1. Heidelberg24
  2. Südwest

Corona-Gipfel: Das bedeutet der Lockdown bis 7. März für Schulen, Kitas und Friseure

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Josefine Lenz

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten entscheiden am Mittwoch über eine mögliche Lockdown-Verlängerung. Auch über diese Corona-Maßnahmen wird diskutiert:

Update vom 19:50 Uhr: Nach dem Corona-Gipfel mit den Ministerpräsidenten stellt Bundeskanzlerin Angela Merkel die neuen Corona-Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor. Schon gleich zu Beginn lobt die Kanzlerin die Bürger, die durch ihr Verhalten im privaten Bereich, durch den Verzicht auf das Reisen und durch mehr Home-Office den Inzidenzwert in Deutschland auf die aktuelle Zahl von 68 gesenkt haben. „Wir können sehr zufrieden sein“, so die Bundeskanzlerin. Dieser Wert würde aber auch zeigen, dass die Maßnahmen, die oft sehr strikt, hart und mühselig sind, Wirkung zeigten.

Der bis Mitte Februar befristete Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland soll weitgehend bis zum 7. März verlängert werden. Eine Ausnahme bilden Friseure, die bei strikter Einhaltung von Hygieneauflagen bereits am 1. März wieder aufmachen dürfen.

Corona-Gipfel mit Merkel: Schulöffnungen sind Ländersache

Das Öffnen von Schulen und Kitas wird danach nicht bundesweit einheitlich geregelt, sondern in das Ermessen der einzelnen Länder gestellt. Bund und Länder verweisen in ihrem Beschluss auf die sich besonders schnell ausbreitenden Virusmutationen. Diese erforderten erhebliche zusätzliche Anstrengungen, um die Infektionszahlen wieder zu senken. „Daher müssen die Kontaktbeschränkungen in den nächsten Wochen grundsätzlich beibehalten werden.“ Auch die bestehenden anderen Beschlüsse wie etwa die Schließung eines Großteils des Einzelhandels, von Restaurants, Kneipen, Fitnessstudios, Museen und Theatern sollen weiter gültig bleiben.

Einen nächsten größeren Öffnungsschritt soll es erst bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner geben. Dann sollen der Einzelhandel, Museen und Galerien sowie Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen wieder aufmachen können.

Zu Schulen und Kitas stellt der Beschluss fest, dass dieser Bereich als erster schrittweise wieder geöffnet werden solle. „Die Länder entscheiden im Rahmen ihrer Kultushoheit über die schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht und die Ausweitung des Angebots der Kindertagesbetreuung.“ Der nächste Bund-Länder-Gipfel soll am 3. März stattfinden.

Corona-Gipfel mit Merkel: Bei dieser Inzidenz sollen Geschäfte wieder öffnen dürfen

Update vom 10. Februar, 19 Uhr: Wie die Bild-Zeitung berichtet, sollen sich Kanzlerin Merkel und die Länderchefs auf eine Öffnungsstrategie bei Geschäften geeinigt haben. So sollen ab einer 7-Tages-Inzidenz von 35 der Einzelhandel unter bestimmten Bedingungen (ein Kunde pro 20 Quadratmeter) wieder öffnen dürfen. Nach langen Diskussionen um Friseur-Salons sollen diese bereits am 1. März wieder öffnen dürfen. Die 7-Tages-Inzidenz in Deutschland liegt am Mittwoch bei 68.

Auch beim Thema Impfen gibt es Neuigkeiten: So hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür eingesetzt, dass Erzieher*innen und Grundschullehrer*innen früher geimpft werden sollen. Gesundheitsminister Jens Spahn soll einen neuen Entwurf erarbeiten, in dem diese Personengruppe in die Impf-Gruppe 2 gehoben wird. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich für stufenweise Öffnungen der Schulen und Kitas ab dem 1. März ausgesprochen, will die Entscheidung aber den Ländern überlassen.

Corona-Gipfel mit Merkel: Lockdown-Ende am 7. März? Erste Details durchgesickert

Update vom 10. Februar, 16 Uhr: Seit knapp zwei Stunden ist der Corona-Gipfel mit Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten im vollen Gange. Wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet, ist die Lockdown-Verlängerung noch nicht sicher entschieden. In dem Arbeitspapier, auf das sich die Ministerpräsidenten am Mittwoch in ihrer Vorbesprechung zur Videokonferenz mit der Kanzlerin geeinigt haben, ist der 7. März in eckigen Klammern vermerkt. Das bedeutet, dass dieser Punkt noch offen ist.

Ebenfalls steht in der Vorlage, dass Friseure und gegebenenfalls auch andere Angebote „hygienisch notwendiger körpernaher Dienstleistungen“ am 22. Februar öffnen sollen. Das Datum hier steht ebenfalls in Klammern. Weiter heißt es: „Vor dem Hintergrund der Bedeutung von Friseuren für die Körperhygiene und der jetzt bereits seit längerem bestehenden Schließung erscheint es erforderlich, die Inanspruchnahme zu ermöglichen, da erhebliche Teile der Bevölkerung, insbesondere ältere Menschen, auf diese angewiesen sind.“ Die Entscheidung, ob Schulen und Kitas öffnen dürfen, soll den Ländern übergeben werden.

Verwirrung vor Corona-Gipfel: Lockdown-Ende doch schon am 7. März?

Update vom 10. Februar, 12:45 Uhr: Werden die harten Corona-Maßnahmen schon eine Woche früher gelockert, als erst vor wenigen Stunden berichtet? Laut „Bild“ soll der Lockdown bereits am 7. März gelockert werden. Grund seien die anstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, die am 14. März durchgeführt werden. Die Corona-Schalte von Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten startet um 14 Uhr.

Vor Corona-Gipfel durchgesickert: Lockdown bis 14. März ‒ Friseure und Schulen früher offen?

Update vom 10. Februar, 9:30 Uhr: Der Lockdown wird noch über einen Monat lang verlängert! Wie „Bild“ aus dem Kanzleramt erfahren haben will, soll bei dem virtuellen Treffen zwischen Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten heute (14 Uhr) über Lockerungen erst ab dem 14. März gesprochen werden.

In Teilbereichen soll es dennoch schon zu Öffnungen kommen. So ist wohl angedacht, dass Friseure ab 1. März wieder Kunden bedienen können. Besonders Eltern dürfte indes interessieren, wie es mit Kitas und Schulen weiter geht. „Bild“ berichtet, Kanzlerin Merkel habe ihren Widerstand gegen geplante Öffnungen aufgegeben. Demnach sollen die Bundesländer selbst entscheiden, wann Kinder wieder in Kitas und Schulen gehen können. Weitere Öffnungsschritte in anderen Bereichen soll es geben, wenn die 7-Tage-Inzidenz deutschlandweit unter 35 liegt.

Corona-Gipfel: Heute Lockdown-Verlängerung bis Tag „X“? Beschlusspapier gibt Rätsel auf

Erstmeldung vom 9. Februar: Am Mittwoch (10. Februar) wartet wieder ganz Deutschland die Entscheidungen von Kanzlerin Angela Merkel und den 16 Ministerpräsidenten der Länder ab. Denn sie werden beurteilen, ob und wie lange der Lockdown in Deutschland weitergehen wird. Auch diskutieren die Politiker über mögliche Verschärfungen und Lockerungen im Kampf gegen das Coronavirus. Bereits einen Tag vor dem Corona-Gipfel liegt die Beschlussvorlage des Kanzleramts vor. Zeitgleich haben sich die Ministerpräsidenten in einem internen Meeting auf einige Corona-Regeln geeinigt. Ob sie auch Kanzlerin Angela Merkel davon überzeugen können, wird sich zeigen.

Bundeskanzlerin von DeutschlandAngela Merkel (66, CDU)
Nächster Corona-GipfelMittwoch, 10. Februar um 14 Uhr
Lockdown-VerlängerungVoraussichtlich bis März

Corona-Gipfel mit Merkel: Wird der Lockdown verlängert?

Wenn es nach den Ministerpräsidenten geht, soll der Lockdown um weitere zwei Wochen, also bis Ende Februar verlängert werden. Bislang ist der Shutdown in Deutschland bis zum 14. Februar angesetzt. In dieser Zeit sollen Restaurants, Geschäfte und Freizeiteinrichtungen weiterhin geschlossen bleiben. Lediglich Kitas, Grundschulen und Friseure sollen wieder öffnen dürfen. Darüber berichtet Business Insider.

In der Beschlussvorlage, die der Bild vorliegt, ist ebenfalls eine Lockdown-Verlängerung angedacht. Allerdings wird kein Enddatum für den Lockdown sowie die beschlossenen Corona-Maßnahmen angesetzt. „Bis zum XXX März“ lautet es im Beschlusspapier. Auch heißt es: „Öffnungsschritte müssen vor dem Hintergrund der Virusmutanten vorsichtig und schrittweise erfolgen.“

Corona-Gipfel mit Merkel: Diese Maßnahmen stehen im Beschlusspapier

In der Beschlossvorlage, die beim Corona-Gipfel besprochen wird, werden außerdem diese Maßnahmen genannt:

Corona-Gipfel mit Merkel: Werden Schulen und Kitas geöffnet? – „Gehen jetzt erstmal stufenweise vor“

Ob Schulen und Kitas demnächst wieder öffnen dürfen, wird ebenfalls ein wesentlicher Diskussionspunkt im Corona-Gipfel mit Angela Merkel sein. „Das Homeoffice für Kinder ist kein guter Lernort“, betont Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet. Seit Mitte Dezember sind die Einrichtungen in Deutschland geschlossen. Für Abschlussklassen gibt es Ausnahmen und für Kita-Kinder und Grundschüler Betreuungsangebote, wenn Eltern keine anderen Möglichkeiten haben.

Aufgrund der sinkenden Infektionszahlen sprechen sich die Kultusminister der Länder für eine schrittweise Öffnung der Einrichtungen aus. „Die negativen Folgen von Schulschließungen für die Bildungsbiografien und die soziale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen müssen begrenzt werden“, heißt es in einem Beschlusspapier der Minister.

Winfried Kretschmann spricht mit erhobenem Zeigefinger vor einer blauen Wand in ein Mikrofon.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält eine stufenweise Öffnung von Schulen und Kitas für möglich. © Christoph Schmidt/dpa

Bei der Corona-Konferenz zwischen Bund und Ländern werden Rahmenbedingungen Verbeinbart, allerdings kann jedes Land selbst entscheiden, wie sie beim Thema Bildung vorangehen will. „Wir gehen jetzt erstmal stufenweise vor. Priorität haben Kindertagesstätten und Grundschulen. Darin besteht Konsens zwischen Kanzlerin und Ministerpräsidenten“, so Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Der Stufenplan sieht vor, dass zunächst Grundschüler wieder in ihre Klassenräume zurückkehren dürfen und anschließend ältere Schüler.

Diese werden aber in kleinere Klassen geteilt und dann im Wechselmodell unterrichtet. „Im Interesse einer ausreichenden Planungssicherheit für alle Beteiligten und mit Blick auf den organisatorischen Aufwand für die Schulen sind Perspektiven für Schulbetriebsmodelle anzustreben, die bis Ostern Gültigkeit haben“, heißt es im aktuellen Beschluss der Kultusminister. In Sachsen werden erstmals wieder Grundschulen und Kitas geöffnet, wie Kultusminister Christian Piwarz (CDU) nach einer Kabinettssitzung mitteilt. (dpa/jol)

Auch interessant

Kommentare