Zweibrücken - Im Sommer 2018 stirbt der 13-jährige Julian bei einem Unfall auf der A8. Noch zwei Jahre später ist der Todesfahrer unbekannt. Bringt „Aktenzeichen XY“ den entscheidenden Hinweis?

Update vom 15. Oktober, 11:15 Uhr: Im Nachgang zur ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ sind über 200 Hinweise zum Unfall auf der A8 bei Zweibrücken eingegangen, bei dem der 13-jährige Julian starb. Das berichtet die Polizei Zweibrücken am Donnerstag (15. Oktober). 175 Anrufe und 36 E-Mails mit Hinweisen zu dem Vorfall seien eingegangen, sagt Zweibrückens Dienststellenleiter Matthias Mahl gegenüber HEIDELBERG24*: „Ich bin zuversichtlich, dass da auch neue Informationen dabei sind.“ Hinweisen, die der Polizei bislang unbekannt waren, wolle man als neue Spuren gewissenhaft nachgehen.

Über die Hälfte der Hinweise bestünden aus allgemeinen Tipps zur Ermittlungsarbeit, die man aber bereits überprüft habe. „Dafür sind wir natürlich dankbar, da sie uns helfen, unsere Arbeit kritisch zu hinterfragen.“ Gut die Hälfte der Mitteilungen bezieht sich aber auch „konkret auf Namen oder Fahrzeuge“, erklärt Mahl. Jetzt werde man abklären, welche der Hinweise gegebenenfalls bereits in den zurückliegenden Ermittlungen überprüft wurden. So habe es beispielsweise mehrere Hinweise auf Kennzeichen des möglichen Tatwagens gegeben, größtenteils aus dem gesamten Bundesgebiet. Da werde man in den kommenden Tagen andere Dienststellen um Amtshilfe bei der Überprüfung bitten. (rmx)

„Aktenzeichen XY“: A8-Raser tötet Julian (†13) – ist das der entscheidende Hinweis?

Update vom 15. Oktober, 9:30 Uhr: Zwei Jahre nach dem tödlichen Unfall auf der A8 bei Zweibrücken leidet Julians Familie noch immer sehr „unter dem Verlust, aber auch darunter, dass der Fall bis heute nicht geklärt werden konnte“, berichtet Friedrich Pusse von der Polizei Zweibrücken am Mittwoch (14. Oktober) in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“. Wegen seelischer und körperlicher Traumata sind Mutter und Stiefvater bis heute nicht in der Lage, wieder als Arzthelferin beziehungsweise Maler zu arbeiten. Pusse appelliert in der Sendung an den Todesfahrer oder Personen, denen er sich vielleicht anvertraut hat: „Erleichtern Sie ihr Gewissen!

Bei einer ersten Bestandaufnahme am Ende der Sendung sagt Alfred Hettmer vom bayrischen LKA, dass der Fall eine „enorme Resonanz“ bei den Zuschauer-Telefonen und der zuständigen Dienststelle in Zweibrücken hervorgerufen habe. Viele Tipps, wie etwa Handyortung oder die Überprüfung von Autovermietungen habe die Polizei in Zweibrücken bereits abgearbeitet - leider ohne Erfolg. Es gab aber auch interessante Hinweise von „Aktenzeichen XY“-Zuschauern: so seien „zwei bis drei konkrete Namen genannt“ worden, verrät Hettmer. Ein weiterer Zeuge war sogar in der Lage, „fragmentarisch ein Kennzeichen“ eines möglichen Tatfahrzeugs zu nennen. Diese ersten Erkenntnisse müssten jetzt aber erst ausführlich überprüft werden.

Bei der Polizei Zweibrücken ist man am Donnerstagmorgen (15. Oktober) noch damit beschäftigt, die Hinweise auszuwerten und zusammenzufassen, die während der Sendung im ZDF-Studio und bei der Dienststelle eingegangen sind, sagt Erster Polizeihauptkommissar Matthias Mahl auf Anfrage von HEIDELBERG24*. Man werde im Laufe des Tages nähere Informationen geben können. (rmx)

„Aktenzeichen XY“: ZDF sucht Todesfahrer von A8 – und ergreift drastische Maßnahme

Erstmeldung vom 5. Oktober: Seit mehr als zwei Jahren lebt ein unbekannter Autofahrer mit der Schuld, einen Jungen aus dem Leben gerissen zu haben. Der dramatische Unfall auf der A8 bei Zweibrücken (Rheinland-Pfalz*), bei dem der 13-jährige Julian ums Leben kam und sein Stiefvater schwer verletzt wurde, schockierte im Juli 2018 ganz Deutschland. Der Todesfahrer im weißen Mercedes konnte bis heute – trotz aufwendiger Suche – nicht ermittelt werden. Am Mittwoch (14. Oktober) wird der tödliche Unfall auf der A8 erneut zum Thema in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“. Die Ermittler erhoffen sich durch die Ausstrahlung des Falls, doch noch den entscheidenden Hinweis auf den Unfallverursacher zu erhalten.

„Aktenzeichen XY“: Tödlicher Unfall auf der A8 – Rückblick auf das Todesdrama in Zweibrücken

Der 13-jährige Julian hat im Sommer 2018 gerade die 8. Klasse beendet. Am 1. Juli will er gemeinsam mit seinem Stiefvater (37) den Beginn der Sommerferien genießen – doch der gemeinsame Tag endet im Albtraum. An dem Sonntag sind die beiden gegen 14:50 Uhr nach einer gemeinsamen Shopping-Tour im Zweibrücken-Outlet auf dem Heimweg, fahren mit einer Harley Davidson über die A8 in Richtung Homburg. Wie HEIDELBERG24* berichtet, überholt das Motorrad in einer 100er-Zone bei Zweibrücken auf der linken Spur ein Auto. Plötzlich rast eine weiße Limousine von hinten heran – es kommt zum tödlichen Zusammenstoß*.

Das ausgebrannte Motorrad an der Unfallstelle auf der A8 (Archivfoto).

Bei dem Unfall auf der A8 bei Zweibrücken, der nun bereits zum 2. Mal von „Aktenzeichen XY“ aufgegriffen wird, stürzen Julian und sein Stiefvater mitsamt des Motorrads zu Boden. Die Maschine wird gegen die Mittelleitplanke der Autobahn geschleudert und geht in Flammen auf. Julians Stiefvater wird schwer verletzt, für den 13-jährigen Julian kommt jede Hilfe zu spät. Während der Junge noch an der Unfallstelle stirbt, gibt der Fahrer der weißen Limousine Gas, fährt einen Bogen um das brennende Motorrad – und flüchtet in Richtung Saarland.

„Aktenzeichen XY“: Unfall-Drama auf A8 bei Zweibrücken – Todesfahrer wird seit zwei Jahren gesucht

Zeugen berichten unmittelbar nach dem dramatischen Unfall auf der A8, dass es sich bei dem Unfallfahrzeug um eine weiße E-Klasse-Limousine der Marke Mercedes-Benz gehandelt habe – möglicherweise ein Cabriolet. Bereits am 22. August 2018 richtete sich Polizeihauptkommissar Matthias Mahl, Leiter der Polizeiinspektion Zweibrücken, mit einem Fahndungsaufruf nach dem Todesfahrer bei „Aktenzeichen XY“* an die TV-Zuschauer. Doch trotz hunderter Hinweise, die nach der ZDF-Sendung bei den Ermittlern eingingen, konnte bis heute weder das Fahrzeug gefunden werden, noch die für den Unfall verantwortliche Person.

Bei dem Unfallwagen soll es sich um ein weißes Fahrzeug der Marke Mercedes (E-Klasse) handeln. (Screenshot)

Obwohl der Mercedes-Fahrer von der A8 mit seiner Tat bisher mehr als zwei Jahre davonkam, haben die Ermittler die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Als die Ermittlungen zum Unfall auf der A8 im März 2020 eingestellt wurden*, stellte die Polizei klar, dass diese „jederzeit aufgrund neuer Erkenntnisse wiederaufgenommen werden“ könnten. Bringt die erneute Ausstrahlung des Falls bei „Aktenzeichen XY“ nun den erhofften Durchbruch?

„Aktenzeichen XY“: Julian stirbt bei Unfall auf A8 – ZDF zeigt die letzten Tage im Leben des 13-Jährigen

In der neuen Folge von „Aktenzeichen XY“ am Mittwoch (14. Oktober) zeigt das ZDF ab 20:15 Uhr die letzten Tage im Leben des 13-jährigen Julian inklusive des Unfall-Geschehens auf der A8. Zusätzlich zu dem Filmfall wird der leitende Ermittler der Polizeiinspektion Zweibrücken den Zuschauern im Gespräch mit Moderator Rudi Cerne die wesentlichen Aspekte des Falls vorstellen – um nun vielleicht endlich den entscheidenden Hinweis auf den Todesfahrer von der A8 zu erhalten. (kab) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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