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„26 cm plus Schwanz“: Riesen-Ratten in Ludwigshafen – das ist jetzt zu tun

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Von: Madlen Trefzer

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Ludwigshafen - Die Stadt informiert ihre Bürger darüber, was zu tun ist, wenn Ratten gesichtet werden. Eine rasante Ausbreitung der Tiere nämlich ist sehr wahrscheinlich – also ist schnelles Handeln angesagt.

Ratten verlieren durch Verdichtungsmaßnahmen in der Stadt Ludwigshafen immer mehr ihren Lebensraum. Eigentlich eine gute Nachricht. Doch eben deswegen kommen sie vermehrt in die Gärten der Wohnhäuser. Unter Garagen, Gartenhäuschen und Terrassen finden die Schädlinge trockene Orte, um sich dort ungestört auszubreiten. In vielen Gärten finden Ratten ihre Nahrung auf dem Komposthaufen oder im Müll und auch an Futterplätzen für Vögel und Haustiere.

Stadt Ludwigshafen spricht über die Ratten-Situation

Nun kommt die Stadtverwaltung mit LUDWIGSHAFEN24 ins Gespräch und verrät Einzelheiten zur aktuellen Ratten-Situation. „In Ludwigshafen gibt es Ratten, wie in allen anderen Gemeinden und Städten“, stellt Florian Bittler klar. Von einem starken Rattenbefall könne in Ludwigshafen allerdings nicht ausgegangen werden. Durch das städtische Vorgehen sei die Stadt auf dem richtigen Weg der Rattenbekämpfung.

Daher gebe es auch keine richtigen „Hotspots“ in der Stadt, die eine besonders hohe Rattenpopulation aufweisen, „ wenn auch immer wieder Rattenpopulationen auf Plätzen, Parks und ähnlichem gesehen werden“, so Bittler. Auf städtischen Flächen würden Ratten gezielt durch einen externen Schädlingsbekämpfer bekämpft. Damit die Rattenverbreitung eingeschränkt werden kann, hat Bittler eine wichtige Botschaft:

Das kann jeder Einzelne tun, um die Rattenausbreitung zu stoppen

„Meist kommen die Ratten in die Nähe von Menschen, weil sie hier Nahrung und Unterschlupf finden. Wir füttern Vögel, Igel und unsere Haustiere im Freien. Die Ratten meinen natürlich, wir füttern sie und etablieren sich in der Nähe von Menschen. Müll und Lebensmittelreste entsorgen leider nicht alle Mitmenschen entsprechend, so dass auch hier eine Fütterung stattfindet: Wenn diese Vorgaben und Maßnahmen beachtet werden, werden auch die Rattenpopulationen reduziert.“ 

Wenn also jeder seinen Müll ordnungsgemäß entsorgt, kann er so einen Beitrag zur Reduktion der Rattenpopulation leisten. „Ratten sind generell scheue Tiere, doch unser Verhalten lernen sie zu deuten und passen sich an, wodurch es immer häufiger zu Sichtungen kommt“, warnt Bittler. Alle weiteren Infos zur Rattenbekämpfung in Ludwigshafen findest Du hier.

Auch große Ratten in Ludwigshafen gesichtet – doch die sind nicht das eigentliche Problem

Immer öfter kommt es zu Sichtungen riesiger Ratten – so auch bei zwei Rentnern im Garten. Wir befragen die Stadt Ludwigshafen nach ähnlichen Funden – „Die Größe der Ratten reicht von 15 bis 26 cm plus Schwanz. Große Exemplare werden aber nur selten gesehen“, sagt Florian Bittler. Das Problem sei dabei allerdings nicht die Größe der Tiere, sondern der Umgang mit ihnen. So meidest Du Ratten-Alarm bei der Vogelfütterung in Deinem Garten.

Kommt es doch zum Befall, kontaktiere schleunigst die Rattenkoordinierungsstelle unter der Mailadresse rattenbekämpfung@ludwigshafen.de oder unter der Telefonnummer 0621/504-3245 oder 504-2390. „Betroffene werden hier beraten und Eigentümer*innen von selbstbewohnten Ein- und Zweifamilienhäusern bekommen nach einer Beratung bzw. Einweisung kostenfrei eine Köderstation und freiverkäufliche Rattenköder“, so Bittler. (mad)

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